Pallade Veneta - Geiseln unverletzt aus Bank in Sinzig befreit: Mindestens ein Täter auf der Flucht

Geiseln unverletzt aus Bank in Sinzig befreit: Mindestens ein Täter auf der Flucht


Geiseln unverletzt aus Bank in Sinzig befreit: Mindestens ein Täter auf der Flucht
Geiseln unverletzt aus Bank in Sinzig befreit: Mindestens ein Täter auf der Flucht / Foto: Roberto Pfeil - AFP

Eine Geiselnahme in einer Bank im rheinland-pfälzischen Sinzig hat am Freitag einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Zwei in einem Tresorraum eingeschlossene Geiseln wurden am Nachmittag unverletzt befreit, während mindestens ein Täter weiter auf der Flucht war, wie die Polizei in Koblenz mitteilte.

Textgröße ändern:

Die Polizei war am Freitagmorgen durch einen automatisierten Notruf alarmiert worden. Ein Großaufgebot von Beamten umstellte viele Stunden lang das Bankgebäude, auch Spezialkräfte waren im Einsatz. Kontakt zu den Tätern gab es keinen, wie ein Polizeisprecher vor Ort sagte.

Den Ermittlungen zufolge passte mindestens ein männlicher Täter, der mit einem weißen Overall - ähnlich einem Imkeranzug - bekleidet war, gegen 09.00 Uhr den Fahrer eines Geldtransporter ab und entwendete diesem einen Behälter mit Bargeld. Anschließend wurden zwei Menschen, darunter der Mitarbeiter des Transportunternehmens, durch den oder die Täter in einem separaten Raum in der Bankfiliale eingeschlossen. Bei dem zweiten Betroffenen soll es sich Medienberichten zufolge um einen Bankmitarbeiter gehandelt haben.

Die Polizei vermutet, dass der oder die Täter noch vor Eintreffen der ersten Einsatzkräfte aus der Bank flüchteten. Da zunächst nicht klar war, ob sich noch Täter in der Bankfiliale befinden, wurde diese nach Polizeiangaben weiträumig abgesperrt. Am Nachmittag stürmten Spezialkräfte der Polizei das Gebäude. Dabei wurden die beiden Geiseln aus dem Tresorraum befreit. Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen im gesamten Stadtgebiet blieben ohne Erfolg.

Kriminaltechniker sicherten Spuren, auch Zeugen wurden befragt. Zur Beute wurden keine Angaben gemacht. Ein Polizeisprecher sagte vor Ort, er gehe davon aus, dass von dem Täter oder den Tätern keine Gefahr ausgehe.

F.Amato--PV

Empfohlen

Schwarzarbeit in Gerüstbaubranche: Bis zu sechs Jahre Haft in Köln

Wegen eines groß angelegten Systems von Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung im Gerüstbau hat das Landgericht Köln vier Angeklagte zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Der 43-jährige Hauptangeklagte wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt, wie eine Gerichtssprecherin am Freitag mitteilte. Laut Anklage soll ein Schaden von insgesamt mehr als elf Millionen Euro entstanden sein, darunter über sieben Millionen Euro an vorenthaltenen Sozialabgaben.

Phishing-Attacken: Signal-Chefin räumt Fehler im Krisenmanagement ein

Nach den Phishing-Angriffen auf Nutzer des Messengerdienstes Signal aus Politik, Wirtschaft und Medien hat die Chefin des Dienstes Fehler eingeräumt. "Rückblickend gibt es eine Reihe von Dingen, die wir anders hätten machen können", sagte Meredith Whittaker dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Zugleich verteidigte sie die grundsätzliche Sicherheit des Dienstes und betonte, dass dieser nicht gehackt worden sei. "Signal ist weiterhin sicher – unsere Verschlüsselung bleibt robust."

Drei Wanderer sterben bei Vulkanausbruch in Indonesien - 17 Vermisste gefunden

Bei einem Vulkanausbruch in Indonesien sind drei Menschen ums Leben gekommen. Bei den Opfern handele es sich um Wanderer, die trotz Warnungen in dem Gebiet auf der Insel Halmahera unterwegs gewesen seien, teilte die Polizei am Freitag mit. Zwei der Toten stammen demnach aus Singapur. 17 weitere Wanderer, die nach der Eruption zunächst vermisst worden waren, wurden lebend gefunden.

Ein Jahr im Amt: Papst Leo XIV. fühlt sich "gesegnet"

Papst Leo XIV. hat bei einem Besuch in Süditalien sein erstes Amtsjubiläum gefeiert. Er fühle sich "gesegnet", sagte das Oberhaupt der Katholiken am Freitag in Pompeji. "Was für ein wunderschöner Tag, so viele Segnungen", sagte der Papst am Marienwallfahrtsort in der süditalienischen Stadt zu den dort versammelten Gläubigen, unter ihnen viele kranke und behinderte Menschen.

Textgröße ändern: