Pallade Veneta - Absturz beim Fensterln während Ausbildung ist Arbeitsunfall

Absturz beim Fensterln während Ausbildung ist Arbeitsunfall


Absturz beim Fensterln während Ausbildung ist Arbeitsunfall
Absturz beim Fensterln während Ausbildung ist Arbeitsunfall

Das baden-württembergische Landessozialgericht hat den Sturz eines 17-Jährigen vom Dach einer Jugendherberge beim Fensterln als Arbeitsunfall anerkannt. Das Gericht in Stuttgart begründete seine Entscheidung in einer Mitteilung vom Freitag damit, dass die Selbstüberschätzung des jungen Manns "jugendtypisch" und "nicht völlig vernunftwidrig" sei.

Textgröße ändern:

Der Jugendliche hatte bei einer Ausbildungsveranstaltung der Bundesagentur für Arbeit im November 2014 abends versucht, über das Dach in ein Mädchenzimmer zu gelangen. Er stürzte dabei acht Meter in die Tiefe, verletzte sich erheblich und behielt eine massive Bewegungseinschränkung zurück.

Die Berufsgenossenschaft lehnte es ab, den Sturz als Berufsunfall anzuerkennen, und forderte eine erste Zahlung zurück. Die Versicherung ordnete die Kletterei dabei dem unversicherten privaten Bereich zu und argumentierte, diese stehe in keinem Zusammenhang mit der Ausbildung.

Das Landessozialgericht urteilte nun, als Teilnehmer an einer von der Bundesagentur für Arbeit geförderten Ausbildungsmaßnahme sei der Mann "bei allen Handlungen versichert gewesen, die in innerem Zusammenhang mit der Ausbildung standen". Der Versicherungsschutz sei nicht dadurch aufgehoben, dass der Mann sich "vernunftwidrig" verhalten habe.

Der Unfall sei durch einen "gruppendynamischen Prozess" in Gang gekommen, erklärte das Gericht. Der Jugendliche hatte zuvor angekündigt, eine Zimmerparty durch seine Kletterei fortzusetzen, was die Mädchen bezweifelten.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Bundesfinanzhof urteilt am 20. Mai über Grundsteuer in Baden-Württemberg

Der Bundesfinanzhof (BFH) will am 20. Mai über die neue Grundsteuer in Baden-Württemberg entscheiden. Den Urteilstermin gab er am Mittwoch in München nach der Verhandlung über zwei Klagen von Grundstückseigentümern bekannt, die seit der Reform mehr zahlen müssen als vorher. Es war die erste von mehreren geplanten Verhandlungen über die Grundsteuergesetze der Länder. (Az. II R 26/24 und II R 27/24)

Razzia in acht Bundesländern wegen Steuerhinterziehung mit Millionenschaden

Bei Durchsuchungen in acht Bundesländern wegen Steuerhinterziehung und Hehlerei im Palettenhandel mit Millionenschaden haben Ermittler einen Menschen festgenommen. Im Fokus der Ermittlungen stehen fünf Beschuldigte, wie das sächsische Landeskriminalamt am Mittwoch in Dresden mitteilte. Sie sollen mit verschiedenen Firmen den Behörden gegenüber unvollständige oder falsche Angaben gemacht und so Steuern hinterzogen haben. Den Steuerschaden bezifferten die Ermittler auf 1,7 Millionen Euro.

Schleusungen über polnische Grenze: 30-Jähriger in Baden-Württemberg festgenommen

Ermittler haben in Baden-Württemberg einen 30-Jährigen festgenommen, der dutzende Ausländer nach Deutschland geschleust haben soll. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, mindestens 66 Menschen über die polnische Grenze gebracht zu haben, wie die Staatsanwaltschaft Tübingen und die Bundespolizei in Stuttgart am Mittwoch mitteilten. Demnach soll der 30-Jährige den Messengerdienst Telegram genutzt haben, um die Schleusungen zu organisieren.

Neue Wege: Bremer Verfassungsschutz warnt auf digitalen Werbetafeln vor Bedrohungen

Der Bremer Verfassungsschutz warnt ab sofort auf digitalen Werbetafeln im öffentlichen Raum vor aktuellen Bedrohungen durch Desinformation und Extremismus. "Bremen geht damit einen neuen Weg in der Sicherheitskommunikation", erklärte Innensenatorin Eva Hoegl (SPD) am Mittwoch in der Hansestadt zum offiziellen Start des Projekts. Den Anfang macht demnach eine Warnung vor Phishingkampagnen durch ausländische Geheimdienste.

Textgröße ändern: