Pallade Veneta - Vorsitzender von Oberstem Gerichtshof in den USA: Richterfeindliche Rhetorik kann Gewalt auslösen

Vorsitzender von Oberstem Gerichtshof in den USA: Richterfeindliche Rhetorik kann Gewalt auslösen


Vorsitzender von Oberstem Gerichtshof in den USA: Richterfeindliche Rhetorik kann Gewalt auslösen
Vorsitzender von Oberstem Gerichtshof in den USA: Richterfeindliche Rhetorik kann Gewalt auslösen / Foto: Chip Somodevilla - POOL/AFP/Archiv

Der Vorsitzende des Obersten Gerichtshofs der USA hat vor einer Gefährdung von Richtern aufgrund der Rhetorik von Politikern und "Androhungen von Gewalt und Mord" gewarnt. Auf einer Konferenz im Bundesstaat North Carolina warnte John Roberts davor, "ein hohes Maß an Feindseligkeit" gegenüber Gerichten oder Richtern zu äußern, die bei politisch aufgeladenen Auseinandersetzungen als "Teil des Problems" angesehen werden könnten.

Textgröße ändern:

Zwar nannte Roberts keine Namen. Seine Warnung erfolgte jedoch vor dem Hintergrund ständiger verbaler Angriffe von Präsident Donald Trump gegen Gerichte oder einzelne Richter, die einige seiner umstrittenen politischen Maßnahmen blockieren.

"Die Gefahr besteht natürlich darin, dass jemand darauf anspringt, und wir hatten natürlich ernsthafte Drohungen mit Gewalt und Mord gegen Richter, nur weil sie ihre Arbeit gemacht haben", sagte Roberts auf der Konferenz am Samstag. "Ich denke, die Politiker auf beiden Seiten müssen das im Hinterkopf behalten", fuhr er fort. Roberts betonte, er glaube nicht, dass die Drohungen eher von Republikanern oder Demokraten ausgingen.

Seit seinem Wiedereinzug ins Weiße Haus im Januar hat Trump Bundesrichter heftig angegriffen, die gegen seine Dekrete entschieden oder seine Vorhaben zur Abschiebung von Migranten oder den Abbau des Staatsapparats blockiert haben. Im April hatte die US-Bundespolizei FBI eine Richterin wegen des Vorwurfs festgenommen, sie habe die Festnahme eines Migranten durch die Einwanderungsbehörde vereitelt.

Dem Weißen Haus wird vorgeworfen, sich einigen Gerichtsentscheidungen zu widersetzen, mit denen es nicht einverstanden ist. Die Regierung weist das zurück.

Gewalt und Drohungen gegen Richter haben in den USA in den vergangenen Jahren zugenommen. Im Jahr 2023 war ein Richter in Maryland ermordet worden, 2024 wurde ein Richter in Kentucky in seinem Gericht erschossen.

Roberts sagte, Menschen aus dem gesamten politischen Spektrum sollten sich der Gefahren bewusst sein. "Die Richter zu bedrohen, weil sie ihre Arbeit tun, ist völlig inakzeptabel."

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Neuer Oberbürgermeister Krause eröffnet Münchner Oktoberfest mit Fassanstich

Mit dem traditionellen Fassanstich und dem Ausruf "O'zapft is - auf eine friedliche Wiesn" beginnt am Samstag (12.00 Uhr) das Münchner Oktoberfest. Erstmals wird der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das weltweit größte Volksfest eröffnen. Er reicht die erste Maß Bier nach dem Anzapfen an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

Trump verbietet Medien CNN, MS NOW und Politico Zutritt zu Weißem Haus

US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW - ehemals MSNBC - sowie der Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", fügte er hinzu.

Sarg von norwegischem König Harald V. nimmt CO2 auf

Der Ende August gestorbene norwegische König Harald V. ist nach Angaben des Königshauses in einem Sarg aus Kohlendioxid absorbierendem Silikatgestein bestattet worden. Haralds letzte Ruhestätte hat die Form eines Schiffes und besteht aus Olivin - einem grünlichen, rund 400 Millionen Jahre alten Silikatgestein, das in Westnorwegen abgebaut wird, wie der Palast am Freitag mitteilte.

Nach Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: Hinweise auf antisemitisches Motiv

Nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal haben sich die Hinweise auf ein antisemitisches Tatmotiv verdichtet. Äußerungen des 37-jährigen Verdächtige bereits während seiner Festnahme deuteten auf ein antisemitisches Tatmotiv hin, teilte die Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mit. Der Mann soll am Donnerstag einen Brandsatz an der Eingangstür eines zur Synagoge gehörenden Cafés gelegt haben.

Textgröße ändern: