Pallade Veneta - Lebenslange Haft nach Raubmord mit mindestens 30 Messerstichen in Schleswig

Lebenslange Haft nach Raubmord mit mindestens 30 Messerstichen in Schleswig


Lebenslange Haft nach Raubmord mit mindestens 30 Messerstichen in Schleswig
Lebenslange Haft nach Raubmord mit mindestens 30 Messerstichen in Schleswig / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Nach einem Raubmord in einem öffentlichen Park im schleswig-holsteinischen Schleswig ist ein Mann zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Flensburg sprach den 26-Jährigen am Mittwoch unter anderem wegen Mordes aus Habgier in Tateinheit mit besonders schwerem Raub mit Todesfolge schuldig, wie ein Sprecher mitteilte. Laut Anklage hatte er sein Opfer erstochen, um dadurch an Wertgegenstände und Drogen zu gelangen.

Textgröße ändern:

Die Tat ereignete sich Anfang Juli vergangenen Jahres, bei dem Opfer handelte es sich um einen 41-Jährigen. Der Mann starb laut Anklage durch mindestens 30 Messerstiche. Früheren Behördenangaben zufolge kannten sich der Verdächtige und das Opfer. Sie trafen sich demnach nachts in dem Park, wobei es aus unklaren Gründen zu einem Streit kam.

Ein Passant entdeckte das tödlich verletzte Opfer in einem Gebüsch und wählte den Notruf. Der Beschuldigte wurde unmittelbar darauf von Polizisten am etwa 200 Meter entfernten Bahnhof in Schleswig festgenommen und kam später in Untersuchungshaft. Nach Feststellungen des Gerichts tötete er den 41-Jährigen, um diesen berauben zu können.

Hinweise auf eine verminderte Schuldfähigkeit sah das Gericht nicht und folgte darin den Ausführungen eines Sachverständigen. Das Urteil entsprach den Forderungen der Staatsanwaltschaft, auch die Nebenklage hatte nach Gerichtsangaben eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert.

Die Verteidigung sprach sich unter anderem für eine Verurteilung wegen Totschlags aus. Das Gericht verurteilte den Angeklagten im Rahmen eines sogenannten Adhäsionsverfahrens am Mittwoch zugleich dazu, Hinterbliebenengeld und Schadenersatz in Höhe von insgesamt rund 45.000 Euro an die Eltern und die Geschwister des Getöteten zu bezahlen.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Pariser Staatsanwaltschaft sucht nach möglichen weiteren Epstein-Opfern

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat mögliche Opfer des US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein aufgerufen, sich bei der Justiz zu melden. "Wir stehen an der Seite der Opfer, wir werden ihre Aussagen aufnehmen, seien es Strafanzeigen oder Zeugenaussagen", sagte die Staatsanwältin Laure Beccuau am Mittwoch dem Sender France Info. Die jüngste Veröffentlichung der Epstein-Akten wecke vermutlich bei vielen Opfern alte Traumata, sagte Beccuau.

Parteisitz der französischen Linkspopulisten nach Bombendrohung geräumt

Vor dem Hintergrund politischer Spannungen nach dem gewaltsamen Tod eines ultrarechten Aktivisten in Frankreich ist die Parteizentrale der linkspopulistischen Partei La France Insoumise (LFI) wegen einer Bombendrohung vorübergehend geräumt worden. "Die Polizei ist im Einsatz, alle Beschäftigten und Parteimitglieder sind in Sicherheit", schrieb der LFI-Koordinator Manuel Bompard am Mittwoch im Onlinedienst X. Bei dem Polizeieinsatz in Paris sei kein Sprengstoff gefunden worden, hieß es später in informierten Kreisen.

13-Jähriger in Nordrhein-Westfalen mit gestohlenem Winterdiensttraktor unterwegs

Ein 13-jähriger Junge hat in Olpe am Dienstag einen Winterdiensttraktor von einem Firmenparkplatz gestohlen. Der Besitzer fand das Streufahrzeug nach dem Einschalten der Polizei selbst in einer öffentlichen Straße wieder, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Mittwoch mitteilte. Auf dem Fahrersitz saß der Junge, der den Diebstahl zugab.

Schmieröl als Diesel verkauft: Großrazzia gegen mutmaßliche Steuerbetrüger

Ermittler sind zu einer bundesländerübergreifenden Razzia wegen des illegalen Verkaufs von unversteuertem und potenziell minderwertigem Dieselkraftstoff ausgerückt. Durchsuchungen fanden am Dienstag an mehreren Orten in sechs Bundesländer statt, wie der Zoll im niedersächsischen Hannover und die Staatsanwaltschaft in Göttingen am Mittwoch mitteilten. Sie richteten sich gegen ein Netzwerk mutmaßlicher Steuerbetrüger, die Schmieröle aus dem Ausland importiert und als vermeintlich regulär versteuerten Diesel vertrieben haben sollen.

Textgröße ändern: