Pallade Veneta - Tod von Patientin: Anästhesist steht in Berlin vor Gericht

Tod von Patientin: Anästhesist steht in Berlin vor Gericht


Tod von Patientin: Anästhesist steht in Berlin vor Gericht
Tod von Patientin: Anästhesist steht in Berlin vor Gericht / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Wegen des Tods einer Patientin muss sich ein Anästhesist vor dem Landgericht Berlin verantworten. Zum Prozessauftakt wurde am Dienstag die Anklage gegen den 78-Jährigen verlesen, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Behandlungsfehler sollen danach im Jahr 2020 zum Tod der Frau geführt haben.

Textgröße ändern:

Dem Mediziner wird Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen, dem Gericht zufolge kommt aber auch eine Verurteilung wegen eines versuchten Verdeckungsmordes durch Unterlassen in Betracht.

Die 59-jährige Patientin war den Angaben zufolge Ende Januar 2020 wegen eines Rückenleidens bei einem Orthopäden in Berlin-Kreuzberg in Behandlung. Der Orthopäde habe den Angeklagten hinzugezogen, um die Patientin in Vollnarkose zu versetzen. Der Anästhesist habe die Patientin nicht über die Notwendigkeit und die Risiken einer Vollnarkose aufgeklärt.

Während der Narkose habe es der Mediziner dann pflichtwidrig unterlassen, ihre Körperfunktionen zu überwachen und deshalb mehrere Minuten lang einen Atem- und Herzstillstand bei der Frau nicht bemerkt. Die 59-Jährige erlitt dadurch einen Hirnschaden und fiel in ein Wachkoma. Wiederbelebungsversuche in der Praxis blieben erfolglos.

Die alarmierte Notärztin und auch die weiteren behandelnden Ärzte im Krankenhaus habe der Angeklagte nicht ordnungsgemäß über den bisherigen Behandlungsverlauf informiert. Hierdurch habe er seine vorhergehende unzureichende Überwachung der Patientin vertuschen wollen. Die Frau starb im April 2020 nach einer Lungenentzündung in einer Klinik. Für den Prozess wurden zunächst Termine bis Juli angesetzt.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Nach Amokfahrt in Leipzig: Tatverdächtiger kommt am Dienstag vor Haftrichter

Nach der Amokfahrt mit zwei Toten in Leipzig soll der mutmaßliche Täter am Dienstag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Dieser werde dann über weitere freiheitsentziehende Maßnahmen entscheiden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig. Die Ermittlungen und die Spurensicherung dauerten derweil an. In der Nikolaikirche war eine ökumenische Gedenkandacht geplant, zu der auch Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erwartet wurde.

Nach Amokfahrt in Leipzig: Gedenkandacht mit Ministerpräsident

Nach der Amokfahrt in Leipzig mit zwei Toten wird am Dienstag an verschiedenen Orten der Opfer gedacht. In der Nikolaikirche gibt es um 17.00 eine ökumenische Gedenkandacht, an der Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) teilnehmen. Die Nikolaikirche liegt nahe der Fußgängerzone, durch die der 33-jährige mutmaßliche Amoktäter am Montag mit einem Auto raste.

Zoll in Düsseldorf lässt über 40 Tonnen mit Mineralöl belasteten Reis vernichten

Zollbeamte haben in Nordrhein-Westfalen mehr als 40 Tonnen mit Mineralöl belasteten Reis vernichten lassen. Es handelte sich um eine ganze Lastwagenladung, die für einen Supermarkt in Wuppertal vorgesehen war, wie das Hauptzollamt Düsseldorf am Dienstag mitteilte. Der Basmatireis war Ende April kontrolliert worden, weil der Verdacht auf eine Belastung mit Schimmelsporen bestand.

Urteil aus Bayern: Mann muss teures Hochzeitsgeschenk nach Trennung herausgeben

Ein Mann aus Bayern muss ein Cabrio herausgeben, das er seiner Frau zur Hochzeit schenkte. Das teure Hochzeitgeschenk gehört der mittlerweile von ihm getrennt lebenden Frau, wie das Oberlandesgericht Nürnberg am Dienstag mitteilte. Sie war im zweiten Teil der Zulassungsbescheinigung eingetragen. (Az.: 11 UF 940/25)

Textgröße ändern: