Pallade Veneta - Italienische Müllabfuhr findet verlorenen Millionen-Lottoschein

Italienische Müllabfuhr findet verlorenen Millionen-Lottoschein


Italienische Müllabfuhr findet verlorenen Millionen-Lottoschein
Italienische Müllabfuhr findet verlorenen Millionen-Lottoschein / Foto: Alberto PIZZOLI - AFP/Archiv

Die italienische Müllabfuhr hat einen Lottoschein im Wert von einer Million Euro wiedergefunden und damit einer verzweifelten Gewinnerin zu ihrem Glück verholfen. Der Schein sei "wie durch ein Wunder noch vollständig" gewesen, sagte der Chef des Müllunternehmens SANB in der süditalienischen Region Apulien, Roberto Nicola Toscano, am Dienstag der AFP. Er hatte einen Müllwagen durchkämmen lassen, nachdem sich die Gewinnerin gemeldet hatte.

Textgröße ändern:

Die Frau habe am Sonntag in der Lottofiliale um die Ecke geprüft, ob ihre Zahlen - immer die gleiche Zahlenkombination - gewonnen hatten, sagte Toscano. Dabei zeigte der Automat an, dass der Schein nicht auszahlbar sei. Wie sich später herausstellte, lag das daran, dass kleine Geschäfte nur kleine Gewinne auszahlen dürfen. Das wusste die Gewinnerin, die anonym bleiben will, jedoch nicht - und warf den Schein weg.

Zu Hause erzählte ihr ein Familienmitglied, sie habe mit ihrer üblichen Zahlenkombination den Jackpot gewonnen, woraufhin sich die beiden umgehend auf den Weg zurück zur Lottofiliale machten. In der Zwischenzeit war dort jedoch der Müll eingesammelt worden, und mit ihm der Lottoschein.

"Wir haben den Weg des Scheins nachverfolgt, ohne große Hoffnung, weil er schon von einem Müllwagen abgeholt worden war", sagte Toscano. Mit etwas Glück sei es jedoch gelungen, das richtige Fahrzeug ausfindig zu machen und anzuhalten.

Wegen möglicherweise gefährlicher oder giftiger Abfälle musste eine Spezialfirma die Suche nach dem Schein übernehmen. Einen Tag lang durchkämmten Arbeiter den Inhalt des Müllwagens. Dabei fanden sie mehrere Lottoscheine und Abrisse - und auch den dringend gesuchten Schein. Die Gewinnerin habe vor Glück geweint, als er ihr am Telefon die gute Nachricht überbracht habe, sagte Toscano.

Die stundenlange Suche im Müll war nicht gratis, für das staatliche Unternehmen SANB entstanden sogar erhebliche Kosten. Toscano erklärte, er habe die Gewinnerin vorab schriftlich versichern lassen, dass sie die Kosten übernimmt - ihre Wette ging auf.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Syriens Ex-Machthaber Baschar al-Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt

In Syrien hat ein Gericht den früheren Machthaber Baschar al-Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Die Richter begründeten ihr Urteil am Dienstag mit "Kriegsverbrechen" und "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" Assads nach dem Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011. Es handelt sich um das erste Urteil gegen Assad, der im Dezember 2024 von islamistischen Kämpfern gestürzt wurde und ins Exil in die russische Hauptstadt Moskau floh.

Hitze und Dürre: Neuer Höchststand bei Ausfällen in französischen Akw

Hitze und Trockenheit setzen der Atomstromproduktion in Frankreich zu: Für den Kraftwerkspark des Betreibers EDF wurde am Sonntagnachmittag ein neuer Höchststand bei den Ausfällen verzeichnet, wie aus Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP zu den seit 2015 veröffentlichten Daten hervorgeht. Die Ausfallquote erreichte 15,6 Prozent - noch nie zuvor fehlte in Frankreich so viel Kernkraftleistung aufgrund steigender Temperaturen der Flüsse und sinkender Durchflussmengen.

Zahl der Opfer nach schwerem Erdbeben in Kolumbien auf mindestens 132 gestiegen

Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien ist die Zahl der Opfer weiter gestiegen. Mindestens 132 Menschen seien bei dem Beben ums Leben gekommen, erklärte am Dienstag Asocapitales, eine Vereinigung zur Koordination von Maßnahmen in den wichtigsten Städten des südamerikanischen Landes. Zudem seien mehr als 570 Verletzte gemeldet worden. Derweil suchten Retter fieberhaft weiter nach Überlebenden.

Kolumbien von stärkstem Beben seit einem Jahrzehnt erschüttert - Mehr als hundert Tote

Kolumbien ist vom stärksten Erdbeben seit einem Jahrzehnt erschüttert worden - mehr als hundert Menschen wurden getötet. Rettungskräfte und freiwillige Helfer suchten am Montagabend (Ortszeit) teils mit bloßen Händen nach Überlebenden. Der neue Präsident Abelardo de la Espriella sprach von tausenden beschädigten oder zerstörten Häusern und rief den Katastrophenfall aus. Die USA kündigten Hilfe im Umfang von 15,5 Millionen Dollar (13,4 Millionen Euro) an.

Textgröße ändern: