Pallade Veneta - Feuerwerksbatterie in Flüchtlingsunterkunft in Thüringen geworfen - Haftbefehle

Feuerwerksbatterie in Flüchtlingsunterkunft in Thüringen geworfen - Haftbefehle


Feuerwerksbatterie in Flüchtlingsunterkunft in Thüringen geworfen - Haftbefehle
Feuerwerksbatterie in Flüchtlingsunterkunft in Thüringen geworfen - Haftbefehle / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Nach einem Angriff mit Pyrotechnik auf eine Flüchtlingsunterkunft im thüringischen Gehren hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehle unter anderem wegen versuchten Mordes gegen sechs Tatverdächtige erlassen. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen werde von einer fremdenfeindlichen Motivation ausgegangen, teilte die Staatsanwaltschaft Erfurt am Freitag mit.

Textgröße ändern:

Drei Haftbefehle wurden demnach durch den Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Erfurt am Donnerstag in Vollzug gesetzt, in drei weiteren Fällen wurden die Haftbefehle gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Zudem gab es mehrere Durchsuchungen im Ilm-Kreis und im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt.

Die sechs Beschuldigten im Alter von 18 bis 21 Jahren sollen vor rund vier Wochen kurz vor Mitternacht eine Feuerwerksbatterie in ein Zimmer der Gemeinschaftsunterkunft in Gehren im Ilm-Kreis geworfen haben. Eine dreiköpfige Familie, die zu diesem Zeitpunkt in dem Raum aufhielt beziehungsweise dort schlief, konnte sich retten. Eine 46-jährige Frau verletzte sich bei der Flucht aus dem Raum.

Nach damaligen Angaben der Polizei warfen die Täter zunächst eine Fensterscheibe der Unterkunft mit einem Stein ein. Anschließend warfen sie Pyrotechnik durch die beschädigte Scheibe.

Gegen die Beschuldigten wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft wegen gemeinschaftlichen versuchten Mordes in Tateinheit mit versuchter besonders schwerer Brandstiftung, gefährlicher Körperverletzung, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung oder wegen Beihilfe dazu ermittelt.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Nahe Flugzeugträger: USA schießen iranische Drohne im Arabischen Meer ab

Die USA haben nach Pentagon-Angaben eine iranische Drohne im Arabischen Meer abgeschossen. Die Drohne habe sich auf "aggressive" Weise dem Flugzeugträger USS "Abraham Lincoln" genähert, teilte ein Militärsprecher am Dienstag in Washington mit. Der Abschuss durch ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-35C sei zur "Selbstverteidigung" erfolgt, um den Flugzeugträger und die Besatzung zu schützen.

Gemeinde Crans-Montana spendet über eine Million Euro für Opfer der Brandkatastrophe

Die Schweizer Gemeinde Crans-Montana spendet eine Million Schweizer Franken für die Opfer und Hinterbliebenen der verheerenden Brandkatastrophe in der Silvesternacht. "Wir sind uns bewusst, dass Geld keine Wunden heilen kann, aber wir hoffen, den von dieser Tragödie betroffenen Familien helfen und die Solidarität der Gemeinde Crans-Montana zum Ausdruck bringen zu können", erklärte am Dienstag Gemeindepräsident Nicolas Féraud.

Französische Justiz will X-Eigentümer Musk anhören - Durchsuchungen in Büros

Die französische Justiz weitet ihr Vorgehen gegen die Online-Plattform X aus: Die Behörden durchsuchten Büroräume des Unternehmens und wollen X-Eigentümer Elon Musk befragen. Musk sei für den 20. April in Paris zu einer "freiwilligen Anhörung" geladen, teilte die Staatsanwaltschaft in Paris am Dienstag mit. Ärger dräut X auch in Großbritannien, wo die Datenschutzbehörde eine Untersuchung wegen KI-generierter Pornobilder anstieß.

Menschenrechtsgericht verurteilt Russland wegen Inhaftierung Nawalnys

Zwei Jahre nach dem Tod des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny in einem russischen Straflager hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Russland wegen "rechtswidriger Inhaftierung" und "unmenschlicher Behandlung" verurteilt. Die Straßburger Richter verurteilten Russland am Dienstag zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von 26.000 Euro, was voraussichtlich keine Folgen haben wird, da Russland Entscheidungen des Gerichts ignoriert.

Textgröße ändern: