Pallade Veneta - Britische "Vogue"-Chefin besorgt angesichts Rückkehr von Magermodel-Trend

Britische "Vogue"-Chefin besorgt angesichts Rückkehr von Magermodel-Trend


Britische "Vogue"-Chefin besorgt angesichts Rückkehr von Magermodel-Trend
Britische "Vogue"-Chefin besorgt angesichts Rückkehr von Magermodel-Trend / Foto: GEOFFROY VAN DER HASSELT - AFP/Archiv

Die Chefin der britischen "Vogue" hat sich besorgt über die Rückkehr des Magermodel-Trends in der Modebranche gezeigt und dies in Zusammenhang mit Diabetes-Medikamenten gebracht. "Wir sind an einem Punkt, an dem wir sehen, dass Magerkeit wieder in Mode kommt und als Trend dargestellt wird", sagte Chioma Nnadi, Chefredakteurin der britischen Ausgabe des Modemagazins, am Donnerstag der BBC.

Textgröße ändern:

"Ich bin sehr besorgt, und viele meiner Kollegen sind es auch", fügte Nnadi hinzu. Sie vermute einen Zusammenhang mit der zunehmenden Verbreitung von Medikamenten wie Ozempic, das zur Behandlung von Diabetes eingesetzt wird, aber auch Fettleibigkeit entgegenwirkt. "Wir sehen, dass viele Prominente es nehmen", sagte die "Vogue"-Chefin.

Ozempic enthält - wie auch das Medikament Wegovy - den Wirkstoff Semaglutid. Beide Medikamente sind auch als "Abnehmspritze" bekannt geworden. Ozempic wird Menschen mit Diabetes verschrieben, Wegovy ist konkret als Abnehmmittel zugelassen. Um die Mittel ist ein regelrechter Hype entstanden. Mehrere Prominente berichteten inzwischen, sie hätten auf die Spritzen zurückgegriffen, um schnell Abnehmerfolge zu erzielen.

Nnadi versicherte, die britische "Vogue" bilde Models aller Kleidergrößen ab. Die Modemagazine könnten dem Trend jedoch nicht allein entgegensteuern, "solange die Designer Kleidung für eine bestimmte Standardgröße herstellen", kritisierte Nnadi.

Der auch als "Heroin Chic" bezeichnete Magermodel-Trend war in Großbritannien in den 90er Jahren insbesondere durch das britische Model Kate Moss geprägt worden.

kbh/gt

U.Paccione--PV

Empfohlen

Rauchverzicht und bessere Behandlung: Rückgang von Herzinfarkten in Deutschland

Die Zahl der Herzinfarkte geht in Deutschland einer Erhebung zufolge weiter zurück. 2024 wurden rechnerisch 320 Herzinfarkte je 100.000 Menschen ab dem 30. Lebensjahr dokumentiert, das entspricht einem Minus von 14 Prozent im Vergleich zu 2017, wie aus dem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Gesundheitsatlas des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (Wido) hervorgeht.

Trump gibt Rücktritt des Chefs der US-Arzneimittelbehörde bekannt

US-Präsident Donald Trump hat den Abgang des Chefs der US-Arzneimittelbehörde FDA, Marty Makary, bekanntgegeben. "Marty ist ein großartiger Kerl, aber er wird seinen Weg gehen und ein gutes Leben führen", sagte Trump am Dienstag vor Journalisten auf die Frage, ob er den FDA-Chef entlassen habe. Später veröffentlichte der Präsident auf seiner Plattform Truth Social eine angebliche Textnachricht Makarys, in der dieser seinen Rücktritt anbot.

Prozess um eigenmächtige Coronaimpfung: Freispruch für Unternehmer in Lübeck

Rund viereinhalb Jahre nach einer eigenmächtigen Coronaimpfaktion mit einem nicht zugelassenen Medikament am Lübecker Flughafen ist ein Unternehmer in einem Berufungsprozess freigesprochen worden. Das Landgericht Lübeck sah nach Angaben eines Sprechers am Dienstag vor dem Hintergrund einer komplizierten Rechtslage keine strafbaren Handlungen. Es hob daher ein erstinstanzliches Urteil des Lübecker Amtsgerichts auf, das den Angeklagten 2024 zu einer Geldstrafe von 250.000 Euro verurteilt hatte.

Hantavirus auf der "Hondius": WHO-Chef gibt nach Evakuierung noch keine Entwarnung

Nach der Evakuierung der letzten Passagiere vom Kreuzfahrtschiff "Hondius" kann von Entwarnung vorerst keine Rede sein. Während die in ihren Heimatregionen unter Quarantäne gestellten betroffenen vier Deutschen am Dienstag symptomfrei waren, litt ein nach seiner Heimkehr positiv auf das Hantavirus getesteter Spanier unter Fieber und Atemwegsproblemen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte in Madrid, der Kampf gegen den Virus-Ausbruch sei "noch nicht vorbei". Er mahnte die mehr als 20 betroffenen Länder, die WHO-Empfehlungen zur Eindämmung des potenziell tödlichen Virus umzusetzen.

Textgröße ändern: