Pallade Veneta - Bayern: Lebenslange Haft nach Todesschüssen auf Hochzeitsfeier in Fürth

Bayern: Lebenslange Haft nach Todesschüssen auf Hochzeitsfeier in Fürth


Bayern: Lebenslange Haft nach Todesschüssen auf Hochzeitsfeier in Fürth
Bayern: Lebenslange Haft nach Todesschüssen auf Hochzeitsfeier in Fürth / Foto: Yasuyoshi CHIBA - AFP/Archiv

Ein Jahr nach tödlichen Schüssen auf einer Hochzeitsfeier im bayerischen Fürth hat das Landgericht Nürnberg-Fürth den Todesschützen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann als "Akt der Selbstjustiz" auf der Feier den Vater seiner früheren Lebensgefährtin erschossen hatte, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag mitteilte. Der Vater und die beiden Brüder des Angeklagten müssen sich demnach ab Ende April wegen gemeinschaftlichen Mordes verantworten.

Textgröße ändern:

Zu den Todesschüssen auf den 47-Jährigen kam es auf einer von mehreren hundert Gästen besuchten Hochzeitsfeier. Das Gericht sah keine Tat im Affekt und auch keine psychische Erkrankung als Auslöser, sondern eine gemeinschaftlich von der Familie geplante Tat.

Demnach kam es nach der Trennung des Angeklagten von seiner Lebensgefährtin zu immer weiter eskalierenden Streitigkeiten zwischen den Familien des ehemaligen Paars. Dabei ging es um Geldforderungen.

In Begleitung seines Vaters und seiner Brüder habe der Angeklagte dann auf der Hochzeit die Familienehre wieder herstellen wollen und ein innerhalb seiner Familie gesprochenes Todesurteil gegen den Vater seiner früheren Partnerin vollstreckt, befand das Gericht.

Der Angeklagte hatte die Schüsse gestanden. Er gab aber im psychiatrischen Gutachten Halluzinationen und Albträume an. Der psychiatrische Sachverständige diagnostizierte laut Gericht eine Schizophrenie bei dem Mann.

Er wurde dennoch als schuldfähig eingestuft. Nach der Tat war der Todesschütze zunächst nach Frankreich geflohen. Dort stellte er sich aber wenige Tage später.

F.Amato--PV

Empfohlen

In Auto in Baden-Württemberg gefundenes totes Kind starb an Hitzschlag

Das in einem Auto in Baden-Württemberg gestorbene Kleinkind starb laut Obduktionsergebnis an einem Organversagen infolge eines Hitzschlags. Der Verdacht, dass die Mutter ihre Tochter über Stunden im Auto in Schorndorf vergessen hatte, habe weiter erhärtet werden können, teilte die Polizei Aalen am Freitag mit.

In Auto in Baden-Württemberg gefundenes totes Kind starb an Hitzeschlag

Das in einem Auto in Baden-Württemberg gestorbene Kleinkind starb laut Obduktionsergebnis an einem Organversagen infolge eines Hitzeschlags. Der Verdacht, dass die Mutter ihre Tochter über Stunden im Auto in Schorndorf vergessen hatte, habe weiter erhärtet werden können, teilte die Polizei Aalen am Freitag mit.

Neue Verhaftungswelle gegen CHP-Vertreter in der Türkei

Die türkische Regierung hat ihr Vorgehen gegen gewählte Vertreter der größten Oppositionspartei CHP abermals verstärkt: 37 von 47 mit Haftbefehl gesuchte Verdächtige wurden nach Angaben der Istanbuler Staatsanwaltschaft am Freitag wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen, darunter der Bürgermeister der Istanbuler Prinzeninseln, Ali Ercan Akpolat. Ihnen wird vorgeworfen, ungültige Baugenehmigungen auf der beliebten Inselgruppe vor der türkischen Metropole ausgestellt zu haben. Laut Staatsanwaltschaft erfolgten die Festnahmen in "vier Provinzen".

Verdacht auf Spionage für Russland in französischer Drohnenfabrik: Mann festgenommen

Wegen des Verdachts der Spionage für Russland in einer französischen Drohnenfabrik ist ein in Belarus geborener Mann festgenommen worden. Der 48-Jährige habe Anfang Juni den Prototyp einer Drohne eines Unternehmens gefilmt, das die ukrainischen und französischen Streitkräfte beliefere, erklärte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Paris. Geheimdienstermittlungen hätten ergeben, dass der in Spanien lebende Mann das Video an einen Kontakt in Russland geschickt habe. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft.

Textgröße ändern: