Pallade Veneta - UNO: Seit Ende Mai mindestens 1760 hilfesuchende Menschen im Gazastreifen getötet

UNO: Seit Ende Mai mindestens 1760 hilfesuchende Menschen im Gazastreifen getötet


UNO: Seit Ende Mai mindestens 1760 hilfesuchende Menschen im Gazastreifen getötet
UNO: Seit Ende Mai mindestens 1760 hilfesuchende Menschen im Gazastreifen getötet / Foto: - - AFP/Archiv

Im Gazastreifen sind UN-Angaben zufolge seit Ende Mai mindestens 1760 hilfesuchende Menschen getötet worden. Das UN-Menschenrechtsbüro für die palästinensischen Gebiete warf der israelischen Armee am Freitag vor, für "die meisten dieser Tötungen" verantwortlich zu sein. In den betroffenen Zonen hielten sich zwar auch andere bewaffnete Kämpfer auf, die UNO habe aber "keine Informationen über ihre Beteiligung an den Tötungen".

Textgröße ändern:

994 Menschen seien in der Nähe von Verteilzentren der von Israel finanzierten Stiftung Gaza Humanitarian Foundation (GHF) getötet worden, erklärte das UN-Menschenrechtsbüro weiter. 766 Menschen seien entlang der Routen der Hilfskonvois getötet worden. Am 1. August hatte das UN-Büro noch 1373 Todesfälle seit Ende Mai im Zusammenhang mit Hilfslieferungen im Gazastreifen vermeldet.

Nach Angaben des von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Zivilschutzes im Gazastreifen wurden am Freitag 23 Menschen bei israelischen Angriffen getötet, zwölf von ihnen sollen demnach auf humanitäre Hilfe gewartet haben. Das israelische Militär erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP, es werde diese Angaben überprüfen. Der Gazastreifen ist für Journalisten kaum zugänglich, AFP kann die Informationen deshalb nicht unabhängig überprüfen.

Das israelische Sicherheitskabinett hatte vor einer Woche eine Ausweitung des Einsatzes gegen die Hamas beschlossen. Das Militär will nach eigenen Angaben die Stadt Gaza und die in Al-Mawasi im Zentrum des Gazastreifens liegenden Flüchtlingslager einnehmen.

Die Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem beispiellosen Großangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 den Krieg im Gazastreifen ausgelöst. Bei dem Angriff wurden nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet, 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Fast zwei Jahre danach hält die Hamas in dem Palästinensergebiet noch immer 49 Geiseln in ihrer Gewalt. Nur 22 von ihnen sind nach Einschätzung der israelischen Armee noch am Leben.

Israel geht seit dem Hamas-Großangriff massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden bislang mehr als 61.700 Menschen getötet. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen, werden von den Vereinten Nationen aber als realistisch eingestuft.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Neuer Oberbürgermeister Krause eröffnet Münchner Oktoberfest mit Fassanstich

Mit dem traditionellen Fassanstich und dem Ausruf "O'zapft is - auf eine friedliche Wiesn" beginnt am Samstag (12.00 Uhr) das Münchner Oktoberfest. Erstmals wird der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das weltweit größte Volksfest eröffnen. Er reicht die erste Maß Bier nach dem Anzapfen an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

Trump verbietet Medien CNN, MS NOW und Politico Zutritt zu Weißem Haus

US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW - ehemals MSNBC - sowie der Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", fügte er hinzu.

Sarg von norwegischem König Harald V. nimmt CO2 auf

Der Ende August gestorbene norwegische König Harald V. ist nach Angaben des Königshauses in einem Sarg aus Kohlendioxid absorbierendem Silikatgestein bestattet worden. Haralds letzte Ruhestätte hat die Form eines Schiffes und besteht aus Olivin - einem grünlichen, rund 400 Millionen Jahre alten Silikatgestein, das in Westnorwegen abgebaut wird, wie der Palast am Freitag mitteilte.

Nach Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: Hinweise auf antisemitisches Motiv

Nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal haben sich die Hinweise auf ein antisemitisches Tatmotiv verdichtet. Äußerungen des 37-jährigen Verdächtige bereits während seiner Festnahme deuteten auf ein antisemitisches Tatmotiv hin, teilte die Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mit. Der Mann soll am Donnerstag einen Brandsatz an der Eingangstür eines zur Synagoge gehörenden Cafés gelegt haben.

Textgröße ändern: