Pallade Veneta - Mann stirbt in Leonberg nach Schuss aus Polizeiwaffe - zwei weitere Vorfälle

Mann stirbt in Leonberg nach Schuss aus Polizeiwaffe - zwei weitere Vorfälle


Mann stirbt in Leonberg nach Schuss aus Polizeiwaffe - zwei weitere Vorfälle
Mann stirbt in Leonberg nach Schuss aus Polizeiwaffe - zwei weitere Vorfälle / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

In Baden-Württemberg ist ein Mann nach einem Schuss aus einer Polizeiwaffe gestorben. Zuvor waren die Beamten alarmiert worden, weil der 44-Jährige am Samstag in Leonberg aus dem Obergeschoss seines Hauses wahllos auf die Straße, das gegenüberliegende Gebäude und Passanten schießen würde, wie das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Samstagabend mitteilten.

Textgröße ändern:

Auch auf die eintreffenden Polizisten gab der Mann demnach Schüsse ab. Verletzt wurde dabei niemand. Der 44-Jährige verweigerte den Angaben zufolge eine Kontaktaufnahme mit der Polizei. Beamte eines Spezialeinsatzkommandos soll er dann beim Zutritt in die Wohnung mit einer Schusswaffe bedroht haben. Daraufhin wurde aus einer Polizeiwaffe geschossen, der 44-Jährige starb noch vor Ort.

Im Nachhinein stellte sich demnach heraus, dass es sich bei der in der Wohnung des Mannes gefundenen Waffe um eine Druckluftwaffe handelte. Ob er auch mit dieser oder einer anderen Waffe aus dem Haus geschossen habe, sei Gegenstand der Ermittlungen durch das LKA.

Weitere Vorfälle gab es in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. In der Nacht zum Sonntag wurde bei einem Einsatz in Mülheim an der Ruhr ein Mann durch den Einsatz von Polizeiwaffen lebensgefährlich verletzt. Er wurde in einem Krankenhaus behandelt. Zuvor hatte sich der Mann von Bottrop aus eine Verfolgungsjagd mit Beamten geliefert. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Das Polizeipräsidium Dortmund und die Staatsanwaltschaft Duisburg ermitteln.

In Harrislee in Schleswig-Holstein wurde am Samstag ebenfalls ein Mann durch einen Schuss aus einer Polizeiwaffe am Oberkörper verletzt. Der 23-Jährige kam in ein Krankenhaus, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Flensburg mitteilten. Nach dem Mann sei im Zusammenhang mit einem Polizeieinsatz gefahndet worden. Als die Beamten auf den Mann gestoßen seien, habe dieser die Polizisten angegriffen, worauf einer einen Schuss abgegeben habe. Die genauen Abläufe des Geschehens sind Bestandteil der Ermittlungen.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Epstein-Kontakte: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen französischen Ex-Minister Lang

Die für Finanzvergehen zuständige Generalstaatsanwaltschaft hat nach Bekanntwerden der häufigen Kontakte des früheren französischen Kulturministers Jack Lang zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein Ermittlungen gegen Lang eröffnet. Ihm werde "schwerwiegender Steuerbetrug" zur Last gelegt, hieß es am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Mehr als 30 Tote und über 160 Verletzte bei Anschlag auf Moschee in Islamabad

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sind dutzende Menschen getötet worden. Nach Angaben aus Polizeikreisen wurden bei dem Anschlag am Freitag mindestens 31 Menschen getötet, mehr als 160 weitere Menschen wurden verletzt. Dutzende Verletzte wurden ins größte Krankenhaus Islamabads eingeliefert, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Zahl der Todesopfer dürfte noch steigen.

Abgetrennte Hände auf A45: Lebensgefährte von getöteter Frau in Untersuchungshaft

Im Fall der auf einer Autobahn in Nordrhein-Westfalen gefundenen abgetrennten Hände einer getöteten 32-Jährigen ist der verdächtige Lebensgefährte in Untersuchungshaft genommen worden. Gegen den 41-Jährigen besteht der dringende Verdacht des Totschlags, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Bonn am Freitag mitteilten. Zuvor war der Mann aus Äthiopien ausgeliefert worden.

Wegen Staatsakts für verstorbene Rita Süssmuth: Karlsruhe verschiebt Verhandlung

Wegen des für den 24. Februar geplanten Staatsakts für die verstorbene Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) verschiebt das Bundesverfassungsgericht seine Verhandlung über den Weg zum umstrittenen Heizungsgesetz. Diese findet stattdessen am 26. Februar statt, wie das Gericht am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Es geht nicht um den Inhalt des Gesetzes, sondern um die Frage, ob die Abgeordneten im Gesetzgebungsverfahren genug Zeit zur Beratung hatten. (Az. 2 BvE 4/23)

Textgröße ändern: