Pallade Veneta - Nach Tod von Siebenjähriger in Rheinland-Pfalz: Anklage gegen Mutter erhoben

Nach Tod von Siebenjähriger in Rheinland-Pfalz: Anklage gegen Mutter erhoben


Nach Tod von Siebenjähriger in Rheinland-Pfalz: Anklage gegen Mutter erhoben
Nach Tod von Siebenjähriger in Rheinland-Pfalz: Anklage gegen Mutter erhoben / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Mehr als zwei Jahre nach dem Tod eines siebenjährigen Mädchens in Rheinland-Pfalz ist Anklage gegen die Mutter des Kinds erhoben worden. Der 39-Jährigen wird vorgeworfen, ihre schwerstbehinderte Tochter, die über eine Magensonde mit Spezialnahrung ernährt werden musste, nicht ausreichend versorgt zu haben, wie die Staatsanwaltschaft in Landau in der Pfalz am Montag mitteilte.

Textgröße ändern:

Statt einer Sondernahrung mit vielen Kalorien bekam das Mädchen demnach nur selbst hergestellten Babybrei. Auch als für die Frau erkennbar gewesen sei, dass das Kind stark abmagerte, soll sie weder die Ernährung umgestellt noch einen Arzt aufgesucht haben. Die Siebenjährige starb im Februar 2024 in der elterlichen Wohnung in der Verbandsgemeinde Maikammer.

Nach dem Ergebnis rechtsmedizinischer Untersuchungen starb das Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit nach einem epileptischen Anfall, der von der zu diesem Zeitpunkt schlafenden Mutter nicht bemerkt wurde. Es gebe keine Hinweise, dass dem Kind die verordneten Medikamente zur Behandlung der Epilepsie nicht verabreicht wurden.

Laut Staatsanwaltschaft konnte auch nicht mit der erforderlichen Sicherheit festgestellt werden, dass die Unterernährung des Kinds zum tödlichen Ausgang des epileptischen Anfalls beigetragen habe. Allerdings gehe ein Gutachter davon aus, dass die unzureichende Versorgung zu einer starken Auszehrung und damit zu einer erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigung des Kinds geführt habe.

Die Anklage der Mutter lautet daher Körperverletzung durch Unterlassen und Verletzung der Fürsorgepflicht. Das Amtsgericht Landau muss nun über die Zulassung der Anklage und über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

60-Jähriger stirbt in Hessen nach Schüssen: Drei Verdächtige festgenommen

Ein 60-Jähriger ist im hessischen Dietzenbach mit Schussverletzungen auf einer Straße gefunden worden und wenig später in einem Krankenhaus gestorben. Drei Tatverdächtige wurden am Dienstag vorläufig festgenommen, wie das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft Darmstadt mitteilten. Die Männer stehen im Verdacht, den 60-Jährigen mit einer Schusswaffe getötet zu haben oder an der Tötung beteiligt gewesen zu sein.

Oberstes Gericht Brasiliens prüft Verbindungen von Richter zu inhaftiertem Banker

Das Oberste Gericht Brasiliens hat eine Überprüfung der Beziehung eines seiner Richter zu einem inhaftierten Banker eingeleitet. Das Gericht berief am Dienstag eine Sitzung ein, um mögliche Verbindungen zwischen Richter Alexandre de Moraes und dem in Ungnade gefallenen Banker Daniel Vorcaro zu untersuchen. Vorcaro steht im Zentrum eines der größten Finanzskandale in der Geschichte des südamerikanischen Landes. De Moraes wies die Vorwürfe zurück und sprach von einem politisch motivierten Verfahren.

Unbekannte stehlen dutzende Orgelpfeifen aus leerstehender Kirche in Gütersloh

Unbekannte haben aus einer leerstehenden Kirche in Gütersloh dutzende Orgelpfeifen gestohlen. Die Diebe verschafften sich zwischen Sonntagmittag und Montag Zutritt zu den Kirchenräumen, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Dienstag mitteilte. Die weitgehend demontierten Pfeifen waren demnach auf der Orgelempore in Kisten gelagert.

Fast fünf Millionen Menschen im Osten Indiens von Hochwasser betroffen

Im Osten Indiens sind derzeit Millionen Menschen von Überflutungen betroffen. Das Hochwasser in Bihar betreffe fast fünf Millionen Menschen, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Bundesstaates am Dienstag mit. "Lebensmittel, sauberes Trinkwasser, Arzneimittel und andere wesentliche Güter werden unaufhörlich an bedürftige Familien geliefert", versicherte Bihars Vize-Regierungschef Vijay Kumar Chaudhary in einer Erklärung. Regierungschef Samrat Choudhary erklärte, mehr als 827.000 vom Hochwasser betroffene Familien hätten jeweils 7000 Rupien (64 Euro) Nothilfe bekommen.

Textgröße ändern: