Pallade Veneta - Recherche der "Wirtschaftswoche": Galeria Kaufhof als Opfer von René Benko

Recherche der "Wirtschaftswoche": Galeria Kaufhof als Opfer von René Benko


Recherche der "Wirtschaftswoche": Galeria Kaufhof als Opfer von René Benko
Recherche der "Wirtschaftswoche": Galeria Kaufhof als Opfer von René Benko / Foto: Alex HALADA - AFP

Eine Recherche der Düsseldorfer "Wirtschaftswoche" gibt Einblick in die skrupellose Geschäftswelt des mittlerweile inhaftierten österreichischen Geschäftsmann René Benko. Wie die Zeitung am Freitag berichtete, zeigen interne E-Mails und Dokumente unter anderem, wie Benko die Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof als Köder nutzte, um reiche Investoren aus Saudi-Arabien zu gewinnen.

Textgröße ändern:

Demnach versprach Benko dem saudi-arabischen Public Investment Fund (PIF) 2021 hohe Renditen für die Investition in ein Bauprojekt für die Kaufhauskette in München. Galeria gehörte damals zur Handelssparte von Benkos Signa-Konzern. Die hohe Rendite war der Recherche zufolge nur möglich, weil Galeria eine sehr hohe Miete zahlte.

Die "Wirtschaftswoche" berichtete unter Verweis auf ehemalige Signa-Vorstände, dass den Beteiligten bewusst gewesen sei, dass die Miete die finanziellen Möglichkeiten der Kaufhauskette überstieg. Es sei absehbar gewesen, dass das Konstrukt der Münchener Filiale "das Genick brechen würde", sagte demnach ein ehemaliger Vorstand.

Über das für die Saudis zunächst lukrative Geschäft in München habe sich Benko weitere Investitionen des PIF gesichert, berichtete die "Wiwo" weiter: Der Fonds beteiligte sich später auch am Münchener Bauprojekt "Franz" und am Kauf des Londoner Kaufhauses Selfridges. 2023 ging der Signa-Konzern pleite, zuvor hatte Galeria Kaufhof Karstadt bereits den Mietvertrag in München gekündigt. Heute geht der PIF rechtlich gegen Benko vor.

Benko war im Januar dieses Jahres in Innsbruck festgenommen worden und befindet seitdem in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft begründete dies mit einem "dringenden Tatverdacht" bei mehreren Straftaten, wie Steuervergehen, Konkursdelikten und Betrug. In der kommenden Woche versteigert der Signa-Insolvenzverwalter Mobiliar und Einrichtung von Benkos Villa am Gardasee.

Y.Destro--PV

Empfohlen

Neuer Oberbürgermeister Krause eröffnet Münchner Oktoberfest mit Fassanstich

Mit dem traditionellen Fassanstich und dem Ausruf "O'zapft is - auf eine friedliche Wiesn" beginnt am Samstag (12.00 Uhr) das Münchner Oktoberfest. Erstmals wird der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das weltweit größte Volksfest eröffnen. Er reicht die erste Maß Bier nach dem Anzapfen an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

Trump verbietet Medien CNN, MS NOW und Politico Zutritt zu Weißem Haus

US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW - ehemals MSNBC - sowie der Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", fügte er hinzu.

Sarg von norwegischem König Harald V. nimmt CO2 auf

Der Ende August gestorbene norwegische König Harald V. ist nach Angaben des Königshauses in einem Sarg aus Kohlendioxid absorbierendem Silikatgestein bestattet worden. Haralds letzte Ruhestätte hat die Form eines Schiffes und besteht aus Olivin - einem grünlichen, rund 400 Millionen Jahre alten Silikatgestein, das in Westnorwegen abgebaut wird, wie der Palast am Freitag mitteilte.

Nach Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: Hinweise auf antisemitisches Motiv

Nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal haben sich die Hinweise auf ein antisemitisches Tatmotiv verdichtet. Äußerungen des 37-jährigen Verdächtige bereits während seiner Festnahme deuteten auf ein antisemitisches Tatmotiv hin, teilte die Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mit. Der Mann soll am Donnerstag einen Brandsatz an der Eingangstür eines zur Synagoge gehörenden Cafés gelegt haben.

Textgröße ändern: