Pallade Veneta - Ärzte ohne Grenzen setzt Arbeit in Stadt Gaza wegen israelischer Offensive aus

Ärzte ohne Grenzen setzt Arbeit in Stadt Gaza wegen israelischer Offensive aus


Ärzte ohne Grenzen setzt Arbeit in Stadt Gaza wegen israelischer Offensive aus
Ärzte ohne Grenzen setzt Arbeit in Stadt Gaza wegen israelischer Offensive aus / Foto: Benoit Tessier - POOL/AFP/Archiv

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hat wegen der Ausweitung der israelischen Militäroffensive und der deshalb wachsenden Unsicherheit ihre medizinische Arbeit in der Stadt Gaza ausgesetzt. "Wir hatten keine andere Wahl, als unsere Aktivitäten einzustellen, da unsere medizinischen Einrichtungen von israelischen Streitkräften umringt sind", erklärte Jacob Granger, Notfallkoordinator von Ärzte ohne Grenzen in Gaza, am Freitagabend.

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Weniger als einen Kilometer von ihren Gesundheitseinrichtungen entfernt gebe es anhaltende Luftangriffe und vorrückende Panzer. Das Risiko für die Mitarbeitenden sei "inakzeptabel" geworden.

Die am stärksten gefährdeten Menschen wie Säuglinge und Menschen mit schweren Verletzungen oder lebensbedrohlichen Krankheiten könnten sich nicht bewegen und seien in großer Gefahr. Zwar seien viele Menschen wegen der Evakuierungsbefehle in den Süden des Gazastreifens geflohen, es gebe aber immer noch Hunderttausende, die nicht in der Lage seien, die Stadt zu verlassen.

Im gesamten Gazastreifen seien die nur teilweise funktionsfähigen Krankenhäuser wegen des gravierenden Mangels an Personal, Versorgungsgütern und Treibstoff überlastet. Patienten und Patientinnen könnten oftmals nur unter großen Schwierigkeiten versorgt werden. Oft träfen sie sehr spät und in kritischem Zustand ein.

Die Hilfsorganisation kündigte an, trotz der Einstellung ihrer Arbeit in der Stadt Gaza weiterhin aus der Ferne wichtige Einrichtungen wie das Al-Schifa-Krankenhaus und das Al-Helu-Geburtskrankenhaus durch Materiallieferungen zu unterstützen.

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Unterkünften und medizinischer Versorgung ist in der Stadt Gaza laut Ärzte ohne Grenzen immer stärker eingeschränkt. Die Menschen würden "absichtlich um das Überlebensnotwendige gebracht", kritisierte die Hilfsorganisation. Die Gewalt müsse sofort eingestellt werden, zudem müsse es konkrete Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung geben, forderte Ärzte ohne Grenzen.

Israel müsse "unverzüglich" einen ungehinderten Zugang und die Sicherheit der in Gaza tätigen humanitären Organisationen gewährleisten und akzeptable Bedingungen für eine sichere und dauerhafte Bereitstellung von medizinischer Versorgung und humanitärer Hilfe schaffen, verlangte Ärzte ohne Grenzen. Diese Bedingungen seien "heute eindeutig nicht gegeben".

O.Pileggi--PV

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