Pallade Veneta - Corona-Lockdown in chinesischer Millionen-Metropole Chengdu aufgehoben

Corona-Lockdown in chinesischer Millionen-Metropole Chengdu aufgehoben


Corona-Lockdown in chinesischer Millionen-Metropole Chengdu aufgehoben
Corona-Lockdown in chinesischer Millionen-Metropole Chengdu aufgehoben / Foto: STR - CNS/AFP

In der Millionenmetropole Chengdu im Südwesten Chinas haben die Behörden einen mehr als zwei Wochen langen Corona-Lockdown beendet. "Dank der gemeinsamen Anstrengungen der gesamten Bevölkerung wurde die Epidemie wirksam kontrolliert", erklärte die Stadtregierung von Chengdu am Sonntag. Während des Lockdowns in der Stadt mit über 16 Millionen Einwohnern waren Schulen und Geschäfte geschlossen und die Einwohner gezwungen, zu Hause zu bleiben.

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Am Montag sollten Behörden, der öffentliche Nahverkehr und Unternehmen ihren Betrieb erstmals seit ihrer Schließung am 1. September wieder aufnehmen. In Chengdu werden indes weiterhin Corona-Massentests durchgeführt. Wer öffentliche Orte betreten oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren will, muss einen höchstens 72 Stunden alten negativen Test vorweisen. Ähnliche Regeln gelten in weiteren chinesischen Metropolen wie Peking und Shanghai.

Der Lockdown in Chengdu war so strikt, dass manche Bewohner nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP ihre Wohnungen nicht einmal verlassen durften, als ein Erdbeben in einer benachbarten Region der Provinz Sichuan auch die Stadt erschütterte.

Die Schulen in Chengdu sollen nun "auf geordnete Weise" wieder öffnen, die Schüler werden einem strikten Testregime unterzogen. Wer Fitnessstudios, Schwimmbäder, Mahjong-Clubs und andere öffentliche Innenräume betritt, muss einen maximal 48 Stunden alten negativen Test vorweisen.

Am Montag wurden in Chengdu offiziellen Angaben zufolge keine neuen Corona-Infektionen mehr festgestellt.

In der Stadt sollen Ende September die Tischtennis-Weltmeisterschaften stattfinden. Die Teilnehmer sollen dafür weitgehend abgeschottet werden. Es ist die erste internationale Sportveranstaltung in China seit den Olympischen Winterspielen im vergangenen Februar und März.

China verfolgt als einzige größere Wirtschaftsmacht der Welt nach wie vor eine strikte Null-Covid-Strategie, bei der einzelne Ausbrüche sofort durch Abriegelungen und Massentests bekämpft werden. Fachleute gehen davon aus, dass sich die besonders schwer einzudämmende Omikron-Variante zuletzt in verschiedenen größeren Städten in China ausgebreitet hat.

Unter anderem hatte in Chinas größter und wirtschaftlich äußerst bedeutender Stadt Shanghai im Frühjahr zwei Monate lang ein Lockdown geherrscht. Zahlreiche Unternehmen und Fabriken mussten ihren Betrieb vorübergehend einstellen. Angesichts des anstehenden Kongresses der Kommunistischen Partei im Herbst wurde das Vorgehen nochmals verschärft.

Präsident Xi Jinping will sich im Herbst beim 20. Kongress der Kommunistischen Partei Chinas eine dritte Amtszeit sichern - das war bisher keinem seiner Vorgänger möglich. Pekings Null-Covid-Strategie hat allerdings für einen Rückgang des Wirtschaftswachstums in China gesorgt.

D.Vanacore--PV

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