Pallade Veneta - "Niedrigster Stand seit fast 50 Jahren": Zahl der Apotheken 2025 weiter gesunken

"Niedrigster Stand seit fast 50 Jahren": Zahl der Apotheken 2025 weiter gesunken


"Niedrigster Stand seit fast 50 Jahren": Zahl der Apotheken 2025 weiter gesunken
"Niedrigster Stand seit fast 50 Jahren": Zahl der Apotheken 2025 weiter gesunken / Foto: STEFANIE LOOS - AFP/Archiv

Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter gesunken. Wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) am Dienstag mitteilte, gab es zum Jahresende noch bundesweit 16.601 Apotheken. Das waren demnach 440 oder 2,6 Prozent weniger als Ende 2024. Damit sei "der niedrigste Stand an Apotheken seit fast 50 Jahren erreicht".

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Der Apothekerverband machte für die Entwicklung unzureichende Kostenerstattungen verantwortlich. Seit der Umstellung auf das fixe Packungshonorar für Arzneimittel vor 22 Jahren habe es im Jahr 2013 nur einmal eine Erhöhung der Beträge gegeben. "Dieser Stillstand hat zur Folge, dass seit 2013 jede fünfte Apotheke schließen musste", hieß es. Damals habe es noch 20.662 Apotheken in Deutschland gegeben und damit 4061 mehr als heute.

"Das ist eine gefährliche Entwicklung, denn die Resilienz unserer Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung wird mit jeder Apothekenschließung weiter geschwächt", erklärte ABDA-Präsident Thomas Preis. Durch den Wegfall von Apotheken müssten immer mehr Menschen "weitere Wege bis zur nächsten Apotheke zurücklegen".

Angesichts von Kostensteigerungen und fehlender Anhebung der Erstattung sei für viele Apotheken "ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb nicht mehr darstellbar", sagte Preis weiter. Er forderte die Bundesregierung zum Handeln auf.

Union und SPD haben sich im Koalitionsvertrag bereits darauf verständigt, das fixe Apothekenhonorar pro Medikamentenpackung einmalig auf 9,50 Euro zu erhöhen. Preis kritisierte es vor dem Hintergrund von Apothekenschließungen als "vollkommen unverständlich", dass dies bisher nicht umgesetzt werde.

A.Rispoli--PV

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