Pallade Veneta - Mehr als drei Jahre Haft wegen Missbrauchs für Priester: Tat auf Oktoberfest

Mehr als drei Jahre Haft wegen Missbrauchs für Priester: Tat auf Oktoberfest


Mehr als drei Jahre Haft wegen Missbrauchs für Priester: Tat auf Oktoberfest
Mehr als drei Jahre Haft wegen Missbrauchs für Priester: Tat auf Oktoberfest / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Das Landgericht München I hat in einem Missbrauchsprozess den katholischen Pater Piotr. M. am Mittwoch zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Er soll nach einem Oktoberfestbesuch zwei volltrunkene Jugendliche aus seiner Gemeinde zu vergewaltigen versucht haben, teilte ein Gerichtssprecher mit. Das Gericht verurteilte den Geistlichen wegen versuchten schweren sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen und dem Besitz jugendpornografischer Inhalte.

Textgröße ändern:

Nach den Feststellungen des Gerichts kam es ab 2005 in einer Gemeinde im Schwarzwald, wo der Geistliche seit 1997 tätig war, zu Übergriffen. Einem damals 14- oder 15-jährigen Jugendlichen habe er im Alkoholrausch in den Schritt gegriffen.

Bei einer Fahrt zum Münchner Oktoberfest mit diesem und einem weiteren Jugendlichen habe der Pater 2005 versucht, in die beiden sturzbetrunkenen Jugendlichen einzudringen. Die Vergewaltigung sei ihm aber nicht gelungen. Bei einer Durchsuchung fanden die Ermittler 2024 dann jugendpornografische Bilder auf dem Handy des Priesters.

Der Vorsitzende Matthias Braumandl hob dem Gerichtssprecher zufolge das vollumfängliche Geständnis hervor. Damit habe er Verantwortung übernommen. Das Gericht stufte den Angeklagten trotz Alkoholkonsums als voll schuldfähig ein. Die Taten in dem Pfarrheim waren nach dem zur Tatzeit geltenden Recht laut Gericht nicht strafbar.

Zu Lasten des Priesters wertete das Gericht, dass die beiden Tatopfer auch nach 20 Jahren noch erkennbar von der versuchten Vergewaltigung beeindruckt seien. Der Angeklagte habe zudem sein besonderes Vertrauensverhältnis als Pfarrer ausgenutzt.

Das Erzbistum Freiburg erklärte, das Urteil markiere einen wichtigen Schritt in der juristischen Aufarbeitung der Taten von Pater M.. Der Priester sei zwar Mitglied eines Ordens gewesen, seine Taten fanden trotzdem in der Erzdiözese statt.

Dem Bistum zufolge kamen die Ermittlungen nach einer Anzeige eines Betroffenen im Jahr 2023 zustande, der sich damals an die unabhängige Ansprechsperson des Erzbistums gewandt habe. Ohne seine Bereitschaft zur Anzeige wäre der Prozess nicht möglich gewesen.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Venezuelas Interims-Regierung spricht mit Opposition über demokratischen Übergang

Die venezolanische Interims-Regierung hat unter Vermittlung der USA Gespräche mit der Opposition über einen Demokratisierungsprozess des Landes aufgenommen. Bei einem Treffen zwischen Parlamentspräsident Jorge Rodríguez und der Oppositionspolitikerin Dinorah Figuera am Donnerstag sei ein "Fahrplan für einen Dialog zum demokratischen Übergang" erörtert worden, erklärte US-Außenamtssprecher Tommy Pigott. Dabei handele es sich um "einen erster Schritt in einem wohlüberlegten Prozess zur Sicherung einer freien und offenen venezolanischen Gesellschaft".

In Peine entkommener Straftäter in Italien gefasst

Ein wegen Mordes verurteilter Straftäter, der am Dienstag in Peine bei einem Freigang aus der Haft entkommen war, ist in Italien gefasst worden. Wie das Landeskriminalamt Niedersachsen am Donnerstag in Hannover mitteilte, wurde der 42-jährige Benjamin F. in der Region Venetien festgenommen. Dort sei er zuvor in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen und verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden.

Videospiele: Vorverkauf für "GTA VI" startet am 25. Juni

Der Vorverkauf für das mit Spannung erwartete Videospiel "Grand Theft Auto VI" soll am Donnerstag kommender Woche beginnen. Wie das Unternehmen Rockstar Games im Onlinedienst X ankündigte, sind Vorbestellungen bei ausgewählten Händlern und auf digitalen Plattformen ab dem 25. Juni möglich. Der eigentliche Veröffentlichungstermin des Spiels soll am 19. November sein.

Restaurierung von Parthenon-Tempelfassade auf Akropolis in Athen abgeschlossen

Nach langer Restaurierung erstrahlt die Westfassade des Parthenon-Tempels in Athen wieder wie zuletzt Anfang des 19. Jahrhunderts: "Der Anblick ist wirklich überwältigend", erklärte die griechische Kulturministerin Lina Mendoni am Donnerstag. Der vor rund 2500 Jahren zu Ehren der Göttin Athene errichtete Tempel gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Griechenlands und zieht pro Jahr mehr als vier Millionen Touristen an.

Textgröße ändern: