Pallade Veneta - Epstein-Skandal: Weiter Rätselraten über Melania Trumps Auftritt

Epstein-Skandal: Weiter Rätselraten über Melania Trumps Auftritt


Epstein-Skandal: Weiter Rätselraten über Melania Trumps Auftritt
Epstein-Skandal: Weiter Rätselraten über Melania Trumps Auftritt / Foto: Mandel NGAN - AFP

Nach den überraschenden Äußerungen von Melania Trump zum Epstein-Skandal herrscht Rätselraten über ihre Motive. US-Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag (Ortszeit) einer Reporterin des Senders MS NOW, er habe nichts von dem Auftritt seiner Ehefrau im Weißen Haus gewusst. Medien veröffentlichten derweil eine Email aus den Epstein-Akten, die Melania Trump zugeschrieben wird.

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Die First Lady hatte vor laufenden Kameras bestritten, Trump über den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein kennengelernt zu haben. "Ich bin nicht Epsteins Opfer, Epstein hat mich nicht Donald Trump vorgestellt", sagte die 55-Jährige. Sie habe zudem keine Kenntnis von Epsteins Verbrechen gehabt und ihn nur gelegentlich auf Partys in New York getroffen, fügte sie hinzu. Erstmals sei sie ihm im Jahr 2000 auf einer Veranstaltung begegnet, auf der sie mit ihrem späteren Mann Donald gewesen sei.

Die MS-Now-Reporterin Jacqueline Alemany schrieb im Onlinedienst X, Donald Trump habe ihr telefonisch versichert, er habe von dem Auftritt seiner Ehefrau "nichts gewusst". Auf die Frage zur Verbindung der First Lady zu Epstein habe der Präsident geantwortet: "Sie kannte ihn nicht."

Medien veröffentlichten unterdessen eine Email aus den zuletzt veröffentlichten Epstein-Akten, die Melania Trump an Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell gesendet haben soll. "Wie geht es dir? Schöne Geschichte über JE im 'New York Magazine'. Du siehst großartig aus. Wie war Palm Beach? Ich kann es kaum erwarten, hinzufahren. Liebe Grüße, Melania", lautet die Mail. "JE" ist offenbar Jeffrey Epstein, in Palm Beach in Florida hatte der Sexualstraftäter ein Anwesen, ebenso wie Donald Trump.

Die First Lady hatte in der Vergangenheit gesagt, sie habe Trump 1998 im New Yorker Kit-Kat-Club kennengelernt. Der italienische Modelagent Paolo Zampolli habe sie dem Immobilienmogul vorgestellt. Zampolli bestätigte die Angaben gegenüber der "New York Times". Er sei bereit, dazu vor dem US-Kongress auszusagen. Zampolli war nach Angaben der Zeitung ein Geschäftspartner Epsteins und taucht mehrfach in den Akten auf.

Trump hatte den Epstein-Skandal als "Täuschungsmanöver" der Demokraten bezeichnet und immer wieder gefordert, den Mantel des Schweigens darüber zu hüllen. Der Kongress erzwang dann aber nahezu einstimmig die Freigabe der Akten. Wegen zahlreicher geschwärzter Stellen gibt es Vorwürfe, das Ausmaß werde vertuscht und die wahren Täter geschützt.

Epstein stand unter Verdacht, mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen sexuell missbraucht und teils an Prominente vermittelt zu haben. Er wurde 2008 erstmals verurteilt, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft musste er jedoch nur 13 Monate Haft absitzen. Einen Monat, nachdem Epstein 2019 unter anderem wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen worden war, wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden. Nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

A.Tucciarone--PV

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