Pallade Veneta - Pokémon-Aktion von McDonald's sorgt in Japan für Riesen-Ärger

Pokémon-Aktion von McDonald's sorgt in Japan für Riesen-Ärger


Pokémon-Aktion von McDonald's sorgt in Japan für Riesen-Ärger
Pokémon-Aktion von McDonald's sorgt in Japan für Riesen-Ärger / Foto: Brendan Smialowski - AFP/Archiv

Eine Werbeaktion mit Pokémon-Karten hat McDonald's in Japan Riesen-Ärger eingehandelt. In Onlinemedien wurde dem Fastfood-Konzern unter anderem Lebensmittelverschwendung vorgeworfen, das Unternehmen musste sich entschuldigen. Es hatte bei "Happy Meal"-Bestellungen eine Pokémon-Sammelkarte versprochen. Fans der in Japan sehr beliebten kleinen Monster kauften daraufhin massenhaft diese Menüs - warfen die Burger weg und behielten die Sammelkarten.

Textgröße ändern:

Die Werbeaktion startete am vergangenen Freitag - und ging nach hinten los. Einzelne Kunden kauften gleich dutzende der eigentlich für Kinder gedachten "Happy Meal"-Menüs, die neben einem Burger und Pommes Frites auch ein Getränk und ein Fruchtpüree enthalten.

Doch das Essen interessierte viele Käufer nicht, sie hatten es nur auf die damit ausgegebene Sammelkarte abgesehen - die sie dann oft im Internet für viel Geld weiterverkauften. In Online-Medien tauchten zahlreiche Fotos auf, die Plastiktüten voller ungegessener Burger und Pommes zeigen.

Zudem gab es Beschwerden über lange Warteschlangen vor McDonald's-Filialen. "Wegen dieser Leute konnte ich meiner Tochter kein Happy Meal kaufen", schrieb ein Nutzer auf X. "Ich bin sicher, es gibt erwachsene Pokémon-Fans, die die Karten wirklich wollen, aber diese Weiterverkäufer sind wirklich peinlich", schrieb ein anderer. "Sie werfen Essen weg … für wie viel Profit?"

Angesichts der Kritik entschuldigte sich McDonald's. Es habe einige Fälle von "Massenkäufen durch Kunden zum Weiterverkauf" gegeben, gestand der Konzern ein. Dies habe dazu geführt, dass "unsere Lebensmittel weggeworfen oder entsorgt wurden".

Um gegenzusteuern, solle nun eine strengere Obergrenze für zukünftige "Happy Meal"-Käufe eingeführt werden. Der US-Fast-Food-Riese kündigte außerdem an, Online-Shops zu effektiveren Maßnahmen gegen den Weiterverkauf der Karten zu verpflichten.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Sorgerechtsstreit als mutmaßliches Motiv: Sechs Tote bei Schusswaffenangriff in Stade

Nach dem Schusswaffenangriff mit sechs Toten in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade liegt das Motiv nach ersten Erkenntnissen der Ermittler in einem Sorgerechtsstreit. Bei dem kurz nach der Tat festgenommenen mutmaßlichen Schützen handle es sich um einen 45-jährigen Deutschen, dessen drei Monate alte Tochter mitsamt der 34-jährigen Kindsmutter in der Einrichtung untergebracht gewesen sei, sagte die Lüneburger Polizeipräsidentin Kathrin Schuol am Montag vor Journalisten in Stade. Die Getöteten waren demnach Mitarbeitende eines Jugendhilfeträgers und des Jugendamts.

Sechs Tote bei Schusswaffenangriff in Stade: Verdächtiger ist 45-Jähriger Deutscher

Bei dem festgenommenen Tatverdächtigen zum Schusswaffenangriff in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade mit sechs Toten handelt es sich um einen 45-jährigen Deutschen. Der Mann aus dem Raum Hannover sei am Montag im Zusammenhang mit einer "Sorgerechtssache" in der Einrichtung gewesen, in der seine dreimonatige Tochter und die Kindsmutter untergebracht gewesen seien, sagte die Lüneburger Polizeipräsidentin Kathrin Schuol vor Journalisten in Stade.

Oberstes US-Gericht hält Missbrauchsurteil gegen Trump aufrecht

US-Präsident Donald Trump muss der Journalistin E. Jean Carroll fünf Millionen Dollar (rund 4,4 Millionen Euro) Entschädigung wegen sexuellen Missbrauchs und späterer Verleumdung zahlen. Trump scheiterte am Montag vor dem Obersten Gericht der USA mit dem Versuch, das Urteil aus unterer Instanz aufheben zu lassen. Der Supreme Court in Washington wies den Fall ohne Angabe von Gründen ab.

Polizei nennt Schusswaffenangriff mit sechs Toten in Stade "Familientragödie"

Bei dem Schusswaffenangriff in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade mit sechs Toten hat es sich nach Polizeiangaben um eine "erweiterte Familientragödie" gehandelt. Es gehe "nicht in Richtung Femizid oder auch politischer Hintergrund", sagte ein Polizeisprecher in Lüneburg am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Das Motiv für die Gewalttat liege vielmehr "im Umfeld der Jugendhilfeeinrichtung begründet".

Textgröße ändern: