Pallade Veneta - Neuseelands Regierungschefin Ardern äußert bei letztem Auftritt Dankbarkeit

Neuseelands Regierungschefin Ardern äußert bei letztem Auftritt Dankbarkeit


Neuseelands Regierungschefin Ardern äußert bei letztem Auftritt Dankbarkeit
Neuseelands Regierungschefin Ardern äußert bei letztem Auftritt Dankbarkeit / Foto: Marty MELVILLE - AFP

Die scheidende neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern hat bei ihrem letzten öffentlichen Auftritt im Amt Dankbarkeit geäußert. "Ich höre mit einem Gefühl der Dankbarkeit dafür auf, dass ich diese wunderbare Rolle so viele Jahre lang innehatte", sagte Ardern am Dienstag vor Journalisten beim Besuch einer Maori-Siedlung in Ratana auf der Nordinsel Neuseelands. Ardern betonte zudem, dass Hasskommentare und Beschimpfungen gegen sie nicht der Grund für ihren Rückzug seien.

Textgröße ändern:

Sie fände es "schrecklich", wenn ihr Rückzug vom Amt als "negativer Kommentar über Neuseeland" gesehen werde, sagte die Sozialdemokratin Ardern. Ihr angekündigter Rückzug hatte in Neuseeland eine intensive Debatte über Hass und Hetze ausgelöst, denen insbesondere weibliche Führungsfiguren in Online-Netzwerken ausgesetzt sind.

Arderns designierter Nachfolger Chris Hipkins hatte nach ihrer Rücktrittserklärung von "äußerst abscheulichen" Schmähungen gesprochen, die Ardern im Amt erfahren habe. Der 44-jährige Hipkins soll am Mittwoch als neuer Regierungschef vereidigt werden.

Ardern hatte am Donnerstag nach mehr als fünf Jahren im Amt überraschend ihren Rücktritt angekündigt. Die 42-Jährige gab zur Begründung an, ihr fehle die Kraft für weitere Jahre im Amt.

Ardern war 2017 zur Regierungschefin gewählt worden, bei der Parlamentswahl im Oktober 2020 wurde sie im Amt bestätigt. Die charismatische Politikerin machte in ihren Regierungsjahren vor allem durch ihr sensibles Krisenmanagement von sich reden. In den vergangenen Monaten waren die Beliebtheitswerte ihrer Regierung jedoch angesichts einer drohenden Rezession und einer erstarkten konservativen Opposition gesunken.

Ihr Nachfolger Hipkins erklärte am Dienstag, es sei für ihn "bittersüß", Ardern im Amt nachzufolgen, mit der er seit 20 Jahren befreundet sei. Er fühle sich "sehr geehrt", ihr nachfolgen zu dürfen, sagte Hipkins.

Ardern kündigte indes an, sie werde sich aus der neuseeländischen Innenpolitik zurückziehen. Ihrem Nachfolger Hipkins rate sie vor allem, "Du selbst zu sein", sagte sie. Es sei nun an Hipkins, "sich seinen eigenen Raum zu schaffen und seine eigene Art zu finden, eine politische Führungsfigur zu sein".

A.Rispoli--PV

Empfohlen

Richtungsentscheidung in Israel: Wahllokale öffnen für Parlamentswahl

In Israel hat die erste Parlamentswahl seit dem Hamas-Überfall begonnen. Am Dienstagmorgen um 07.00 Uhr (Ortszeit, 06.00 Uhr MEZ) öffneten die Wahllokale des Landes. Die Abstimmung gilt als Richtungswahl über die künftige Ausrichtung Israels. Zwar hat die Opposition gute Chancen, die amtierende Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu abzulösen. Allerdings wird ein enges Rennen erwartet. Mit ersten Hochrechnungen wird nach Schließung der Wahllokale um 22.00 Uhr (Ortszeit, 21.00 Uhr MEZ) gerechnet.

US-Verteidigungsministerium benennt erstes Atom-U-Boot für australischen Marinestützpunkt

Das US-Verteidigungsministerium hat im Rahmen seines Verteidigungsabkommens mit Australien ein erstes Atom-U-Boot benannt, das in einem strategisch wichtigen Hafen an der Westküste des Landes stationiert werden soll. Wie die Verbündeten am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten, wird die "USS Colorado" Ende 2027 den neuen australischen Stützpunkt anlaufen.

Merz zum Auftakt seiner Asienreise in Singapur

Zum Auftakt seiner mehrtägigen Asienreise wird Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Dienstag in Singapur erwartet. In dem Stadtstaat wird der Kanzler unter anderem Premierminister Lawrence Wong und Präsident Tharman Shanmugaratnam treffen. Beim Institute for Southeast Asian Studies soll Merz die sogenannte Singapore Lecture halten. Bei der Rede dürfte er sich ausführlicher zu den Beziehungen zu den Staaten des Indopazifik äußern. Auch ein Besuch des Hafens PSA Horizons ist geplant.

Israelis wählen neues Parlament - Netanjahu unter Druck

In Israel wird am Dienstag ein neues Parlament gewählt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu tritt nach insgesamt mehr als 19 Jahren als Regierungschef erneut als Spitzenkandidat seiner konservativen Likud-Partei an. Seinen Herausforderern werden gute Chancen eingeräumt, vor allem dem Mitte-rechts-Kandidaten und ehemaligen Armeechef Gadi Eisenkot. Es wird ein enges Rennen erwartet.

Textgröße ändern: