Pallade Veneta - Pariser Staatsanwaltschaft bildet Epstein-Sondereinheit

Pariser Staatsanwaltschaft bildet Epstein-Sondereinheit


Pariser Staatsanwaltschaft bildet Epstein-Sondereinheit
Pariser Staatsanwaltschaft bildet Epstein-Sondereinheit / Foto: Handout - US Department of Justice/AFP/Archiv

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat eine Sondereinheit für Ermittlungen zu möglichen Verbindungen von französischen Staatsbürgern zum US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gebildet. Das Team solle die Epstein-Dokumente auswerten und mögliche Straftaten von Franzosen aufdecken, erklärte die Staatsanwaltschaft am Samstag. Es könnte sich dabei um potenzielle "Straftaten verschiedener Art, einschließlich solcher sexueller oder finanzieller Natur" handeln.

Textgröße ändern:

Die Pariser Staatsanwaltschaft will bei den Ermittlungen mit der nationalen Staatsanwaltschaft für Finanzvergehen (PNF) und der französischen Kriminalpolizei zusammenarbeiten.

Zugleich kündigte die Ermittlungsbehörde an, den Fall des früheren Model-Agenten Jean-Luc Brunel neu aufzurollen, der vor seinem Tod von mehreren Models der Vergewaltigung beschuldigt worden war. Der Franzose war ein Geschäftspartner von Epstein.

Brunel wurde 2022 tot in der Gefängniszelle aufgefunden - so wie Epstein 2019 in einem Gefängnis in New York. Die französische Staatsanwaltschaft ging bei ihren Ermittlungen unter anderem Verdächtigungen nach, dass Brunel "den Transport und die Unterkunft von jungen Mädchen oder jungen Frauen für Jeffrey Epstein organisiert" haben könnte.

Die Pariser Staatsanwaltschaft prüft auch drei weitere Fälle. Dabei geht es um einen Diplomaten, einen Dirigenten und einen Modelscout.

Seit der Veröffentlichung von drei Millionen Dokumenten aus den Epstein-Akten im Januar geraten auch in Frankreich immer mehr Politiker und Prominente unter Druck, die in den Dokumenten zitiert sind. So hat die Finanz-Staatsanwaltschaft Vorermittlungen gegen den früheren französischen Kulturministers Jack Lang eingeleitet. Dabei geht es um mutmaßliche finanziellen Verbindungen Langs und seiner Tochter Caroline mit Epstein.

Der bis in höchste Kreise von Politik und Wirtschaft vernetzte US-Investor Epstein soll mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente weitergereicht haben. Er war erstmals 2008 wegen Anstiftung einer Minderjährigen zur Prostitution verurteilt worden.

2019 wurde er wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Minderjährigen erneut festgenommen. Im August 2019 wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden. Nach Angaben der Behörden nahm er sich das Leben.

Die Veröffentlichung von Epstein-Akten hat in zahlreichen Ländern für Schlagzeilen gesorgt. Eine Erwähnung in den Akten bedeutet noch keine Verwicklung in Epsteins Affären oder gar strafrechtlich relevantes Verhalten. Die in den Epstein-Akten erwähnten Prominenten, unter ihnen US-Präsident Donald Trump, versichern zumeist, vom Ausmaß der kriminellen Machenschaften Epsteins nichts gewusst zu haben.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

EKD-Ratsvorsitzende sieht in Osterbotschaft Hoffnung in Zeiten von Krieg

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, hat angesichts der Verunsicherung der Menschen durch Krisen und Kriege die Osterbotschaft als "elementare Quelle von Hoffnung und Halt" bezeichnet. Fehrs erklärte am Donnerstag, "die Osterbotschaft der Auferstehung Jesu Christi ist eine der machtvollsten Hoffnungsgeschichten, die wir kennen".

Mann in den USA wegen Todesdrohungen gegen Trump auf Facebook festgenommen

Die US-Bundesbehörden haben einen Mann wegen Todesdrohungen gegen US-Präsident Donald Trump im Online-Netzwerk Facebook festgenommen. Das US-Justizministerium teilte am Mittwoch mit, dass der 45 Jahre alte Andrew Emerald zwischen Mai und Juli 2025 insgesamt acht Botschaften mit Drohungen gegen Trump auf Facebook veröffentlicht habe. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Zwei Menschen bei Messerangriff in Solingen lebensgefährlich verletzt

Bei einem Messerangriff im nordrhein-westfälischen Solingen sind zwei Menschen lebensgefährlich verletzt worden. Ein 46-Jähriger habe bei einem Streit auf offener Straße auf einen 48-Jährigen eingestochen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Wuppertal am Mittwochabend mit. Ein 52-Jähriger, der bei dem Streit habe schlichten wollen, sei ebenfalls von dem 46-Jährigen mit dem Messer attackiert worden. Die beiden lebensgefährlich verletzten Männer seien ins Krankenhaus gebracht und operiert worden.

Streik im Westjordanland: Palästinenser protestieren gegen Israels Todesstrafe-Gesetz

Im Westjordanland haben am Mittwoch zahlreiche Menschen gegen die vom israelischen Parlament beschlossene Einführung der Todesstrafe für wegen Terrorismusvorwürfen verurteilte Palästinenser protestiert. Viele Geschäfte und öffentliche Einrichtungen in dem Palästinensergebiet blieben am Mittwoch geschlossen, wie AFP-Reporter berichteten. Die Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte am Dienstag zu einem Generalstreik im Westjordanland aufgerufen.

Textgröße ändern: