Pallade Veneta - Gutachten: Scheidung vor italienischem Standesbeamten in Deutschland anzuerkennen

Gutachten: Scheidung vor italienischem Standesbeamten in Deutschland anzuerkennen


Gutachten: Scheidung vor italienischem Standesbeamten in Deutschland anzuerkennen
Gutachten: Scheidung vor italienischem Standesbeamten in Deutschland anzuerkennen / Foto: Sthanly ESTRADA - AFP/Archiv

Einem juristischen Gutachten zufolge ist eine einvernehmlich vor einem italienischen Standesbeamten ausgesprochene Ehescheidung zweier Italiener nach deutschem Recht ohne Weiteres anzuerkennen. Habe der Standesbeamte die Scheidung anerkannt, falle sie unter die entsprechende Richtlinie, argumentierte Generalanwalt Anthony Collins in seinen am Donnerstag am Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg vorgelegten Schlussanträgen. Es ging um eine Frau mit deutscher und italienischer Staatsbürgerschaft. (Az. C-646/20)

Textgröße ändern:

In Deutschland hatte sie einen Italiener geheiratet. Einige Jahre später ließ sich das Ehepaar nach italienischem Recht scheiden, indem beide in Italien vor einem Standesbeamten erklärten, dass sie geschieden werden wollten und keine minderjährigen, geschäftsunfähigen oder schwerbehinderten Kinder hätten. Nach 30 Tagen bestätigte der Beamte die einvernehmliche Scheidung.

Die Frau will diese nun ins deutsche Eheregister eintragen lassen. Sie streitet mit dem Berliner Senat und dem Standesamt in Berlin-Mitte darüber, ob die Senatsverwaltung die außergerichtliche Scheidung aus Italien zuerst anerkennen muss. Der Bundesgerichtshof setzte das Verfahren aus und bat den EuGH um Auslegung des EU-Rechts.

Die Richterinnen und Richter müssen sich bei ihrer späteren Entscheidung nicht an das Gutachten des Generalanwalts halten. Sie orientieren sich aber oft an seiner Einschätzung. Ein Termin für die Urteilsverkündung wurde noch nicht bestimmt.

M.Romero--PV

Empfohlen

Vatikan: Papst an Lungenkrebs erkrankt - Unterlappen von Lungenflügel entfernt

Papst Leo XIV. ist an Lungenkrebs erkrankt. Wie der Vatikan am Dienstagabend mitteilte, war der zuvor aus der Lunge des Oberhaupts der Katholiken entfernte Lungenknoten bösartig. Beim Papst habe sich die zuvor vermutete Diagnose eines "Adenokarzinoms der Lunge" bestätigt, erklärte der Heilige Stuhl weiter. Um eine "vollständige Entfernung des Tumors sicherzustellen", sei beim Pontifex während des 90-minütigen Eingriffs der "Unterlappen des rechten Lungenflügels entfernt" worden.

Mord an Tupac Shakur: Bandenchef zu mindestens 40 Jahren Haft verurteilt

30 Jahre nach dem Mord am US-Rapper Tupac Shakur ist der frühere Bandenchef Duane Davis zu mindestens 40 Jahren Haft verurteilt worden. "Sie können einem Mann nicht sein Leben, seine ganze Zukunft nehmen und dann einfach so davonkommen", sagte Richterin Carli Kierny bei der Strafmaßverkündung am Dienstag in Las Vegas im Bundesstaat Nevada. "Schon gar nicht, wenn dieser Mann Tupac Shakur ist."

Attentatspläne gegen Tusk: Sprengsätze bei Verdächtigem gefunden

Nach der Festnahme eines Mannes wegen mutmaßlicher Pläne für ein Attentat auf Polens Ministerpräsident Donald Tusk haben Ermittler in der Wohnung des 66-Jährigen selbstgebaute Sprengsätze gefunden. "Etwa ein Dutzend" Sprengsätze seien sichergestellt worden, sagte ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft am Dienstag. In einer Blendgranate seien Metallkugeln entdeckt worden. Der Mann hatte laut Ermittlern mutmaßlich auch ein Attentat auf Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz geplant.

Eurojackpot geknackt: 120 Millionen Euro gehen nach Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen ist der Eurojackpot im größtmöglichen Wert von 120 Millionen Euro geknackt worden. Wie die Westdeutsche Lotterie am Dienstag in Münster mitteilte, hatte der Sieger oder die Siegerin in der Gewinnklasse eins die richtigen Gewinnzahlen 11, 17, 20, 22 und 35 sowie die Eurozahlen 4 und 8.

Textgröße ändern: