Pallade Veneta - Noch keine Entscheidung bei Verkauf von Flughafen Hahn

Noch keine Entscheidung bei Verkauf von Flughafen Hahn


Noch keine Entscheidung bei Verkauf von Flughafen Hahn
Noch keine Entscheidung bei Verkauf von Flughafen Hahn / Foto: Tobias Schwarz - AFP

Im Ringen um den Verkauf des insolventen rheinland-pfälzischen Flughafens Frankfurt-Hahn ist noch keine Entscheidung gefallen. Die Gläubigerversammlungen der Flughafengesellschaft hätten das Angebot des Höchstbietenden am Dienstag vorerst nicht genehmigt, sagte Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner im Anschluss an das Treffen in Bad Kreuznach. Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um das Angebot des russischen Investors Viktor Charitonin. Der mögliche Verkauf des Flughafens an den Russen hat für scharfe Kritik gesorgt.

Textgröße ändern:

Das fragliche Angebot sei nicht aus politischen Gründen und auch nicht endgültig abgelehnt worden, betonte Plathner. Tatsächlich hätten der derzeitige Mehrheitsgesellschafter des Flughafens und der Investor "gemeinsam entschieden, diesen Vertrag den entsprechenden Behörden vorzulegen". Die Entscheidung über die Zulassung des Kaufangebots obliege nun dem Bundeswirtschaftsministerium.

Der Pharma-Milliardär Charitonin ist Medienberichten zufolge einer von zwei Investoren, mit denen der insolvente Hunsrück-Flughafen vorläufige Kaufverträge abgeschlossen hat. Wie unter anderem die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, gab Charitonin, der bereits Miteigentümer der Rennstrecke Nürburgring ist, das höhere Gebot ab. Bei dem zweiten Kaufinteressenten handelt es sich laut Berichten um den Immobilienentwickler WR Holding.

Beide Interessenten, mit denen bereits Verträge aufgesetzt worden waren, bezeichnete Plathner als "gute Investoren". Über diese beiden Interessenten hinaus gebe es aber noch zwei weitere. Als Insolvenzverwalter halte er sich im Sinne der Gläubiger alle Optionen offen. Weitere Verhandlungen und höhere Gebote seien nicht ausgeschlossen.

Charitonin steht zwar nicht auf der EU-Sanktionsliste wegen des Angriffskrieges in der Ukraine, ihm werden aber gute Verbindungen zur russischen Regierung nachgesagt. Die USA führen den Milliardär auf einer Liste im Zusammenhang mit Manipulationsvorwürfen bei der US-Präsidentschaftswahl 2016. Unter anderem die hessische Landesregierung, die einen Minderheitsanteil am Hunsrück-Flughafen hält, kritisierte die Möglichkeit eines Verkaufs an den Russen deshalb scharf.

"So jemand darf kein Objekt in Deutschland kaufen", sagte Landesfinanzminister Michael Boddenberg (CDU) am Dienstag dem Hessischen Rundfunk. "Im Moment sollte und kann man keine Geschäfte mit russischen Oligarchen machen." Er habe den Kanzleramtschef und den Bundeswirtschaftsminister gebeten, "alle möglichen Wege zu prüfen, wie man diesen Verkauf verhindern kann".

Der Flughafen Hahn liegt in Rheinland-Pfalz zwischen Mainz und Trier auf dem Gelände eines ehemaligen US-Militärstützpunkts. Das Land Rheinland-Pfalz hatte seine Mehrheitsanteile an dem Flughafen 2017 an die chinesische HNA Airport Group verkauft. Das Bundesland Hessen hält weiterhin Minderheitsanteile von 17,5 Prozent.

Im Zuge der Corona-Pandemie rutschte die Flughafengesellschaft Ende 2021 in die Zahlungsunfähigkeit. Das Insolvenzverfahren wurde im Februar 2022 eröffnet und Plathner zum Insolvenzverwalter bestellt.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Hape Kerkeling hält Vortrag bei der SPD-Bundestagsfraktion - für Demokratie

Für ihre Klausurtagung holt sich die SPD-Bundestagsfraktion Impulse aus dem Showgeschäft. Der Entertainer Hape Kerkeling werde bei dem Treffen der SPD-Abgeordneten am Donnerstag einen Vortrag zum Thema Demokratie und Toleranz halten, wie Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese den Funke-Zeitungen sagte. Der 61-jährige Kerkeling habe "nicht zuletzt in einer sehr persönlichen Rede in der Gedenkstätte Buchenwald ausgedrückt, wie wichtig ihm ein tolerantes, offenes und zusammenführendes Miteinander ist", sagte Wiese. Kerkelings Appell für den Erhalt der Demokratie habe "großen Widerhall gefunden".

"Kein Fan": Trump froh über Ausreise von Harry und Meghan

US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über die Ausreise von Prinz Harry und seiner Familie aus den USA gezeigt. "Ich bin froh darüber. Ich war kein Fan", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office in Washington. Harry und seine Frau Meghan Markle seien "ungeheuer respektlos gegenüber der Königin und König Charles" gewesen, sagte der Präsident.

Gespräche in der EU über Reform des Auswärtigen Dienstes

Die Europäische Union hat am Mittwoch Gespräche über eine Reform ihres Auswärtigen Dienstes aufgenommen. Deutschland und Frankreich stellten bei einem Treffen der EU-Außenminister im irischen Wicklow bei Dublin ihre Vorschläge vor.

Umfrage vor Berliner Abgeordnetenhauswahl sieht CDU wieder vor Linkspartei

Rund zweieinhalb Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin sieht eine Umfrage die regierende CDU wieder vor der oppositionellen Linken. Die Christdemokraten von Spitzenkandidat Stefan Evers kommen laut der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Rundfunk Berlin-Brandenburg auf 21 Prozent. Die Linkspartei um Spitzenkandidatin Elif Eralp folgt mit 19 Prozent.

Textgröße ändern: