Pallade Veneta - Schmierereien und Steinwürfe: Ermittlungen nach Demos in Berlin und Leipzig

Schmierereien und Steinwürfe: Ermittlungen nach Demos in Berlin und Leipzig


Schmierereien und Steinwürfe: Ermittlungen nach Demos in Berlin und Leipzig
Schmierereien und Steinwürfe: Ermittlungen nach Demos in Berlin und Leipzig / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Bei Demonstrationen unter anderem zum Nahostkonflikt sind in Berlin und Leipzig Gebäude und Autos beschädigt und Dutzende Menschen vorläufig festgenommen worden. In Berlin wurde die Fassade des Auswärtigen Amts mit roter Farbe beschmiert, wie die Polizei am Freitag mitteilte. In Leipzig wurden die Fensterscheiben eines Wahlkreisbüros mit Steinen eingeworfen.

Textgröße ändern:

Bei dem Vorfall in Berlin sahen Polizisten drei Frauen und einen Mann, die rote Farbe gegen die Fassade des Auswärtigen Amtes kippten und im Eingangsbereich verschütteten. Außerdem schrieben sie etwas auf dem Boden, nach Angaben eines Polizeisprechers mutmaßlich mit Bezug zum Nahostkonflikt. Sie wurden vorläufig festgenommen und bekamen Platzverweise.

Dennoch hätten sie später an einer Kundgebung vor dem Auswärtigen Amt teilgenommen, erklärte die Polizei, und seien erneut festgenommen worden. In Berlin-Mitte sowie in den Stadtteilen Wedding und Tiergarten fanden mehrere Versammlungen statt, bei denen unter anderem gegen das Abfangen der Gaza-Hilfsflotte mit pro-palästinensischen Aktivisten protestiert wurde.

An Kundgebungen auf dem Berliner Alexanderplatz nahmen nach Polizeiangaben bis zu 800 Menschen teil. Bei einer Mahnwache habe es keine Störungen gegeben. Bei einer anderen Kundgebung hätten Teilnehmer aber versucht, zu einer Gegendemonstration vorzudringen. Es sei Pyrotechnik gezündet worden, verbotene Parolen wurden gerufen. Außerdem seien Polizeibeamte mit Böllern, Flaschen und Steinen angegriffen worden.

Ähnliche Vorfälle habe es im Wedding gegeben. Insgesamt nahm die Polizei in Berlin bei den Einsätzen am Donnerstag 80 Menschen vorläufig fest. Sie leitete 61 Strafverfahren ein, unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Angriffen auf Polizisten, Sachbeschädigung und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz.

In Leipzig zogen in der Nacht zu Freitag mehrere Menschen durch den Stadtteil Plagwitz. Die Polizei ordnete sie dem "linksextremistischen Spektrum" zu. Sie seien teilweise vermummt gewesen, erklärten die Beamten, und hätten Transparente zum Nahostkonflikt und zu Gefangenen dabei gehabt.

Die Unbekannten hätten mindestens zwei Autos beschädigt und Steine nicht nur auf das Abgeordnetenbüro, sondern auch auf eine Bank und eine Haltestelle geworfen. Außerdem hätten sie erfolglos versucht, ein Auto anzuzünden. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs.

F.Amato--PV

Empfohlen

Neuer Oberbürgermeister Krause eröffnet Münchner Oktoberfest mit Fassanstich

Mit dem traditionellen Fassanstich und dem Ausruf "O'zapft is - auf eine friedliche Wiesn" beginnt am Samstag (12.00 Uhr) das Münchner Oktoberfest. Erstmals wird der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das weltweit größte Volksfest eröffnen. Er reicht die erste Maß Bier nach dem Anzapfen an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).

Trump verbietet Medien CNN, MS NOW und Politico Zutritt zu Weißem Haus

US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW - ehemals MSNBC - sowie der Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", fügte er hinzu.

Sarg von norwegischem König Harald V. nimmt CO2 auf

Der Ende August gestorbene norwegische König Harald V. ist nach Angaben des Königshauses in einem Sarg aus Kohlendioxid absorbierendem Silikatgestein bestattet worden. Haralds letzte Ruhestätte hat die Form eines Schiffes und besteht aus Olivin - einem grünlichen, rund 400 Millionen Jahre alten Silikatgestein, das in Westnorwegen abgebaut wird, wie der Palast am Freitag mitteilte.

Nach Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: Hinweise auf antisemitisches Motiv

Nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge in Wuppertal haben sich die Hinweise auf ein antisemitisches Tatmotiv verdichtet. Äußerungen des 37-jährigen Verdächtige bereits während seiner Festnahme deuteten auf ein antisemitisches Tatmotiv hin, teilte die Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mit. Der Mann soll am Donnerstag einen Brandsatz an der Eingangstür eines zur Synagoge gehörenden Cafés gelegt haben.

Textgröße ändern: