Pallade Veneta - Apothekerverband: Arzneimittelausgaben 2025 deutlich gestiegen

Apothekerverband: Arzneimittelausgaben 2025 deutlich gestiegen


Apothekerverband: Arzneimittelausgaben 2025 deutlich gestiegen
Apothekerverband: Arzneimittelausgaben 2025 deutlich gestiegen / Foto: STEFANIE LOOS - AFP

Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Arzneimittel sind nach Berechnungen des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. 2025 habe es bei den Arzneimitteln ohne Impfstoffe erwartungsgemäß einen Anstieg um 4,9 Prozent auf 56,4 Milliarden Euro gegeben, teilte der DAV am Donnerstag unter Berufung auf Abrechnungsergebnisse von Apothekenrechenzentren in Berlin mit.

Textgröße ändern:

Damit entsprach die Entwicklung exakt den Prognosen des GKV-Spitzenverbands und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). "Die Zahlen für das Jahr 2025 zeigen ganz nüchtern: Die Krankenkassen geben mehr Geld für weniger Medikamente aus", erklärte der DAV-Vorsitzende Hans-Peter Hubmann: "Denn neue und innovative Arzneimittel sind oft teurer als ihre Vorgänger." Mit einer bedarfsgerechten Verordnung dieser Arzneimittel ließen Ärztinnen und Ärzte ihre Patientinnen und Patienten am medizinischen Fortschritt teilhaben.

Die DAV-Berechnungen belegen nach Verbandsangaben zudem, dass die Vergütung der Apotheken weitestgehend stagniert. DAV-Chef Hubmann kritisierte in diesem Zusammenhang, "dass die Apotheken als Leistungserbringer nicht am Fortschritt und Wachstum teilhaben, sondern im Gegenteil kaputtgespart werden".

Seit 2013 habe jede fünfte Apotheke schließen müssen, weil die Kosten um 65 Prozent gestiegen seien, erklärte Hubmann. Damals wurde das Festhonorar dem Apothekerverband zufolge auf 8,35 Euro pro Packung festgesetzt, aber seitdem von der Politik nicht mehr angerührt. Der DAV forderte Bundestag, Bundesregierung und Bundesrat daher auf, die Apotheken finanziell zu stärken und eine patientenorientierte Versorgung zu ermöglichen.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Hausärzte werfen Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vor

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat der Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vorgeworfen. "Die Bundesregierung lässt die Praxen beim Hitzeschutz im Stich", sagte die Verbandsvorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. "Den jahrelangen Ankündigungen, man werde das Thema Hitzeschutz endlich priorisieren, sind keine Taten gefolgt."

Warken will Suizidprävention stärken - Verbände fordern zentrale Hilfe-Rufnummer

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die Suizidprävention bundesweit stärken. Die dafür zuständigen Länder und Kommunen sollten besser unterstützt werden, heißt es in einem Gesetzentwurf, dessen Inhalte AFP am Freitag in Berlin in Auszügen vorlagen. Darin ist unter anderem die Schaffung einer "Bundesfachstelle für Suizidprävention" geplant. Mehrere Verbände drängten auf eine bundesweit einheitliche Krisendienst-Rufnummer.

Marburger Bund fordert besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser

Angesichts anhaltend hoher Temperaturen hat der Ärzteverband Marburger Bund einen besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser gefordert. "Die allermeisten Bereiche vom Krankenhaus sind nicht klimatisiert", sagte die erste Vorsitzende Susanne Johna am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Klare Vorgaben gebe es nur für den Operationsbereich und für die Radiologie. Nur ein Drittel der Häuser habe klimatisierte Patientenzimmer.

Fraktionsübergreifend Werben für Widerspruchslösung bei Organspende

Rednerinnen und Redner unterschiedlicher Fraktionen haben am Donnerstag im Bundestag für die Einführung der so genannten Widerspruchslösung bei der Organspende geworben. Viele Menschen sterben, "weil das rettende Organ fehlt", sagte die CDU-Abgeordnete Gitta Connemann in der Orientierungsdebatte im Parlament. Sie betonte, auch bei der Widerspruchslösung bleibe "das Recht auf Selbstbestimmung unangetastet".

Textgröße ändern: