Pallade Veneta - Vier Tote bei Absturz von italienischem Armeehubschrauber in Bosnien-Herzegowina

Vier Tote bei Absturz von italienischem Armeehubschrauber in Bosnien-Herzegowina


Vier Tote bei Absturz von italienischem Armeehubschrauber in Bosnien-Herzegowina
Vier Tote bei Absturz von italienischem Armeehubschrauber in Bosnien-Herzegowina / Foto: Michelle Bir - AFP/Archiv

Beim Absturz eines italienischen Armeehubschraubers in Bosnien-Herzegowina sind vier Mitglieder der EU-geführten Mission Eufor Althea ums Leben gekommen. Elf weitere Insassen wurden nach Krankenhausangaben bei dem Unglück am Donnerstag verletzt. Zur Nationalität der Opfer wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Textgröße ändern:

Der Hubschrauber vom Typ CH-47 Chinook stürzte nach Angaben der Eufor bei einem Routineeinsatz über dem Ort Gorica im Distrikt Brcko im Nordosten des Landes ab. Die Absturzursache war zunächst unklar.

Nach Angaben eines Krankenhaussprechers starben drei Insassen sofort, ein vierter erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Drei der Verletzten sollten demnach vom Krankenhaus in der Stadt Brcko zur Weiterbehandlung ins 50 Kilometer entfernte Tuzla verlegt werden.

Zentrale Aufgabe der Eufor-Mission in Bosnien und Herzegowina ist es, die Umsetzung des Friedensvertrages von Dayton aus dem Jahr 1995 zu unterstützen. Als Nachfolgemission der von der Nato geführten Stabilisierungstruppe SFOR soll Eufor Althea in dem Balkanland für Sicherheit sorgen. Weitere Ziele sind die Ausbildung der bosnischen Streitkräfte und die Schaffung eines sicheren Umfelds für die Entwicklung des Landes.

In Bosnien-Herzegowina gibt es mehr als 30 Jahre nach Kriegsende weiter erhebliche Spannungen zwischen den Volksgruppen der Serben, Kroaten und der bosnischen Muslime. Vor allem auf Seiten der bosnischen Serben bestehen Tendenzen zu einer Abspaltung beziehungsweise einem Anschluss an Serbien.

Die Bundeswehr ist seit August 2022 an der Mission Eufor Althea mit bis zu 50 Soldatinnen und Soldaten beteiligt, nachdem sie bereits von 2004 bis 2012 vor Ort war. Das deutsche Engagement umfasst derzeit 36 Dienstposten. Insgesamt sind mehrere hundert Eufor-Soldaten in Bosnien und Herzegowina stationiert.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Doppel-Kandidat in Alaska: Trump könnte Kongresswahl-Ergebnis in Frage stellen

Wenige Tage vor den US-Kongresswahlen schlägt der Bericht über einen kuriosen Namenstrick der US-Demokraten im Bundesstaat Alaska hohe Wellen. Präsident Donald Trump warf den Demokraten am Donnerstag "Wählerbetrug" vor und deutete an, er könne das Abstimmungsergebnis in Alaska nach der Wahl am Dienstag in Frage stellen. Der republikanische Gouverneur von Alaska, Mike Dunleavy, ordnete eine Untersuchung der Strafverfolgungsbehörde DPS an.

Nach Hausexplosion in Regensburg: Ermittler finden zwei Leichen in Ruine

Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Regensburg hat die Polizei zwei Leichen in der Ruine gefunden. Sie seien von den Einsatzkräften nach dem Betreten des beschädigten Gebäudes entdeckt und geborgen worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Deren Identität war demnach noch nicht geklärt.

Nachermittlungen zu Kreditkartenbetrug: Neun Menschen aus Untersuchungshaft entlassen

In einem Fall von großangelegtem Betrug mit Kreditkartendaten mit dreistelligem Millionenschaden in Rheinland-Pfalz sind alle neun Angeklagten aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Das Landgericht Koblenz forderte umfangreiche Nachermittlungen, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Ohne diese Nachermittlungen könne die Kammer keinen dringenden Tatverdacht feststellen.

Mehr als viereinhalb Jahre Haft für IS-Mitglied in Thüringen

Das Oberlandesgericht Jena hat einen 66-jährigen früheren Angehörigen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu vier Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrorvereinigung, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Der zuständige Senat sah es als erwiesen an, dass sich der Beschuldigte 2014 dem IS anschloss.

Textgröße ändern: