Pallade Veneta - Hipkins als Chef von Neuseelands Labour Party bestätigt

Hipkins als Chef von Neuseelands Labour Party bestätigt


Hipkins als Chef von Neuseelands Labour Party bestätigt
Hipkins als Chef von Neuseelands Labour Party bestätigt / Foto: Marty MELVILLE - AFP

In Neuseeland ist der bisherige Minister Chris Hipkins von seiner Labour Party als neuer Parteivorsitzender bestätigt worden. Mit ihrem einhelligen Votum bei einer Versammlung am Sonntag in Wellington gab die sozialdemokratisch ausgerichtete Partei auch grünes Licht für die Ernennung des 44-Jährigen zum Premierminister. Beide Ämter sind miteinander verknüpft.

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Hipkins folgt auf beiden Posten Jacinda Ardern nach, die am Donnerstag überraschend ihren Rücktritt bekannt gegeben hatte. Hipkins soll nun am Mittwoch als Regierungschef vereidigt werden.

Hipkins war früher als Minister für den Kampf gegen die Corona-Pandemie zuständig und zuletzt Ressortchef für Bildung und Polizei. Er kündigte an, die Bewältigung der durch die Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise in den Mittelpunkt seiner Regierungspolitik stellen zu wollen. Auch wolle er gegen die zunehmende Kriminalität vorgehen.

Im Oktober wird in dem Südpazifik-Staat das Parlament neu gewählt. Vom Ausgang der Wahl hängt Hipkins' Zukunft als Regierungschef ab. In Umfragen lag die Labour-Partei zuletzt angesichts der gestiegenen Lebenshaltungskosten und Armut sowie der hohen Kriminalitätsraten zurück.

Ardern hatte sich in ihrer etwa fünfjährigen Amtszeit unter anderem durch ihre einfühlsame Reaktion auf den Moscheen-Anschlag in Christchurch vom März 2019 mit 51 Toten viel Anerkennung weit über die Landesgrenzen hinaus verschafft. Sie galt auch als Vertreterin von Frauenrechten im Beruf, weil sie als Regierungschefin ein Kind zur Welt brachte und die kleine Tochter zur UNO in New York mitnahm.

Im eigenen Land büßte die 42-Jährige allerdings im Laufe der Zeit immer mehr an Popularität ein. Ihren Rücktritt begründete sie damit, dass sie von ihren Amtsgeschäften erschöpft sei und für den fordernden Job "nicht mehr genug im Tank" habe.

Hipkins kritisierte am Sonntag die teilweise harsche Kritik, der seine Vorgängerin ausgesetzt gewesen sei. Die Art und Weise, in der eine "kleine Minderheit" im Land mit Ardern umgesprungen sei, sei "absolut abscheulich".

Z.Ottaviano--PV

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