Pallade Veneta - Klinikbehandlungen von Frauen wegen Endometriose binnen zehn Jahren stark gestiegen

Klinikbehandlungen von Frauen wegen Endometriose binnen zehn Jahren stark gestiegen


Klinikbehandlungen von Frauen wegen Endometriose binnen zehn Jahren stark gestiegen
Klinikbehandlungen von Frauen wegen Endometriose binnen zehn Jahren stark gestiegen / Foto: FRANCK FIFE - AFP/Archiv

Die Zahl der stationären Klinikbehandlungen von Frauen wegen Endometriose ist in Deutschland binnen zehn Jahren stark gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte, erhöhte sich die Zahl 2024 im Vergleich zu 2014 um 50,1 Prozent - nämlich von gut 25.100 auf rund 37.700 Fälle. Mehr als neun von zehn Patientinnen oder 91,1 Prozent waren zwischen 20 und 49 Jahre alt.

Textgröße ändern:

Der starke Anstieg dürfte nach Angaben des Bundesamts nicht allein auf eine häufigere Erkrankung zurückzuführen sein, sondern möglicherweise auch auf ein gewachsenes Bewusstsein für Endometriose bei Patientinnen sowie Ärztinnen und Ärzten. Endometriose ist eine Erkrankung, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, in anderen Organen des Bauchraums auftritt.

Andere gynäkologische Klinikbehandlungen gingen dagegen zurück. Wegen eines Myoms der Gebärmutter wurden 2024 rund 48.700 Frauen stationär behandelt, 26,6 Prozent weniger als 2014. Auch Behandlungen wegen einer Gebärmuttersenkung sanken um 4,6 Prozent auf rund 46.100 Fälle. Hier waren fast drei Viertel der Patientinnen älter als 60 Jahre.

Häufigste Gründe für Krankenhausaufenthalte von Frauen waren 2024 Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit einem Anteil von 12,8 Prozent. Dahinter folgten Verletzungen und Vergiftungen (10,4 Prozent) sowie Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (9,4 Prozent).

Bei den Todesursachen dominierten Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 35,4 Prozent aller Sterbefälle von Frauen. 178.742 Frauen starben daran. Krebs war mit 21,1 Prozent beziehungsweise 106.774 Todesfällen die zweithäufigste Ursache.

Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt lag 2024 für Frauen bei 83,5 Jahren - und damit 4,6 Jahre höher als bei Männern mit 78,9 Jahren. Unterschiede zwischen den Geschlechtern erklären sich demnach unter anderem durch verschiedene Gesundheitsgewohnheiten von Frauen und Männern, etwa beim Tabakkonsum, bei Bewegung, Ernährung, riskantem Verhalten oder den Arbeitsbedingungen.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Hausärzte werfen Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vor

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat der Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vorgeworfen. "Die Bundesregierung lässt die Praxen beim Hitzeschutz im Stich", sagte die Verbandsvorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. "Den jahrelangen Ankündigungen, man werde das Thema Hitzeschutz endlich priorisieren, sind keine Taten gefolgt."

Warken will Suizidprävention stärken - Verbände fordern zentrale Hilfe-Rufnummer

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die Suizidprävention bundesweit stärken. Die dafür zuständigen Länder und Kommunen sollten besser unterstützt werden, heißt es in einem Gesetzentwurf, dessen Inhalte AFP am Freitag in Berlin in Auszügen vorlagen. Darin ist unter anderem die Schaffung einer "Bundesfachstelle für Suizidprävention" geplant. Mehrere Verbände drängten auf eine bundesweit einheitliche Krisendienst-Rufnummer.

Marburger Bund fordert besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser

Angesichts anhaltend hoher Temperaturen hat der Ärzteverband Marburger Bund einen besseren Hitzeschutz für Krankenhäuser gefordert. "Die allermeisten Bereiche vom Krankenhaus sind nicht klimatisiert", sagte die erste Vorsitzende Susanne Johna am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Klare Vorgaben gebe es nur für den Operationsbereich und für die Radiologie. Nur ein Drittel der Häuser habe klimatisierte Patientenzimmer.

Fraktionsübergreifend Werben für Widerspruchslösung bei Organspende

Rednerinnen und Redner unterschiedlicher Fraktionen haben am Donnerstag im Bundestag für die Einführung der so genannten Widerspruchslösung bei der Organspende geworben. Viele Menschen sterben, "weil das rettende Organ fehlt", sagte die CDU-Abgeordnete Gitta Connemann in der Orientierungsdebatte im Parlament. Sie betonte, auch bei der Widerspruchslösung bleibe "das Recht auf Selbstbestimmung unangetastet".

Textgröße ändern: