Pallade Veneta - Wandernder Medizin-Nobelpreisträger erfährt verspätet von Ehrung

Wandernder Medizin-Nobelpreisträger erfährt verspätet von Ehrung


Wandernder Medizin-Nobelpreisträger erfährt verspätet von Ehrung
Wandernder Medizin-Nobelpreisträger erfährt verspätet von Ehrung / Foto: Claudio BRESCIANI - TT NEWS AGENCY/AFP

Mit erheblicher Verspätung hat einer der Empfänger des diesjährigen Medizin-Nobelpreises von seiner Ehrung erfahren: Erst am Dienstag nahm Fred Ramsdell schließlich Kontakt zum Nobel-Komitee in Stockholm auf, wie er der "New York Times" schilderte. Der Forscher befand sich mit seiner Frau am Ende eines dreiwöchigen Wander- und Campingurlaubs im Westen der USA und hatte sein Handy auf Flugmodus gestellt, als das Nobelkomitee, zahllose Medien und Freunde am Montag vergeblich versuchten, ihn zu erreichen und ihm die gute Nachricht zu überbringen.

Textgröße ändern:

Bei einem Stopp im Bundesstaat Montana hatte das Handy von Ramsdells Frau schließlich wieder Empfang - und sie erhielt eine Flut von Nachrichten zur Nobelpreis-Auszeichnung ihres Mannes. Ramsdell versuchte daraufhin, den Generalsekretär der Nobelversammlung, Thomas Perlmann, zurückzurufen, doch in Schweden war es mittlerweile bereits spät am Abend und niemand zu erreichen. Erst am Dienstagmorgen sprachen die beiden schließlich miteinander.

Ramsdell erhält den Medizin-Nobelpreis zusammen mit der US-Wissenschaftlerin Mary E. Brunkow und dem Wissenschaftler Shimon Sakaguchi aus Japan. Die drei werden für ihre Entdeckungen im Zusammenhang mit der Funktionsweise des Immunsystems geehrt.

Das Nobel-Komitee hatte auch Brunkow zunächst nicht erreichen können. Die Wissenschaftlerin, die wie Ramsdell an der US-Westküste lebt, hatte den Anruf wegen der Zeitverschiebung mitten in der Nacht erhalten und war angesichts der unbekannten schwedischen Telefonnummer nach eigenen Angaben von einem Spam-Anruf ausgegangen. Sie habe daher das Telefon ausgeschaltet und sich wieder schlafen gelegt, sagte sie der Nobel-Stiftung. Später hatte das Nobel-Komitee dann doch noch Erfolg und konnte die gute Nachricht überbringen.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Bundesgerichtshof verbietet Werbung für Behandlung mit medizinischem Cannabis

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat Werbung für Behandlungen mit medizinischem Cannabis verboten. Es handelt sich um einen Verstoß gegen das Heilmittelwerberecht, wie der BGH am Donnerstag in Karlsruhe entschied. Demnach besteht die Gefahr, dass Patienten bei Arztbesuchen auf ein Cannabis-Rezept drängen. (Az. I ZR 74/25)

Bundestag verabschiedet Spritpreis-Gesetz

Der Bundestag will in seiner Plenarsitzung am Donnerstag ein Gesetz verabschieden, mit dem die Koalition aus Union und SPD auf die stark gestiegenen Preise an den Tankstellen reagiert (09.00). Tankstellen sollen die Spritpreise künftig nur noch einmal am Tag erhöhen dürfen. Preissenkungen sollen jederzeit möglich sein. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Zudem soll das Kartellrecht verschärft werden, um einfacher gegen marktbeherrschende Mineralölkonzerne vorzugehen.

Bundesgerichtshof urteilt über Werbung für Cannabis auf Rezept

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entscheidet am Donnerstag (08.45 Uhr) im Zusammenhang mit einem heiß diskutierten Thema: medizinischem Cannabis auf Rezept. Es geht um die Frage, wie weit die Werbung eines Vermittlungsportals für Arzttermine gehen darf. Geklagt hat die Wettbewerbszentrale. Ihrer Auffassung nach verstößt der gegen das im Heilmittelgesetz verankerte Werbeverbot. (Az. I ZR 74/25)

Posttraumatische Belastungsstörung von Leichenumbetter kann Berufskrankheit sein

Auch die Arbeit von Leichenumbettern kann eine Posttraumatische Belastungsstörung auslösen, die wie eine Berufskrankheit anerkannt werden muss. Das kann dann passieren, wenn sie wiederholten oder extremen Konfrontationen mit traumatischen Ereignissen ausgesetzt sind, wie das Bundessozialgericht in Kassel am Dienstag erklärte. Es verwies die Klage eines Betroffenen zurück an das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg in Potsdam. (Az. B 2 U 19/23 R).

Textgröße ändern: