Pallade Veneta - Französische Justiz verhört erneut Telegram-Gründer Durow

Französische Justiz verhört erneut Telegram-Gründer Durow


Französische Justiz verhört erneut Telegram-Gründer Durow
Französische Justiz verhört erneut Telegram-Gründer Durow / Foto: Thomas SAMSON - AFP/Archiv

Französische Untersuchungsrichter haben Telegram-Gründer Pawel Durow erneut zu Vorwürfen gegen seinen Onlinedienst verhört. Der 40-Jährige erschien am Montag in Paris in schwarzem Anzug mit Schirmmütze und von vier Anwälten begleitet vor Gericht. Weder er selbst noch seine Anwälte äußerten sich gegenüber Journalisten zu den Vorwürfen.

Textgröße ändern:

Der aus Russland stammende Milliardär, der auch die französische und emiratische Staatsangehörigkeit hat, steht im Verdacht, kriminelle und extremistische Inhalte auf Telegram nicht eingeschränkt zu haben. Durow war vor knapp einem Jahr bei seiner Ankunft in Paris am Flughafen festgenommen worden.

Bei einer ersten Anhörung hatte er eingeräumt, sich der Schwere der Vorwürfe erst im Polizeigewahrsam bewusst geworden zu sein. Er habe Telegram nicht für Kriminelle gründen wollen, aber deren Anteil habe auf der Plattform zugenommen.

Die französischen Untersuchungsrichter listeten mehrere Telegram-Gruppen auf, die sich um Pädophilie, Drogen, Betrug, Waffenverkauf oder die Vermittlung von Auftragsmördern drehten. Durow sicherte zu, die Inhalte auf der Plattform mit ihren etwa 950 Millionen Nutzern besser zu moderieren. Seit seiner Festnahme verzeichnete die französische Justiz eine bessere Zusammenarbeit mit dem Onlinedienst.

Durows Festnahme hatte großen Wirbel ausgelöst. Moskau hatte von "politischer Verfolgung" gesprochen. Durow war allerdings früher auch mit der russischen Seite in Konflikt geraten. Die russischen Behörden hatten 2018 vergeblich versucht, Telegram abzuschalten.

In Frankreich kam Durow gegen eine Kaution in Höhe von fünf Millionen Euro auf freien Fuß. Seit diesem Monat darf er wieder für jeweils bis zu zwei Wochen nach Dubai reisen, wo seine Familie lebt. Seine Anwälte haben die Einstellung des laufenden Ermittlungsverfahren sowie eine Prüfung des Falls durch den Verfassungsrat beantragt.

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Frust über deutsches WM-Aus: Fan zerstört Fernseher vor Bar in Bremerhaven

Offenbar aus Frust über das deutsche Ausscheiden bei der Fußballweltmeisterschaft der Männer hat ein 32-Jähriger vor einem Lokal in Bremerhaven einen Fernseher zerschlagen und Gäste bepöbelt. Wie die örtliche Polizei am Dienstag mitteilte, verlor er nach dem Scheitern des deutsche Teams in der Nacht gegen 01.30 Uhr "die Beherrschung". Auch gegenüber hinzukommenden Einsatzkräften verhielt sich der Verdächtige aggressiv.

Mann mit Nagelschere getötet: Dauerhafte Unterbringung in Niedersachsen

Weil er einen Mann mit einer Nagelschere tötete, hat das Landgericht im niedersächsischen Braunschweig für einen 27-Jährigen die dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Der Mann galt als schuldunfähig, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag mitteilte. Demnach sah es die zuständige Kammer als erwiesen an, dass der Mann sich im Dezember in Braunschweig gewaltsam Zutritt zum Haus des Opfers verschafft hatte.

Zahl von Waldbränden 2025 mehr als verdoppelt - Fläche von über 3600 Fußballfeldern

Bei Waldbränden ist 2025 eine Fläche von umgerechnet 3676 Fußballfeldern verbrannt. Die betroffene Fläche belief sich auf 2626 Hektar oder rund 26,3 Quadratkilometer, wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn am Dienstag mitteilte. Insgesamt erfasste die Behörde 1175 Waldbrände. Damit habe sich die Zahl nach einem regenreichen Vorjahr mehr als verdoppelt und liege wieder im Bereich des langjährigen Durchschnitts, hieß es.

18-Jähriger nach Tötung von Bruder in Kassel festgenommen - weitere Verletzte

Nach der Tötung eines 21-Jährigen in Kassel haben Ermittler den tatverdächtigen jüngeren Bruder des Opfers festgenommen. Der 18-Jährige wurde bei einer Großfahndung in einer Kleingartenanlage im Stadtteil Waldau gefasst, wie die Polizei am Dienstag in der hessischen Stadt mitteilte. Er soll seinen Bruder in der Nacht zum Sonntag getötet und in der Nacht zum Dienstag in der Kleingartenanlage zwei weitere Menschen verletzt haben.

Textgröße ändern: