Pallade Veneta - OECD: Deutsche trinken elf Liter reinen Alkohol im Jahr - mehr als OECD-Schnitt

OECD: Deutsche trinken elf Liter reinen Alkohol im Jahr - mehr als OECD-Schnitt


OECD: Deutsche trinken elf Liter reinen Alkohol im Jahr - mehr als OECD-Schnitt
OECD: Deutsche trinken elf Liter reinen Alkohol im Jahr - mehr als OECD-Schnitt / Foto: ALEXANDRA BEIER - AFP/Archiv

Deutsche trinken im Schnitt deutlich mehr Alkohol als in anderen OECD-Ländern. Etwa elf Liter reinen Alkohols nehmen Deutsche im Alter ab 15 Jahren im Schnitt pro Jahr zu sich, wie aus dem am Donnerstag in Paris veröffentlichten Gesundheitsbericht "Health at a Glance" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hervorgeht. Der Schnitt aller 38 OECD-Länder liegt bei neun Litern Reinalkohol.

Textgröße ändern:

Der Alkoholkonsum zählt zu den wenigen Gesundheitsfaktoren, in denen Deutschland schlechter abschneidet als die übrigen OECD-Länder. Dazu zählt aber auch die Einschätzung der eigenen Gesundheit: Elf Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren klagen in Deutschland über Gesundheitsprobleme, drei Punkte mehr als im OECD-Schnitt.

Die Lebenserwartung entspricht in Deutschland mit 81,1 Jahren hingegen genau dem Schnitt der OECD-Länder. Deutschland gibt zudem deutlich mehr für Gesundheit aus als die übrigen Mitgliedsländer, nämlich rund 8000 Euro pro Kopf. Der OECD-Schnitt liegt bei etwa 4900 Euro. Insgesamt geben die OECD-Länder der Studie zufolge 9,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Gesundheit aus, in Deutschland sind es 12,3 Prozent.

Die Organisation geht davon aus, dass die Ausgaben für Gesundheit bis 2045 um etwa 1,5 Prozent steigen werden. Dies erkläre sich durch bessere Technologien, höhere Erwartungen und eine alternde Bevölkerung.

Unterdessen ist der Anteil der übergewichtigen Menschen in vier von fünf OECD-Ländern zwischen 2013 und 2023 weiter angestiegen. Insgesamt sind mittlerweile 54 Prozent der Menschen übergewichtig oder adipös. "Vorbeugende Gesundheitsmaßnahmen können eine kosteneffiziente Möglichkeit sein, um wichtige Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen oder schädlichen Alkoholkonsum zu verringern", sagte OECD-Generalsekretär Mathias Cormann.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) umfasst 38 Mitglieder, die weltweit zu den wohlhabenderen Staaten zählen.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Hausärzte werfen Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vor

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat der Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vorgeworfen. "Die Bundesregierung lässt die Praxen beim Hitzeschutz im Stich", sagte die Verbandsvorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. "Den jahrelangen Ankündigungen, man werde das Thema Hitzeschutz endlich priorisieren, sind keine Taten gefolgt."

Warken will Suizidprävention stärken - Verbände fordern zentrale Hilfe-Rufnummer

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die Suizidprävention bundesweit stärken. Die dafür zuständigen Länder und Kommunen sollten besser unterstützt werden, heißt es in einem Gesetzentwurf, dessen Inhalte AFP am Freitag in Berlin in Auszügen vorlagen. Darin ist unter anderem die Schaffung einer "Bundesfachstelle für Suizidprävention" geplant. Mehrere Verbände drängten auf eine bundesweit einheitliche Krisendienst-Rufnummer.

Marburger Bund fordert besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser

Angesichts anhaltend hoher Temperaturen hat der Ärzteverband Marburger Bund einen besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser gefordert. "Die allermeisten Bereiche vom Krankenhaus sind nicht klimatisiert", sagte die erste Vorsitzende Susanne Johna am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Klare Vorgaben gebe es nur für den Operationsbereich und für die Radiologie. Nur ein Drittel der Häuser habe klimatisierte Patientenzimmer.

Fraktionsübergreifend Werben für Widerspruchslösung bei Organspende

Rednerinnen und Redner unterschiedlicher Fraktionen haben am Donnerstag im Bundestag für die Einführung der so genannten Widerspruchslösung bei der Organspende geworben. Viele Menschen sterben, "weil das rettende Organ fehlt", sagte die CDU-Abgeordnete Gitta Connemann in der Orientierungsdebatte im Parlament. Sie betonte, auch bei der Widerspruchslösung bleibe "das Recht auf Selbstbestimmung unangetastet".

Textgröße ändern: