Pallade Veneta - Umfrage: Vier von Fünf finden Vorsorge wichtig – doch nur jeder Zweite geht hin

Umfrage: Vier von Fünf finden Vorsorge wichtig – doch nur jeder Zweite geht hin


Umfrage: Vier von Fünf finden Vorsorge wichtig – doch nur jeder Zweite geht hin
Umfrage: Vier von Fünf finden Vorsorge wichtig – doch nur jeder Zweite geht hin / Foto: Charly TRIBALLEAU - AFP/Archiv

Vier von fünf Versicherten halten Gesundheitsvorsorge für wichtig, doch nur knapp jeder zweite geht auch regelmäßig zu Untersuchungen. Das zeigt eine Umfrage des Instituts Yougov im Auftrag des Ärzteportals Doctolib, deren Ergebnisse der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlagen. Die Studie spricht von einem "Präventions-Paradox".

Textgröße ändern:

Insgesamt 84 Prozent der Befragten stufen medizinische Vorsorge als wichtig ein. Nur 42 Prozent nehmen aber tatsächlich Termine regelmäßig wahr. Besonders ausgeprägt zeigt sich dies demnach bei Männern. Nur 34 Prozent gehen regelmäßig zur Vorsorge, bei Frauen sind es 49 Prozent. Dass Männer eher Vorsorgemuffel sind, zeigten in der Vergangenheit auch andere Umfragen.

Als Haupthindernisse nennen die Befragten Zeitmangel durch Beruf und Familie, Vergesslichkeit sowie organisatorische Hürden bei der Terminvereinbarung. Knapp drei Viertel (73 Prozent) der Befragten gehen davon aus, dass digitale Erinnerungen per App, SMS oder E-Mail sie dabei unterstützen würden, Vorsorgetermine häufiger wahrzunehmen.

61 Prozent fühlen sich gut darüber im Bilde, welche Vorsorgeuntersuchungen in ihrem Alter und für ihr Geschlecht empfohlen werden. Mehr als ein Drittel (34 Prozent) der Befragten fühlt sich hingegen schlecht oder sehr schlecht über empfohlene Untersuchungen informiert. Befragt wurden vom 26. bis 28. Januar 2026 mehr als 2000 Menschen ab 18 Jahren.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Hausärzte werfen Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vor

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat der Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vorgeworfen. "Die Bundesregierung lässt die Praxen beim Hitzeschutz im Stich", sagte die Verbandsvorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. "Den jahrelangen Ankündigungen, man werde das Thema Hitzeschutz endlich priorisieren, sind keine Taten gefolgt."

Warken will Suizidprävention stärken - Verbände fordern zentrale Hilfe-Rufnummer

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die Suizidprävention bundesweit stärken. Die dafür zuständigen Länder und Kommunen sollten besser unterstützt werden, heißt es in einem Gesetzentwurf, dessen Inhalte AFP am Freitag in Berlin in Auszügen vorlagen. Darin ist unter anderem die Schaffung einer "Bundesfachstelle für Suizidprävention" geplant. Mehrere Verbände drängten auf eine bundesweit einheitliche Krisendienst-Rufnummer.

Marburger Bund fordert besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser

Angesichts anhaltend hoher Temperaturen hat der Ärzteverband Marburger Bund einen besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser gefordert. "Die allermeisten Bereiche vom Krankenhaus sind nicht klimatisiert", sagte die erste Vorsitzende Susanne Johna am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Klare Vorgaben gebe es nur für den Operationsbereich und für die Radiologie. Nur ein Drittel der Häuser habe klimatisierte Patientenzimmer.

Fraktionsübergreifend Werben für Widerspruchslösung bei Organspende

Rednerinnen und Redner unterschiedlicher Fraktionen haben am Donnerstag im Bundestag für die Einführung der so genannten Widerspruchslösung bei der Organspende geworben. Viele Menschen sterben, "weil das rettende Organ fehlt", sagte die CDU-Abgeordnete Gitta Connemann in der Orientierungsdebatte im Parlament. Sie betonte, auch bei der Widerspruchslösung bleibe "das Recht auf Selbstbestimmung unangetastet".

Textgröße ändern: