Pallade Veneta - Urteil: Corona-Erkrankung von Lehrer nach Klassenfahrt kein Dienstunfall

Urteil: Corona-Erkrankung von Lehrer nach Klassenfahrt kein Dienstunfall


Urteil: Corona-Erkrankung von Lehrer nach Klassenfahrt kein Dienstunfall
Urteil: Corona-Erkrankung von Lehrer nach Klassenfahrt kein Dienstunfall / Foto: Damien MEYER - AFP/Archiv

Die Corona-Erkrankung eines verbeamteten Lehrers nach einer Klassenfahrt ist einem Gerichtsurteil zufolge kein Dienstunfall. Das Verwaltungsgericht Münster wies die Klage eines Pädagogen aus dem Kreis Warendorf in Nordrhein-Westfalen ab, wie es am Mittwoch mitteilte. Der Kläger habe nicht nachweisen können, dass er sich tatsächlich auf der Klassenfahrt angesteckt habe, hieß es zur Begründung.

Textgröße ändern:

Der Lehrer hatte nach Gerichtsangaben Ende 2022 an einer Klassenfahrt mit rund 80 Schülerinnen und Schülern nach Berlin teilgenommen. Kurz nach der Rückkehr wurde bei ihm eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt. Er machte geltend, er habe sich während der Dienstzeit auf der Reise angesteckt und sei dort einem erhöhten Risiko ausgesetzt gewesen.

Das Gericht entschied, eine Infektionskrankheit könne zwar grundsätzlich als Dienstunfall anerkannt werden. Voraussetzung sei jedoch, dass feststehe, dass die Ansteckung zu einem konkret bestimmbaren Zeitpunkt an einem bestimmten Ort im Dienst erfolgt sei. Das habe der Kläger jedoch nicht nachweisen können.

Zwar sei nach den Inkubationszeiten des Virus eine Ansteckung während der Klassenfahrt wahrscheinlich. Eine Infektion im privaten Umfeld sei aber nicht auszuschließen.

Auch eine Anerkennung als Berufskrankheit komme nicht in Betracht, entschied das Gericht weiter. Der Lehrer sei während der Klassenfahrt keiner deutlich höheren Infektionsgefahr ausgesetzt gewesen als die Allgemeinbevölkerung. Das Urteil fiel Ende Februar und ist nicht rechtskräftig.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Angreifer erschießt sechs Menschen in Kiew - Polizei tötet Täter nach Geiselnahme in Laden

Ein Angreifer hat in einem Wohnviertel der ukrainischen Hauptstadt Kiew sechs Menschen getötet. Weitere 14 Menschen wurden nach der Gewalttat am Samstag mit Verletzungen und Traumata ins Krankenhaus eingeliefert, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte. Der Täter hatte nach Angaben der Ermittler auf der Straße das Feuer eröffnet und dann in einem Supermarkt mehrere Geiseln genommen. Er wurde von Sondereinsatzkräften der Polizei getötet.

Angreifer erschießt fünf Menschen in Kiew - Polizei tötet Täter nach Geiselnahme in Laden

Ein Angreifer hat in einem Wohnviertel der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens fünf Menschen getötet. Weitere zehn Menschen wurden nach der Gewalttat am Samstag mit Verletzungen und Traumata ins Krankenhaus eingeliefert, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte. Der Täter hatte nach Angaben der Ermittler auf der Straße das Feuer eröffnet und dann in einem Supermarkt mehrere Geiseln genommen. Er wurde von Sondereinsatzkräften der Polizei getötet.

Papst: Künstliche Intelligenz verstärkt "Konflikte, Angst und Gewalt"

In einer Rede vor Studierenden in Kamerun hat Papst Leo XIV. am Freitag vor einer Verstärkung von "Polarisierung, Konflikten, Angst und Gewalt" durch die Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) gewarnt. Zugleich kritisierte er die "Zerstörung der Umwelt" durch die Ausbeutung seltener Erden zur Beschleunigung des digitalen Wandels.

Tod von Siebenjährigem bei Schwimmunterricht: Mildere Strafen in Konstanz

In einem Berufungsverfahren um den Tod eines siebenjährigen Jungen beim Schwimmunterricht in Konstanz sind die Strafen für zwei Lehrerinnen gemildert worden. Das Landgericht Konstanz änderte ein vorhergehendes Urteil ab und verhängte Geldstrafen in Höhe von 9000 Euro und 8500 Euro, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Im Februar 2025 waren die Lehrerinnen wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden. Das Kind war im September 2023 ertrunken.

Textgröße ändern: