Pallade Veneta - Antisemitismusbeauftragter fordert "Recht auf Bescheidwissen"

Antisemitismusbeauftragter fordert "Recht auf Bescheidwissen"


Antisemitismusbeauftragter fordert "Recht auf Bescheidwissen"
Antisemitismusbeauftragter fordert "Recht auf Bescheidwissen" / Foto: JANEK SKARZYNSKI - AFP

Zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau hat der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, die Weiterentwicklung der Erinnerungskultur zu einem "Recht auf Bescheidwissen" gefordert. Vor allem die jüngere Generation in Deutschland habe das Recht zu wissen, "was in diesem Land passiert ist und welche Vernichtungsdynamik von ihm ausging", schreibt Klein in einem Gastbeitrag für den "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe).

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Leider seien Wissenslücken über den Holocaust und verzerrte Wahrnehmungen über das von Deutschland ausgehende Menschheitsverbrechen weit verbreitet, kritisierte Klein. Angesichts der Tatsache, dass bald keine Holocaust-Überlenden mehr persönlich über das Geschehen berichten könnten, komme den Gedenkstätten in Zukunft eine größere Bedeutung zu. Aber: "Wir sollten es nicht nur ihnen und den Schulen überlassen, Bildungsangebote in der Erinnerungskultur zu machen. Ich sehe hier ebenso Betriebe, Behörden, Sportvereine und die Familien in unserem Land gefordert."

Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war am 27. Januar 1945 von Soldaten der Roten Armee befreit worden. Das unter deutscher Besatzung in Polen errichtete Vernichtungslager ist ein Symbol für den von den Nationalsozialisten verübten Völkermord an sechs Millionen europäischen Juden. Eine Million von ihnen starb zwischen 1940 und 1945 in dem Lager - ebenso wie 80.000 nichtjüdische Polen, 25.000 Roma und 20.000 sowjetische Soldaten.

In Deutschland wird der 27. Januar seit 1996 als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen.

I.Saccomanno--PV

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