Pallade Veneta - Krankenhäuser melden Anstieg der Patientenzahlen durch Winterwetter

Krankenhäuser melden Anstieg der Patientenzahlen durch Winterwetter


Krankenhäuser melden Anstieg der Patientenzahlen durch Winterwetter
Krankenhäuser melden Anstieg der Patientenzahlen durch Winterwetter / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP

Unfälle durch Eis und Schnee sorgen für eine wachsende Belastung der Krankenhäuser. "Die aktuelle Wetterlage führt zu einem deutlichen Anstieg der Patientenzahlen in den Notaufnahmen", sagte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstagsausgaben). Gleichzeitig komme es vermehrt zu Atemwegserkrankungen, sowohl bei Patienten als auch bei Mitarbeitenden, was einen höheren Krankenstand zur Folge habe.

Textgröße ändern:

"All diese Faktoren zusammen führen zu einer spürbaren Mehrbelastung in den Kliniken", warnte der Verbandschef. Auch die Hausärzte melden eine steigende Zahl von Behandlungen aufgrund von Stürzen. "Aus ersten Regionen hören wir, dass mehr Menschen wegen Glätteunfällen in die Praxen kommen", sagte Verbandschef Markus Beier den RND-Zeitungen. Besonders häufig seien Verletzungen von Handgelenke und Hüften, aber auch Schultern und Kopf. Beier mahnte insbesondere ältere Patientinnen und Patienten zur Vorsicht.

Der Verband erwartet zudem mehr Atemwegserkrankungen. "Der Winter ist noch lang, und wir rechnen noch einmal mit einem deutlichen Anstieg der Infekte in den kommenden Wochen", sagte Beier. "Auch die Grippewelle, die in diesem Jahr früh gestartet ist, ist voraussichtlich noch nicht vorbei."

Der Mediziner appellierte an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen. Beier beklagte allerdings, dass bereits seit Mitte Dezember in einigen Regionen Influenza-Impfstoffe knapp seien.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Hausärzte werfen Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vor

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat der Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vorgeworfen. "Die Bundesregierung lässt die Praxen beim Hitzeschutz im Stich", sagte die Verbandsvorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. "Den jahrelangen Ankündigungen, man werde das Thema Hitzeschutz endlich priorisieren, sind keine Taten gefolgt."

Warken will Suizidprävention stärken - Verbände fordern zentrale Hilfe-Rufnummer

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die Suizidprävention bundesweit stärken. Die dafür zuständigen Länder und Kommunen sollten besser unterstützt werden, heißt es in einem Gesetzentwurf, dessen Inhalte AFP am Freitag in Berlin in Auszügen vorlagen. Darin ist unter anderem die Schaffung einer "Bundesfachstelle für Suizidprävention" geplant. Mehrere Verbände drängten auf eine bundesweit einheitliche Krisendienst-Rufnummer.

Marburger Bund fordert besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser

Angesichts anhaltend hoher Temperaturen hat der Ärzteverband Marburger Bund einen besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser gefordert. "Die allermeisten Bereiche vom Krankenhaus sind nicht klimatisiert", sagte die erste Vorsitzende Susanne Johna am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Klare Vorgaben gebe es nur für den Operationsbereich und für die Radiologie. Nur ein Drittel der Häuser habe klimatisierte Patientenzimmer.

Fraktionsübergreifend Werben für Widerspruchslösung bei Organspende

Rednerinnen und Redner unterschiedlicher Fraktionen haben am Donnerstag im Bundestag für die Einführung der so genannten Widerspruchslösung bei der Organspende geworben. Viele Menschen sterben, "weil das rettende Organ fehlt", sagte die CDU-Abgeordnete Gitta Connemann in der Orientierungsdebatte im Parlament. Sie betonte, auch bei der Widerspruchslösung bleibe "das Recht auf Selbstbestimmung unangetastet".

Textgröße ändern: