Pallade Veneta - Verdienste von Beschäftigten in Pflege seit 2011 überdurchschnittlich gestiegen

Verdienste von Beschäftigten in Pflege seit 2011 überdurchschnittlich gestiegen


Verdienste von Beschäftigten in Pflege seit 2011 überdurchschnittlich gestiegen
Verdienste von Beschäftigten in Pflege seit 2011 überdurchschnittlich gestiegen / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Die Verdienste von Beschäftigten in der Pflege sind in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich gestiegen. Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger hätten im vergangenen Jahr mit 3697 Euro brutto im Monat dadurch "auch überdurchschnittlich im Vergleich zur Gesamtwirtschaft" verdient, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Beschäftigte mit vergleichbarer Qualifikation in (Produzierendes Gewerbe und Dienstleistungen) bekamen demnach durchschnittlich 3399 Euro im Monat.

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Auch Fachkräfte in Pflegeheimen verdienten den Angaben zufolge mit 3430 Euro überdurchschnittlich, wie die Statistiker zum Internationalen Tag der Pflege am Donnerstag weiter mitteilten. Fachkräfte in Altenheimen lagen mit 3327 Euro dagegen unterhalb des gesamtwirtschaftlichen Durchschnitts.

Die Unterschiede seien unter anderem darauf zurückzuführen, dass in der Krankenpflege vielfach Tariflöhne gezahlt werden, während es für Altenheime bislang keinen flächendeckenden Tarifvertrag gibt. Die Mindestlöhne für Pflegekräfte sollen allerdings ab dem 1. September 2022 schrittweise spürbar steigen.

Bei den Verdiensten für vollzeitbeschäftigte Fachkräfte in Krankenhäusern und Heimen, zu denen auch Pflegefachkräfte zählen, verzeichneten die Statistiker einen Zuwachs von rund einem Drittel (34 Prozent) zwischen 2011 und 2021. Die Bruttomonatsverdienste von Fachkräften in Altenheimen stiegen im selben Zeitraum etwas weniger (31 Prozent), in Pflegeheimen etwas mehr (39,3 Prozent). Damit seien aber in allen drei Gruppen die Verdienste in den vergangenen zehn Jahren "deutlich stärker als in der Gesamtwirtschaft" gestiegen.

Die Zahl der Pflegekräfte stieg unterdessen in den vergangenen Jahren stetig an. Ende 2020 waren in Deutschland knapp 486.100 Beschäftigte in Krankenhäusern in der Pflege tätig, teilten die Statistiker mit. Das waren demnach 18 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Fast die Hälfte (49 Prozent) dieser Beschäftigten arbeitete dabei in Teilzeit – insgesamt 238.000 Beschäftigte

Auch in Pflegeheimen und ambulanten Pflege- und Betreuungsdiensten stieg die Zahl der Beschäftigten deutlich. Während im Jahr 2009 noch 679.000 ambulante und stationäre Pflegekräfte tätig wären, waren es 2019 rund 954.000 – ein Anstieg um 40 Prozent.

Zwei Drittel (65 Prozent) der Pflege- und Betreuungskräfte in ambulanten und stationären Einrichtungen arbeiteten 2019 geringfügig oder in Teilzeit. 85 Prozent des Pflege- und Betreuungspersonals in Heimen und ambulanten Diensten waren weiblich.

H.Ercolani--PV

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