Pallade Veneta - 22 Millionen Einwohner Shanghais dürfen sich wieder frei in der Stadt bewegen

22 Millionen Einwohner Shanghais dürfen sich wieder frei in der Stadt bewegen


22 Millionen Einwohner Shanghais dürfen sich wieder frei in der Stadt bewegen
22 Millionen Einwohner Shanghais dürfen sich wieder frei in der Stadt bewegen / Foto: Hector RETAMAL - AFP

In Chinas größter Stadt Shanghai dürfen sich nach zweimonatigem Corona-Lockdown rund 22 Millionen Menschen wieder frei in der Stadt bewegen. In Stadtvierteln mit geringem Infektionsrisiko wurden viele Corona-Beschränkungen am Mittwoch aufgehoben. "Auf diesen Moment haben wir uns schon sehr lange gefreut", erklärte die Stadtverwaltung. Die "beispiellose Zeit der Stille" in der Millionenmetropole sei nun vorbei.

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Am Mittwochmorgen stiegen wieder erste Pendler in U-Bahnen ein - nach dem Scannen eines QR-Codes mit negativem Test-Nachweis. Einkaufszentren, Geschäfte und Märkte waren wieder geöffnet. In Grünanlagen standen kleine Gruppen von Menschen zusammen. Bereits am Dienstag hatten Arbeiter für den Lockdown errichtete gelbe Barrikaden vor Wohnanlagen wieder abgebaut.

Vize-Bürgermeisterin Zong Ming hatte die Lockerungen für Einwohner von Stadtvierteln mit "geringem Risiko" - insgesamt rund 22 Millionen Menschen - am Dienstag bekanntgegeben. Einkaufszentren, Lebensmittelläden, Apotheken und Kosmetiksalons dürfen dort wieder mit 75 Prozent Kapazität öffnen. Auch Parks und Sehenswürdigkeiten sollen schrittweise wieder öffnen.

Busse, U-Bahnen und Fähren nahmen nach Angaben der Verkehrsbetriebe den Betrieb wieder auf. Auch Taxis und Privatautos dürfen in Vierteln mit geringem Ansteckungsrisiko wieder fahren.

Geschlossen bleiben dagegen bis auf weiteres Kinos und Fitnessstudios. Auch die seit Mitte März geschlossenen Schulen sollen nur langsam und auf freiwilliger Basis wieder öffnen. Einwohner aus Vierteln mit "hohem Risiko" bleiben zudem weiter strengen Restriktionen unterworfen. Betroffen sind nach Behördenangaben noch mehr als eine halbe Million Menschen.

China hatte von Beginn der Pandemie an auf rigorose Corona-Maßnahmen gesetzt und die Infektionszahlen damit über lange Zeit hinweg auf im internationalen Vergleich relativ niedrigem Stand halten können. Mit Aufkommen der Omikron-Variante kam es dennoch zu großen Ausbrüchen. Zentrum war zunächst Shanghai, woraufhin die Wirtschaftsmetropole Anfang April rigoros abgeriegelt wurde.

Mit sinkenden Ansteckungszahlen wurden die harten Einschränkungen zuletzt schrittweise gelockert. Für eine völlige Rückkehr zur Normalität ist es aus Sicht der Behörden aber noch zu früh. Die "Erfolge bei Prävention und Kontrolle" müssten erst noch stabilisiert werden, warnte die Stadtverwaltung. Am Dienstag hatten die Gesundheitsbehörden der Stadt 31 neue Corona-Fälle gemeldet. Vor einem Monat waren es täglich noch mehr als 25.000.

H.Lagomarsino--PV

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