Pallade Veneta - Vergiftung mit Knollenblätterpilzen: Neue Leber für drei Patienten in Essen

Vergiftung mit Knollenblätterpilzen: Neue Leber für drei Patienten in Essen


Vergiftung mit Knollenblätterpilzen: Neue Leber für drei Patienten in Essen
Vergiftung mit Knollenblätterpilzen: Neue Leber für drei Patienten in Essen / Foto: JEAN-FRANCOIS MONIER - AFP/Archiv

Nach Vergiftungen durch Knollenblätterpilze sind zwei Kindern und einem Erwachsenen in der Universitätsklinik Essen neue Lebern transplantiert worden. Bei dem vierten Patienten, einem fünfjährigen Jungen, könnte sich die Leber selbst regenerieren, so dass er möglicherweise kein Spenderorgan benötigt, wie die Universitätsmedizin Essen am Montag mitteilte. Der Zustand aller Patienten sei stabil. Sie werden demnach weiterhin engmaschig und intensiv betreut.

Textgröße ändern:

Die drei Kinder im Alter zwischen fünf und 15 Jahren sowie der Erwachsene waren vor rund einer Woche mit akuten Vergiftungssymptomen und akutem Leberversagen nach dem Verzehr von Knollenblätterpilzen in die Klinik eingeliefert worden. Über den Verbund Eurotransplant, der für die Verteilung von Spenderorganen in zahlreichen europäischen Ländern zuständig ist, erhielten eines der Kinder und der Erwachsene bereits vergangene Woche eine Spenderleber, ein weiteres Kind wurde nun mit einem Spenderorgan versorgt.

Nach Schätzungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sind Knollenblätterpilze für mindestens 80 Prozent aller tödlichen Pilzvergiftungen in Deutschland verantwortlich. Verwechslungsgefahr besteht etwa zwischen Grünem Knollenblätterpilz sowie Champignons oder Täublingen. In schweren Fällen kann es zur Schädigung von Leber oder Nieren bis hin zum Organversagen kommen.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Bundestag macht Weg frei für leichtere "Überkreuz"-Nierenspenden

Nierenspenden durch lebende Personen sollen künftig leichter möglich sein. Der Bundestag beschloss am Donnerstag eine Gesetzesänderung, wonach Lebendspenden von Nieren hierzulande künftig auch zwischen zwei unterschiedlichen Paaren "überkreuz" im Regelfall zugelassen werden. Dies soll den Kreis möglicher Organspenderinnen und -spender erheblich vergrößern.

GKV-Finanzen: Kassen fordern "entschlossenes politisches Handeln"

Vor dem Hintergrund von Milliardendefiziten in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben die Kassen "entschlossenes politisches Handeln" gefordert. "Bringen Sie noch vor dem Sommer ein Gesetz auf den Weg, damit die Maßnahmen spätestens im Jahr 2027 greifen", appellierte der Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbands am Donnerstag an die Politik. "Weitere Beitragssatzerhöhungen sind für die Beitragszahlenden nicht mehr tragbar und wären zudem Gift für die Wirtschaft!"

Klingbeil-Rede bringt Bewegung in Reformdebatten von Union und SPD

In die Reformdebatten von Union und SPD kommt zunehmend Bewegung. Nach der Grundsatzrede von SPD-Chef Lars Klingbeil ist die Debatte darüber voll entbrannt, wie Belastungen durch Entlastungen an anderer Stelle ausgeglichen werden könnten und umgekehrt. Kritik kommt parteiübergreifend an Überlegungen für eine Anhebung der Mehrwertsteuer.

Bundesgerichtshof verbietet Werbung für Behandlung mit medizinischem Cannabis

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat Werbung für Behandlungen mit medizinischem Cannabis verboten. Es handelt sich um einen Verstoß gegen das Heilmittelwerberecht, wie der BGH am Donnerstag in Karlsruhe entschied. Demnach besteht die Gefahr, dass Patienten bei Arztbesuchen auf ein Cannabis-Rezept drängen. (Az. I ZR 74/25)

Textgröße ändern: