Pallade Veneta - DLRG zählt bereits mindestens 236 tödliche Badeunfälle seit Jahresbeginn

DLRG zählt bereits mindestens 236 tödliche Badeunfälle seit Jahresbeginn


DLRG zählt bereits mindestens 236 tödliche Badeunfälle seit Jahresbeginn
DLRG zählt bereits mindestens 236 tödliche Badeunfälle seit Jahresbeginn / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Mindestens 236 Menschen sind in den ersten sieben Monaten des Jahres nach einer Zählung der DLRG bundesweit bereits ertrunken - allein rund 150 seit Beginn der Badesaison im Mai. Wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Lübeck mitteilte, gab es vor allem in der zweiten Junihälfte eine Häufung tödlicher Badeunfälle.

Textgröße ändern:

Im gesamten Juni ertranken der DLRG-Zwischenbilanz zufolge mindestens 70 Menschen, 18 mehr als im Vorjahresmonat. Insgesamt starben in den ersten sieben Monaten des Jahres aber weniger Menschen bei Badeunfällen an Seen, Flüssen und anderen Gewässern. Im Vorjahreszeitraum gab es 16 Tote mehr.

Die Entwicklung hängt laut DLRG unter anderem eng mit dem Wetter zusammen. An sonnigen und heißen Sommertagen kommt es zu mehr Unglücken. "Sah es im Juni noch danach aus, dass die Zahl der tödlichen Badeunfälle im Vergleich zu den Vorjahren deutlich ansteigen könnte, traf diese Befürchtung nach dem regenreichen Juli nicht ein", erklärte DLRG-Präsidentin Ute Vogt dazu.

Laut DLRG ereignete sich in ersten sieben Monaten die meisten tödlichen Unfälle an Seen (87) und Flüssen (85 Menschen), beides zusammen entsprach einem Anteil von 73 Prozent. In Meeren kamen bis Ende Juli zehn Menschen ums Leben, alle Unfälle ereigneten sich in der Ostsee. In Schwimmbädern gab es neun Tote.

Im Vergleich zu den ersten sieben Monaten 2024 kamen 2025 bislang mehr junge Menschen zu Tode. 49 Ertrunkene waren zwischen elf und 30 Jahre alt. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 30 Menschen in dieser Altersgruppe. "Bei diesen Fällen handelt es sich oft um Badeunfälle infolge von Leichtsinn und Übermut", erklärte Vogt. 84 Prozent aller Opfer waren männlich.

Knapp jedes vierte Opfer, bei dem das Alter bekannt war, war älter als 70 Jahre. Bei Älteren sind laut DLRG immer wieder Vorerkrankungen die Ursache für die Badeunfälle. Aber auch Selbstüberschätzung und mangelnde Vorsicht seien Gründe. Bei den Kindern bis zehn Jahren gab es bislang mindestens acht Opfer. Häufig führe ein kurzer unaufmerksamer Moment zum Unfall, hieß es.

Bis Ende Juli erfasste die DLRG 13 tödliche Unfälle beim Paddeln, Boot fahren oder Surfen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 20. Die meisten Todesopfer insgesamt gab es bislang in Bayern mit 48 Menschen. Das sind 13 mehr als im Vorjahreszeitraum.

U.Paccione--PV

Empfohlen

Opferverbände lehnen Verlegung von Kriegsverbrecher Mladic nach Serbien ab

Verbände von Opfern des Bosnien-Krieges haben sich gegen eine mögliche Verlegung des bosnisch-serbischen Kriegsverbrechers Ratko Mladic nach Serbien ausgesprochen. Die Familien der Kriegsopfer sähen es als eine "schwere Ungerechtigkeit an", falls der zu lebenslanger Haft verurteilte Kriegsverbrecher der weiteren Haft unter internationaler Aufsicht entgehen würde, schrieben die Vertreter von fünf Opferverbänden in einem am Samstag veröffentlichten Brief an die Präsidentin des Internationalen Mechanismus für Strafgerichtshöfe (IRMCT), Graciela Gatti Santana.

Nicht nur Fisch am 1. Mai: Katholische Kirche in Polen lockert Vorgabe

Die katholische Kirche in Polen hat für den anstehenden Maifeiertag ihre Vorgabe gelockert, wonach freitags Fisch gegessen werden soll. Da der Tag der Arbeit in diesem Jahr auf einen Freitag falle, sei er der Auftakt zu einem langen Wochenende, das für Familientreffen genutzt werden könne, erklärte der Warschauer Erzbischof Adrian Galbas am Samstag. Er hebe deshalb die Fleischabstinenz für den kommenden Freitag für alle Gläubigen "innerhalb der Grenzen des Erzbistums Warschau" auf.

Trump-Regierung will Todesstrafe ausweiten und Erschießungskommandos zulassen

Das US-Justizministerium will die Todesstrafe für Schwerverbrechen auf Bundesebene ausweiten und dafür die Hinrichtungsmethoden unter anderem um Erschießungskommandos erweitern. "Die vorherige Regierung ist ihrer Pflicht, das amerikanische Volk zu schützen, nicht nachgekommen, indem sie sich weigerte, die Höchststrafe gegen die gefährlichsten Verbrecher, darunter Terroristen, Kindermörder und Polizistenmörder zu verhängen", erklärte Justizminister Todd Blanche am Freitag.

US-Staatsanwältin stellt Ermittlungen gegen Notenbankchef Powell ein

Die US-Justiz hat die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Notenbankchef Jerome Powell eingestellt und damit den Weg für die Ernennung eines Nachfolgers freigemacht. Staatsanwältin Jeanine Pirro erklärte am Freitag in Onlinediensten, statt der Justiz werde nun die interne Aufsicht der Federal Reserve (Fed) die Kosten für die Renovierung des Notenbankgebäudes untersuchen. Dementsprechend habe sie angewiesen, die Ermittlungen gegen Powell nun einzustellen.

Textgröße ändern: