Pallade Veneta - 15 Jahre Haft für "Ketamin-Queen" nach Drogentod von "Friends"-Darsteller Perry

15 Jahre Haft für "Ketamin-Queen" nach Drogentod von "Friends"-Darsteller Perry


15 Jahre Haft für "Ketamin-Queen" nach Drogentod von "Friends"-Darsteller Perry
15 Jahre Haft für "Ketamin-Queen" nach Drogentod von "Friends"-Darsteller Perry / Foto: THEO WARGO - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Zweieinhalb Jahre nach dem Drogentod des US-Schauspielers Matthew Perry hat ein kalifornisches Gericht dessen frühere Dealerin am Mittwoch zu 15 Jahren Haft verurteilt. Die als "Ketamin-Queen" bekannt gewordene 42-jährige Jasveen Sangha hatte eingeräumt, Perry mit der tödlichen Dosis des Betäubungsmittels Ketamin versorgt zu haben.

Textgröße ändern:

Der durch die Serie "Friends" bekannt gewordene Perry war im Oktober 2023 tot im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles gefunden worden. Bei der Obduktion wurde eine hohe Dosis Ketamin in seinem Blut nachgewiesen.

Perry war in den 90er Jahren durch seine Rolle als sarkastischer Witzemacher Chandler Bing in der weltweit beliebten Fernsehserie "Friends" berühmt geworden. In seiner 2022 veröffentlichten Autobiografie hatte er von seinem jahrelangen Kampf mit Medikamenten- und Alkoholsucht und dutzenden Entziehungskuren berichtet.

Im Zusammenhang mit Perrys Tod wurden bereits zwei Ärzte verurteilt, die an der Belieferung des Schauspielers mit Ketamin beteiligt waren. Noch in diesem Monat sollen die Urteile gegen einen Mittelsmann der "Ketamin-Queen" sowie gegen Perrys persönlichen Assistenten verkündet werden. Dieser hatte dem Schauspieler vor dessen Tod mindestens drei Dosen Ketamin gespritzt, die den 54-Jährigen schließlich das Leben kosteten.

Nachdem sie von Perrys Tod erfahren hatte, hatte die Dealerin Sangha den Ermittlungen zufolge versucht, ihre Spuren zu verwischen. Bei einer Durchsuchung ihres Hauses fanden die Beamten Kokain, Ketamin, Crystal Meth, Ecstasy sowie gefälschte Antidepressiva und ein Geldzählgerät. Sangha sitzt seit August 2024 in Haft.

F.Amato--PV

Empfohlen

Bundesgerichtshof entscheidet in Familienstreit wegen Überwachung von Küche

In einem kurios klingenden Familienstreit um die Videoüberwachung einer Wohnküche entscheidet am Donnerstag (09.45 Uhr) der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. In dem Fall aus Niedersachsen klagte eine ältere Frau gegen ihre Tochter und deren Mann, weil diese Aufnahmen von ihr in der Küche des gemeinsam bewohnten Hauses an die Polizei weiterleiteten. Unklar blieb vor Gericht bislang, warum genau sie das taten. (Az. I ZR 289/25)

Bundesgerichtshof urteilt in Baumarkt-Streit um Farbe "Obi-Orange"

Im Streit dreier Baumarktketten um die Farbe Orange steht ein Urteil an: Am Donnerstag (09.45 Uhr) entscheidet der Bundesgerichtshof in Karlsruhe darüber, ob Obi das Monopol für einen bestimmten Farbton beanspruchen kann. Die Kette hatte ihn 2010 als Marke für Einzelhandelsdienstleistungen im Bereich von Bau- und Heimwerkerartikeln angemeldet. (Az. I ZB 58/25)

Privatgespräche an Chefin weitergeleitet: BGH entscheidet Streit früherer Freundinnen

In einem Streit aus Hessen unter früheren Freundinnen entscheidet nun der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Am Donnerstag (09.45 Uhr) geht es um die Frage, ob das Weiterleiten von privaten Nachrichten an die Chefin gegen den Datenschutz verstößt. Eine der Frauen arbeitete in einer Arztpraxis und tauschte sich regelmäßig per Chat mit ihrer Freundin über die Verhältnisse dort aus. (Az. I ZR 256/25)

"Rote Linie" Mekka: Saudi-Arabien wirft Huthis Angriff auf heilige Stadt vor

Saudi-Arabien hat der jemenitischen Huthi-Miliz einen Drohnenangriff auf die für Muslime heilige Stadt Mekka vorgeworfen und vor einer "roten Linie" gewarnt. Die von Riad angeführte Militärkoalition gegen die pro-iranischen Huthis erklärte am Mittwoch, die saudiarabische Luftabwehr habe die "feindliche" Drohne abgewehrt. Der Vorfall sorgte in der muslimischen Welt für Empörung und könnte den Konflikt in der Region weiter verschärfen. Die Huthis wiesen die Vorwürfe aber als "Lüge" zurück.

Textgröße ändern: