Pallade Veneta - Tödliche Bärenangriffe in Japan: Gouverneur fordert Hilfe der Armee an

Tödliche Bärenangriffe in Japan: Gouverneur fordert Hilfe der Armee an


Tödliche Bärenangriffe in Japan: Gouverneur fordert Hilfe der Armee an
Tödliche Bärenangriffe in Japan: Gouverneur fordert Hilfe der Armee an / Foto: Richard A. Brooks - AFP

Nach außergewöhnlich vielen tödlichen Bärenangriffen in Japan hat ein Gouverneur die Unterstützung der Armee angefordert. Das Leben der Bürger könne ohne die Hilfe der Streitkräfte nicht mehr geschützt werden, erklärte Kenta Suzuki, Gouverneur der nördlichen Präfektur Akita, am Dienstag gegenüber dem japanischen Verteidigungsminister. Seit Anfang des Jahres wurden in Japan bereits zehn Menschen durch Bärenangriffe getötet. Das ist ein neuer Höchststand.

Textgröße ändern:

Bisher hatte das Jahr 2024 die meisten Toten durch Bärenangriffe verzeichnet - damals kamen sechs Menschen auf diese Art ums Leben.

"Angriffe auf Hals und Gesicht sind extrem häufig", sagte Suzuki. Er wies darauf hin, dass die Tiere nicht mehr nur in den Bergen, sondern auch in städtischen Gebieten vorkommen. Es sei nicht normal, dass das Leben der Einwohner derart durch die Bären beeinträchtigt werde, fügte der Gouverneur hinzu.

Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi antwortete darauf, dass die Regierung "die Fähigkeiten und Befugnisse" voll ausschöpfen werde, um die Sicherheit wiederherzustellen.

Ein Beamter des Umweltministeriums, das die Bärenangriffe überwacht, bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, das es in diesem Jahr bereits zehn Tote gegeben hat. Das jüngste Opfer sei in der vergangenen Woche im Bergdorf Akita angegriffen und tödlich verletzt worden.

Seit ein paar Jahren sind in Japan vermehrt wild lebende Bären zu beobachten, mitunter sogar in Wohngebieten. Als Gründe gelten unter anderem die durch den Klimawandel ausgelöste Futterknappheit sowie der Rückgang der Bevölkerung in Japans ländlichen Gebieten. Bären haben Touristen angegriffen, sind in Geschäfte eingedrungen und in der Nähe von Parks und Schulen gesichtet worden. Die Regierung kündigte eine stärkere Bekämpfung der Tiere an.

In Japan leben zwei Bärenarten: der Asiatische Schwarzbär oder Kragenbär sowie der größere Braunbär. Braunbären können eine halbe Tonne wiegen und schneller laufen als Menschen. Jedes Jahr werden tausende Exemplare abgeschossen, durch die im Durchschnitt immer älter werdende Bevölkerung in Japan gibt es jedoch immer weniger Jäger.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Nahe Flugzeugträger: USA schießen iranische Drohne im Arabischen Meer ab

Die USA haben nach Pentagon-Angaben eine iranische Drohne im Arabischen Meer abgeschossen. Die Drohne habe sich auf "aggressive" Weise dem Flugzeugträger USS "Abraham Lincoln" genähert, teilte ein Militärsprecher am Dienstag in Washington mit. Der Abschuss durch ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-35C sei zur "Selbstverteidigung" erfolgt, um den Flugzeugträger und die Besatzung zu schützen.

Gemeinde Crans-Montana spendet über eine Million Euro für Opfer der Brandkatastrophe

Die Schweizer Gemeinde Crans-Montana spendet eine Million Schweizer Franken für die Opfer und Hinterbliebenen der verheerenden Brandkatastrophe in der Silvesternacht. "Wir sind uns bewusst, dass Geld keine Wunden heilen kann, aber wir hoffen, den von dieser Tragödie betroffenen Familien helfen und die Solidarität der Gemeinde Crans-Montana zum Ausdruck bringen zu können", erklärte am Dienstag Gemeindepräsident Nicolas Féraud.

Französische Justiz will X-Eigentümer Musk anhören - Durchsuchungen in Büros

Die französische Justiz weitet ihr Vorgehen gegen die Online-Plattform X aus: Die Behörden durchsuchten Büroräume des Unternehmens und wollen X-Eigentümer Elon Musk befragen. Musk sei für den 20. April in Paris zu einer "freiwilligen Anhörung" geladen, teilte die Staatsanwaltschaft in Paris am Dienstag mit. Ärger dräut X auch in Großbritannien, wo die Datenschutzbehörde eine Untersuchung wegen KI-generierter Pornobilder anstieß.

Menschenrechtsgericht verurteilt Russland wegen Inhaftierung Nawalnys

Zwei Jahre nach dem Tod des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny in einem russischen Straflager hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Russland wegen "rechtswidriger Inhaftierung" und "unmenschlicher Behandlung" verurteilt. Die Straßburger Richter verurteilten Russland am Dienstag zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von 26.000 Euro, was voraussichtlich keine Folgen haben wird, da Russland Entscheidungen des Gerichts ignoriert.

Textgröße ändern: