Pallade Veneta - Jährlich 44.000 Todesfälle und sieben Millionen Klinikbehandlungen wegen Alkohols

Jährlich 44.000 Todesfälle und sieben Millionen Klinikbehandlungen wegen Alkohols


Jährlich 44.000 Todesfälle und sieben Millionen Klinikbehandlungen wegen Alkohols
Jährlich 44.000 Todesfälle und sieben Millionen Klinikbehandlungen wegen Alkohols / Foto: Bertrand GUAY - AFP/Archiv

In Deutschland sind jährlich 44.000 Todesfälle und sieben Millionen Krankenhausbehandlungen auf Alkoholkonsum zurückzuführen. Die direkten und indirekten volkswirtschaftlichen Kosten des Alkoholkonsums in Deutschland beziffern Experten auf rund 57 Milliarden Euro, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Jahrbuch Sucht der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen hervorgeht.

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Das Jahrbuch fasst regelmäßig aktuelle Studien und Zahlen zu Suchtstoffen wie Alkohol, Tabak und Drogen, aber auch zum Glücksspiel und zu krankhafter Internetnutzung zusammen.

Trotz gesunkenen Alkoholkonsums konsumieren demnach rund 8,6 Millionen Menschen zwischen 18 und 64 Jahren alkoholische Getränke in gesundheitlich riskanter Weise. Das entspricht bei Männern mehr als zwei alkoholischen Getränken und bei Frauen mehr als einem pro Tag. Rund 9,5 Millionen Menschen gaben an, sich in den vergangenen 30 Tagen mindestens einen Rausch angetrunken zu haben - das sind laut Definition mindestens fünf alkoholische Getränke.

Insgesamt sank der Pro-Kopf-Konsum in Deutschland im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Liter auf 115,1 Liter. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation steht Alkohol mit bis zu 200 verschiedenen Krankheiten in Zusammenhang, darunter Krebs. Alkohol gehört damit zu den führenden vermeidbaren Todesursachen.

"Jede Phase des Alkoholkonsums – vom gelegentlichen Trinken bis hin zur Abhängigkeit – geht mit einem steigenden Risiko für gesundheitliche Schäden einher", erklärte die Suchtmedizinerin und Mitautorin des Jahrbuchs Sucht, Francesca Borlak. "Es gibt keinen gesundheitlich unbedenklichen oder gar gesundheitsförderlichen Konsum."

Auch das Rauchen ist trotz der bekannten Gesundheitsgefahren in der Bevölkerung nach wie vor weit verbreitet. Laut einer aktuellen Studie von 2025 raucht etwa ein Drittel (33,7 Prozent) der Erwachsenen. Bei Zwölf- bis 17-jährigen Jugendlichen greifen laut Daten von 2023 6,8 Prozent zum Glimmstängel, bei den 18- bis 25-Jährigen ist es mehr als jeder Vierte (26,3 Prozent).

Der Pro-Kopf-Verbrauch an versteuerten Fertigzigaretten stieg laut Jahrbuch 2025 leicht auf im Schnitt 795 Zigaretten. Seit einigen Jahren steigt auch der Konsum von E-Zigaretten - 3,0 Prozent der Menschen zwischen 14 und 64 Jahren rauchen E-Zigaretten.

O.Mucciarone--PV

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