Pallade Veneta - Papst ruft vor mehr als 120.000 Gläubigen in Kamerun zum Frieden auf

Papst ruft vor mehr als 120.000 Gläubigen in Kamerun zum Frieden auf


Papst ruft vor mehr als 120.000 Gläubigen in Kamerun zum Frieden auf
Papst ruft vor mehr als 120.000 Gläubigen in Kamerun zum Frieden auf / Foto: Daniel Beloumou Olomo - AFP

Als Höhepunkt seiner Kamerun-Reise hat Papst Leo XIV. nach Angaben des Vatikans vor mehr als 120.000 Menschen eine Messe gefeiert. Mit "Viva il Papa"-Rufen empfing eine jubelnde Menschenmenge am Freitagmittag das Oberhaupt der Katholiken in der Hafenmetropole Douala, als dieser in seinem Papamobil in einem großen Stadion einfuhr. In seiner auf französisch gehaltenen Predigt rief das Oberhaupt der 1,4 Milliarden Katholiken weltweit dazu auf, "jede Form von Missbrauch und Gewalt abzulehnen".

Textgröße ändern:

Zehntausende Gläubige hatten zum Teil mehrere Stunden bei Temperaturen von bis zu 32 Grad vor dem Stadion in Douala gewartet, um einen Blick auf den Pontifex zu erhaschen. Viele schwenkten Fahnen, machten Musik und sangen oder trugen Kleidung mit dem Konterfei des Papstes.

Nach Angaben des Vatikans nahmen rund 120.000 Gläubige an der Messe in Douala teil. Die kamerunische Regierung hatte zuvor von einer Million Menschen gesprochen.

Die 72-jährige Marguerite Tedga hatte bereits die Nacht mit Freundinnen vor Ort verbracht. "Das ist die Vollendung eines christlichen Lebens. Als ich klein war, dachte ich, man könnte den Papst gar nicht mit eigenen Augen sehen", sagte sie der Nachrichtenagentur AFP.

Mehr als ein Drittel der rund 30 Millionen Einwohner im zentralafrikanischen Kamerun sind katholisch. Die Kirche spielt eine wichtige vermittelnde Rolle und unterhält zudem ein großes Netzwerk aus Krankenhäusern, Schulen und anderen Wohltätigkeitseinrichtungen.

Zum Auftakt seines dreitägigen Besuchs in Kamerun hatte Papst Leo XIV. am Mittwoch bei einem Treffen mit dem Langzeit-Präsidenten Paul Biya die Achtung der Menschenrechte gefordert. Der 93-jährige Biya regiert das überwiegend französischsprachige Land seit 1982 mit harter Hand.

Biyas Regierung wird vorgeworfen, Proteste nach der Wiederwahl des Präsidenten im vergangenen Oktober niedergeschlagen zu haben, auch in der Hafenstadt Douala. Augenzeugen berichteten dabei von Schüssen mit scharfer Munition in die Menschenmenge. Die Behörden gaben später Dutzende Tote bekannt, ohne eine genaue Zahl zu nennen. Auch Korruption ist in Kamerun ein weitverbreitetes Problem.

T.Galgano--PV

Empfohlen

"Rote Linie" Mekka: Saudi-Arabien wirft Huthis Angriff auf heilige Stadt vor

Saudi-Arabien hat der jemenitischen Huthi-Miliz einen Drohnenangriff auf die für Muslime heilige Stadt Mekka vorgeworfen und vor einer "roten Linie" gewarnt. Die von Riad angeführte Militärkoalition gegen die pro-iranischen Huthis erklärte am Mittwoch, die saudiarabische Luftabwehr habe die "feindliche" Drohne abgewehrt. Der Vorfall sorgte in der muslimischen Welt für Empörung und könnte den Konflikt in der Region weiter verschärfen. Die Huthis wiesen die Vorwürfe aber als "Lüge" zurück.

25 Jahre Haft für Kosovos Ex-Präsident Thaci wegen Kriegsverbrechen

Der im Kosovo weithin verehrte frühere Präsident und Guerillakämpfer Hashim Thaci ist wegen Kriegsverbrechen im Kosovo-Krieg zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Das Sondertribunal in Den Haag befand Thaci am Mittwoch unter anderem der "rechtswidrigen Festnahme, Folter, des Mordes und grausamer Behandlung" schuldig. Kosovos Regierungschef Albin Kurti bezeichnete das Urteil als "inakzeptable Ungerechtigkeit". In der Hauptstadt Pristina und in Den Haag kam es zu Konfrontationen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften.

Drei Jahre Haft in Prozess um tote Zwillinge auf E-Roller in Frankfurt am Main

Gut ein Jahr nach einem E-Rollerunfall mit einem toten Zwillingspaar und einem Schwerverletzten hat das Landgericht Frankfurt am Main einen 24-Jährigen zu drei Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen, fahrlässiger Körperverletzung und versuchten Mordes, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch sagte.

Über 60 Millionen Euro Schaden durch Geldwäsche und Steuerhinterziehung - Razzia

Weil sie den Behörden durch Geldwäsche und Hinterziehung mehr als 60 Millionen Euro an Steuern vorenthalten haben sollen, ermittelt der Zoll in Hessen gegen insgesamt 50 Beschuldigte. Sie sollen über ein Netz aus Scheinfirmen Bargeld gewaschen und Steuern sowie Sozialabgaben hinterzogen haben, wie das Hauptzollamt Frankfurt am Main am Mittwoch mitteilte. Demnach arbeitete die Gruppe seit 2017 als Dienstleister.

Textgröße ändern: