Pallade Veneta - Bayern will Lehrkräfte aus anderen Bundesländern abwerben

Bayern will Lehrkräfte aus anderen Bundesländern abwerben


Bayern will Lehrkräfte aus anderen Bundesländern abwerben
Bayern will Lehrkräfte aus anderen Bundesländern abwerben / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will innerhalb der kommenden fünf Jahre 6000 neue Lehrkräfte einstellen und auch in anderen Bundesländern um sie werben. Zudem solle die Meisterausbildung in Bayern kostenlos werden, kündigte der CSU-Chef am Mittwoch bei der Klausurtagung der bayerischen CSU-Landtagsfraktion in Kloster Banz an. Der Ministerpräsident sprach von der Möglichkeit, im Fall eines Wahlsiegs auch 2028 noch einmal anzutreten. Bayern wählt am 8. Oktober einen neuen Landtag.

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Sollte 2028 "der Wunsch da sein und die Kraft, dass ich erneut kandidieren würde, dann ist das offen", sagte Söder vor Journalisten. Damit änderte er seine noch vor fünf Jahren vertretene Meinung, dass eine Amtszeit auf zehn Jahre begrenzt sein solle.

Söder begründete das mit dem Widerstand, der ihm damals vor allem von SPD und Grünen begegnet sei. Diese hätten keine entsprechende Verfassungsänderung gewollt. "So ist jetzt die Realität, deswegen nehmen wir das an", sagte er.

Die CSU regiert derzeit mit den Freien Wählern. Er wolle diese Zusammenarbeit fortsetzen, sagte Söder. "Eine schwarz-grüne Koalition wollen wir als CSU nicht." Ziel sei eine stabile Mehrheit im Herbst. "Wenn es mehr als 2018 ist, ist das schön, aber wir machen keine Prozentdiskussionen."

Als Schwerpunkte für eine mögliche weitere Amtszeit nannte Söder Schule, berufliche Bildung und Mobilität. Neben 6000 neuen Lehrkräften sollten auch 2000 Arbeitskräfte in der Schulverwaltung sowie im psychologischen und pädagogischen Bereich eingestellt werden.

Für die Arbeit an Schulen in Bayern solle "überall" geworben werden, kündigte der Ministerpräsident an. Lehrkräfte würden teils deutlich besser bezahlt als in anderen Bundesländern. Wer von ihnen neu nach Bayern ziehe, solle ein Start- und Umzugspaket bekommen. Für das Lehramtsstudium plant er mehr Flexibilität, ein Praxissemester und die Möglichkeit, in der Nachhilfe zu arbeiten.

Daneben solle die berufliche Bildung gestärkt werden. "Master und Meister müssen gleich sein", sagte Söder. Deswegen solle die Meisterausbildung ab 2024 kostenfrei werden. Dies sei ein bayerisches Alleinstellungsmerkmal und ein "Signal für das Handwerk", sagte Söder.

Für den Bereich Mobilität kündigte er unter anderem ein 29-Euro-Ticket für Studierende und Auszubildende an, das im Wintersemester 2023/2024 starten solle. Bis zum Jahr 2030 sollten außerdem 1500 Kilometer neue Radwege gebaut werden, die Rechtsstellung des Fahrrads "im Konflikt mit anderen Verkehrsträgern" solle verbessert werden.

F.Abruzzese--PV

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