Pallade Veneta - Zahl antisemitischer Vorfälle in Nordrhein-Westfalen erreicht 2025 Höchststand

Zahl antisemitischer Vorfälle in Nordrhein-Westfalen erreicht 2025 Höchststand


Zahl antisemitischer Vorfälle in Nordrhein-Westfalen erreicht 2025 Höchststand
Zahl antisemitischer Vorfälle in Nordrhein-Westfalen erreicht 2025 Höchststand / Foto: Ronny Hartmann - AFP/Archiv

Die Zahl der antisemitischen Vorfälle in Nordrhein-Westfalen ist 2025 nach Angaben der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus um mehr als 17 Prozent gestiegen. Damit sei erneut ein Höchststand erreicht worden, teilte die Recherchestelle am Mittwoch in Düsseldorf mit. Insgesamt wurden demnach 1102 Fälle erfasst - nach 940 Fällen im Vorjahr. Besonders deutlich zeigte sich der Anstieg bei Bedrohungen und Angriffen.

Textgröße ändern:

Die Zahl der Bedrohungen stieg demnach um 50 Prozent auf 33 Fälle. Die Zahl der Angriffe - darunter auch körperliche Attacken und das Werfen von Gegenständen - stieg um 78 Prozent auf 32 Fälle.

Die meisten Vorfälle geschahen im öffentlichen Raum, etwa auf der Straße mit 465 Vorfällen, in Bildungseinrichtungen mit 140 Vorfällen und im Internet mit 132 Vorfällen. In mehr als der Hälfte der Fälle handelte es sich um israelbezogenen Antisemitismus.

Familien- und Integrationsministerin Verena Schäffer (Grüne) erklärte, der massive Anstieg von antisemitischen Vorfällen erschüttere sie zutiefst. "Jüdinnen und Juden erleben in unserem Land immer häufiger Hass, Bedrohungen und Ausgrenzung." Es seien alle gefragt, antisemitischen Einstellungen entschieden entgegenzutreten, fügte Schäffer hinzu.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Schüsse auf Polizisten in Göttingen: 16-jähriger Verdächtiger stellt sich

Nach Schüssen auf einen Polizisten bei einem Streit in Göttingen hat sich ein international gesuchter 16-Jähriger gestellt. Der dringend tatverdächtige Jugendliche sei am Dienstagabend in Begleitung eines Rechtsanwalts auf einer Polizeiwache in Göttingen erschienen, teilten die Polizei in der niedersächsischen Stadt und die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit. Nach ihm war zuvor mit einem europäischen Haftbefehl gefahndet worden.

Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro muss Waffenbesitz während Hausarrest vor Gericht erklären

Der verurteilte Ex-Präsident Brasiliens, Jair Bolsonaro, muss vor Gericht erklären, weshalb er während seines Hausarrests im Besitz einer Schusswaffe war. Richter Alexandre de Moraes vom Obersten Gerichtshof gab Bolsonaros Anwaltsteam am Dienstag 24 Stunden Zeit, sich zu dem Waffenbesitz zu äußern. Die Pistole war bei einer Polizeikontrolle beschlagnahmt worden.

Geldwäscheverdacht: Grenzfahnder finden 850.000 Euro Bargeld in Kofferraum

Bei der Kontrolle eines Autos an der Grenze zu Tschechien haben Fahnder der Polizei Bargeld im Wert von 850.000 Euro gefunden. Nun wird wegen Geldwäsche ermittelt, wie die Polizei im bayerischen Regensburg am Dienstag mitteilte. Zudem habe der Fahrer keinen gültigen Führerschein.

Nach russischen Angriffen: Höhlenkloster-Restaurierung in Kiew könnte zwei Jahre dauern

Die Reparaturen an der bei russischen Angriffen beschädigten weltberühmten Höhlenkloster-Anlage in Kiew sind nach Angaben ihres Direktors womöglich langwierig. "Nach Einschätzung unserer Experten könnten die Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten etwa zwei Jahre dauern - sofern alles reibungslos verläuft", sagte Maksym Ostapenko am Dienstag Journalisten vor Ort. Der Schaden an der Anlage beläuft sich ihm zufolge auf umgerechnet rund 9,6 Millionen Euro.

Textgröße ändern: