Pallade Veneta - Umfrage: Jeder vierte Raucher raucht häufiger

Umfrage: Jeder vierte Raucher raucht häufiger


Umfrage: Jeder vierte Raucher raucht häufiger
Umfrage: Jeder vierte Raucher raucht häufiger / Foto: ERIC FEFERBERG - AFP/Archiv

Einer aktuellen Umfrage zufolge hat jeder vierte Raucher in Deutschland in den vergangenen Monaten häufiger geraucht oder sogar mit dem Rauchen angefangen. Nur jeder Zehnte rauchte weniger oder hörte ganz damit auf, wie die Kaufmännische Krankenkasse KKH am Donnerstag in Hannover mitteilte.

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In einer ähnlichen Umfrage aus dem Sommer 2020 hatten sich laut KKH die Ergebnisse hingegen noch nahezu die Waage gehalten: Seinerzeit gab jeder sechste Raucher an, seit Beginn der Coronakrise mehr zu rauchen. Jeder Siebte sagte indes, er rauche seither weniger als üblich.

Der aktuellen Erhebung zufolge raucht derzeit knapp ein Viertel der Deutschen, 18 Prozent davon regelmäßig. 32 Prozent greifen zum Stressabbau zur Zigarette, 18 Prozent aus Langeweile. Jeder Siebte meint, durch das Rauchen besser vom Alltag abschalten zu können, jeder Neunte kann dadurch seine Probleme und Sorgen vergessen. Ganz oben auf der Skala steht allerdings die Gewohnheit. Fast 60 Prozent der befragten Raucher gaben an, nicht auf die Zigarette verzichten zu wollen.

Laut KKH stieg jedoch auch die Zahl der Versicherten, die aufgrund von Tabak ärztlich behandelt wurden mussten - innerhalb des vergangenen Jahrzehnts bundesweit um rund 73 Prozent. Von 2019 direkt vor der Pandemie bis zum zweiten Coronajahr 2021 verzeichnete allein die KKH ein Plus von sieben Prozent. Ob und wie stark dieser Anstieg mit der Pandemie zusammenhänge, lasse sich jetzt noch nicht abschätzen.

Auch wegen exzessiven Alkoholkonsums mussten sich der Krankenkasse zufolge mehr Menschen behandeln lassen - innerhalb eines Jahrzehnts stieg die Zahl der Diagnosen um rund 31 Prozent, und von 2019 auf 2021 um viereinhalb Prozent. Insgesamt sind demnach laut Hochrechnung rund 1,4 Millionen Menschen in Deutschland von ärztlich diagnostiziertem Alkoholmissbrauch betroffen - deutlich weniger als von schädlichem Tabakgebrauch. Hier sind es rund 5,6 Millionen.

Anders als beim Rauchen scheint die Gewohnheit beim Konsum von Alkohol jedoch nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. Kernargument für fast die Hälfte der Befragten ist stattdessen die Gruppendynamik - sie trinken in Gesellschaft. 37 Prozent trinken, weil es ihnen gut schmeckt - 13 Prozent, um vom Alltag abzuschalten.

Die Pandemie scheint das Trinkverhalten allerdings nicht mehr so negativ zu beeinflussen wie zu Beginn. Der Umfrage zufolge trinken zehn Prozent der Befragten aktuell mehr Alkohol als vor der Krise, 14 Prozent allerdings auch weniger. Bei der Befragung im ersten Coronajahr war die Lage noch genau umgekehrt.

Das Marktforschungsinstitut Forsa befragte für die Krankenkasse online und repräsentativ im Juli 2020 sowie Juli 2022 tausend Menschen im Alter von 16 bis 69 Jahren.

O.Pileggi--PV

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