Pallade Veneta - Mindestens ein Toter und fünf Verletzte bei Schusswaffenangriffen in Israel

Mindestens ein Toter und fünf Verletzte bei Schusswaffenangriffen in Israel


Mindestens ein Toter und fünf Verletzte bei Schusswaffenangriffen in Israel
Mindestens ein Toter und fünf Verletzte bei Schusswaffenangriffen in Israel / Foto: Jack GUEZ - AFP

Bei mehreren Schusswaffenangriffen sind am Sonntag in Israel ein Mensch getötet und fünf weitere verletzt worden. Ein 35-jähriger Mann sei seinen Schussverletzungen erlegen, zwei lebensbedrohlich Verletzte und drei Menschen mit mittelschweren Verletzungen seien in Krankenhäuser eingeliefert worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit.

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Ein Verdächtiger wurde Polizeiangaben zufolge getötet, ein weiterer wurde festgenommen. Bei dem Getöteten handelte es sich demnach um einen arabischen Israeli. Nach Angaben der Polizei ereigneten sich die Angriffe in der Stadt Kochav Jair sowie in den Ortschaften Tsur Natan und Tsur Jitzchak in der Nähe des von Israel besetzten Westjordanlands.

Der eine Verdächtige wurde nach Angaben der Polizei in der Nähe von Kochav Jair getötet. Bei seiner Festnahme habe der zweite Verdächtige versucht, "die Ermittler mit einer Glasflasche anzugreifen", sei aber überwältigt worden. Ein mutmaßlich bei den Angriffen genutztes Fahrzeug sei beschlagnahmt worden.

Ein Polizeivertreter in Tsur Jitzchak erklärte vor Journalisten, bei dem getöteten Angreifer handele es sich um einen arabischen Israeli aus der nahegelegenen Stadt Tajibe. Er sei der Polizei bekannt und vorbestraft. Sein mutmaßlicher Komplize sei in der in Israel gelegenen arabischen Stadt Tira gefasst worden.

Der rechtsextreme Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir sagte an der Seite der Polizeivertreter mit Blick auf den Getöteten: "Wäre er gefasst worden, hätte ich seine Hinrichtung gefordert. Es ist jedoch besser, dass er vorher getötet wurde." Der Minister betonte, das im März verabschiedete Gesetz, welches die Todesstrafe für palästinensische Täter vorsieht, die aus "terroristischen" Motiven Israelis töten, gelte auch für arabische Israelis.

Das Gesetz wurde international scharf kritisiert. Eine Menschenrechtsorganisation rief unmittelbar nach seiner Verabschiedung den Obersten Gerichtshof Israels an.

Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach vor einer Kabinettssitzung von einem "abscheulichen Terroristen", der den Anschlag verübt habe, und lobte die Polizeibeamten, die "den Terroristen eliminiert und zudem seinen Komplizen festgenommen haben".

Bei israelischen Arabern handelt es sich um Palästinenser, die nach der Gründung Israels im Jahr 1948 auf ihrem Land geblieben sind. Sie machen etwa 21 Prozent der Bevölkerung aus. Im seit 1967 von Israel besetzten Westjordanland leben neben rund drei Millionen Palästinensern auch mehr als 500.000 Israelis in Siedlungen und Außenposten, die nach internationalem Recht illegal sind.

E.Magrini--PV

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