Pallade Veneta - Rechter Hardliner De la Espriella als Kolumbiens Präsident vereidigt

Rechter Hardliner De la Espriella als Kolumbiens Präsident vereidigt


Rechter Hardliner De la Espriella als Kolumbiens Präsident vereidigt
Rechter Hardliner De la Espriella als Kolumbiens Präsident vereidigt / Foto: Luis ACOSTA - AFP

Der rechte Hardliner Abelardo de la Espriella ist als neuer Präsident Kolumbiens vereidigt worden. Der 48-jährige Verbündete von US-Präsident Donald Trump legte am Freitag in der südwestkolumbianischen Großstadt Cali den Amtseid ab und trat damit die Nachfolge des linken Präsidenten Gustavo Petro an. De la Espriella will unter anderem den Kampf gegen Guerillagruppen und den Drogenhandel im Land deutlich verschärfen und die Beziehungen zu den USA wieder ausbauen.

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Die Amtseinführung fand ungewöhnlicherweise nicht in der Hauptstadt Bogotá, sondern in Cali statt. Die südwestlich der Hauptstadt gelegene drittgrößte Stadt Kolumbiens ist international für das nach ihr benannte Drogenkartell bekannt. De la Espriella hatte Cali ausgewählt, obwohl es zuletzt mehrfach Schauplatz von Anschlägen bewaffneter Gruppen gewesen war. Rund 11.000 Sicherheitskräfte wurden eingesetzt, zudem sollte ein System zur Abwehr von Drohnen die Zeremonie schützen.

De la Espriella hatte die Stichwahl um die kolumbianische Präsidentschaft am 21. Juni mit weniger als einem Prozentpunkt Vorsprung gewonnen. Der Politik-Neuling, den seine Anhänger "Der Tiger" nennen, hatte nach seinem Wahlsieg eine "neue Ära" versprochen. Er kündigte unter anderem Luftangriffe auf Lager bewaffneter Gruppen, den Bau von Mega-Gefängnissen und eine engere militärische Zusammenarbeit mit den USA und Israel an.

Sein Amtsantritt bedeutet einen deutlichen Rechtsruck nach vier Jahren unter Petro, dem ersten linken Präsidenten in der Geschichte Kolumbiens. Petro hatte versucht, mit mehreren bewaffneten Gruppen Friedensabkommen auszuhandeln. De la Espriella will diese Verhandlungen beenden.

Der scheidende Präsident nahm an der Amtseinführung nicht teil. Zu den Gästen in Cali gehörte dagegen aber beispielsweise Fifa-Präsident Gianni Infantino. Auch mehrere Staats- und Regierungschefs sowie eine US-Delegation unter Führung des amtierenden Justizministers Todd Blanche reisten zu der Zeremonie an.

De la Espriella will außenpolitisch mit der Linie seines Vorgängers brechen. Er kündigte an, die diplomatischen Beziehungen zu Kuba und Nicaragua abzubrechen und die kolumbianische Botschaft in Jerusalem wiederzueröffnen. Unter Petro hatte Kolumbien 2024 wegen des Gaza-Kriegs die Beziehungen zu Israel abgebrochen.

A.Fallone--PV

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