Pallade Veneta - Nagelbombe nahe New Yorker Bürgermeisterresidenz: Polizei ermittelt wegen "Terrors"

Nagelbombe nahe New Yorker Bürgermeisterresidenz: Polizei ermittelt wegen "Terrors"


Nagelbombe nahe New Yorker Bürgermeisterresidenz: Polizei ermittelt wegen "Terrors"
Nagelbombe nahe New Yorker Bürgermeisterresidenz: Polizei ermittelt wegen "Terrors" / Foto: CHARLY TRIBALLEAU - AFP/Archiv

In New York gibt es Ermittlungen nach dem Wurf einer Nagelbombe während einer Demonstration vor der Residenz von Bürgermeister Zohran Mamdani. Die New Yorker Polizeichefin Jessica Tisch sagte am Montag, der Vorfall vom Samstag werde als möglicher "Terror"-Akt eingestuft. Verletzt wurde dabei niemand. Zwei Verdächtige wurden festgenommen.

Textgröße ändern:

Polizeichefin Tisch sagte weiter, der Angriff mit dem selbst gebauten Sprengsatz sei nach Einschätzung der Behörden von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beeinflusst. Einen Zusammenhang mit dem Iran-Krieg gebe es offenbar nicht.

Der Vorfall ereignete sich während einer Demonstration vor der Residenz Mamdanis unter dem Motto "Stoppt die islamische Übernahme von New York". Zu der Kundgebung hatte der Rechtsaußen-Aktivist Jake Lang aufgerufen. Rund 20 Menschen beteiligten sich, eine Gegendemonstration unter dem Motto "Vertreibt die Nazis aus der Stadt" zog 125 Teilnehmer an. Mamdani, seit Januar der erste muslimische Bürgermeister von New York, war zu diesem Zeitpunkt nicht in dem Gebäude anwesend.

Ein AFP-Korrespondent hörte während Langs Kundgebung, wie der später festgenommene Verdächtige Emir B. "Allahu akbar" (Gott ist der Größte) rief. Die Ermittler legen ihm zur Last, die mit Bolzen, Schrauben und Sprengstoff gefüllte Bombe geworfen zu haben. "Zeugen berichteten, sie hätten Flammen und Rauch gesehen, als der Gegenstand durch die Luft flog, bevor er wenige Fuß von Polizeibeamten entfernt auf eine Absperrung prallte", hatte Tisch am Samstag gesagt.

AFP-Reporter sahen, wie der mit einem dunklen Kapuzensweatshirt bekleidete Emir B. nach dem Vorfall über eine Absperrung sprang, um Polizisten zu entkommen. Ein weiterer Verdächtiger soll ihm den Sprengsatz gereicht haben. Die beiden Festgenommenen sollten später einem Richter vorgeführt werden.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Bayern: Festnahme nach mutmaßlichem Mord an 45-Jährigem bei Feier in Coburg

Nach der mutmaßlichen Ermordung eines 45-Jährigen bei einer nächtlichen Feier in einer Wohnung im bayerischen Coburg haben Ermittler einen Verdächtigen festgenommen. Er kam unter dem Verdacht des Mordes in Untersuchungshaft, wie die Polizei in Bayreuth und die Staatsanwaltschaft Coburg am Donnerstag mitteilten. Demnach handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen 35-Jährigen.

Festnahme in Brandenburg: IS-Anhänger soll Anschlag auf Kirche in Bremen geplant haben

Im brandenburgischen Landkreis Barnim ist ein Iraker festgenommen worden, der Anschläge in Deutschland geplant haben soll. Gailan Al-M. soll Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sein, wie die Bundesanwaltschaft am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte. Der Tatverdächtige habe bereits eine Kirche in Bremen ausgekundschaftet, die das erste Anschlagsziel habe sein sollen.

Aus Rotweinfass verschwunden: Unbekannte stehlen tausende Liter Maische von Weingut

Diebe haben auf einem Weingut im Schwarzwald tausende Liter Maische abgepumpt und abtransportiert. Ein Mitarbeiter meldete der Polizei am Donnerstagmorgen das Fehlen der Maische aus einem Rotweinfass, wie die Beamten in Offenburg mitteilten. Den Spuren zufolge hatten Unbekannte vermutlich am frühen Morgen die Traubenmasse vom Hof des Weinguts in Durbach an der Badischen Weinstraße mit einem Schlauch umgepumpt und ihr Diebesgut mit entsprechend großen Fahrzeugen weggebracht.

Gemischtes Echo auf Bas-Plan gegen Sozialmissbrauch

Der Aktionsplan von Bundessozialministerin Bärbel Bas (SPD) zur Bekämpfung von Sozialleistungsmissbrauch ist auf ein gemischtes Echo gestoßen. Der Deutsche Landkreistag begrüßte das Vorhaben am Donnerstag als wichtigen und überfälligen Schritt. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) warnte jedoch, der Aktionsplan verschärfe "die ohnehin prekäre Lage" wohnungsloser EU-Bürgerinnen und Bürger. Aus der Union kam indes die Forderung nach weiteren Verschärfungen.

Textgröße ändern: