Pallade Veneta - London: Selenskyj besucht am Mittwoch Großbritannien

London: Selenskyj besucht am Mittwoch Großbritannien


London: Selenskyj besucht am Mittwoch Großbritannien
London: Selenskyj besucht am Mittwoch Großbritannien / Foto: Sergei SUPINSKY - AFP

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird am Mittwoch zu einem Besuch in Großbritannien erwartet. Wie die Regierung in London mitteilte, stehen ein Treffen Selenskyjs mit Premierminister Rishi Sunak, eine Rede vor dem britischen Parlament und eine Visite bei ukrainischen Soldaten auf dem Programm. Es ist der zweite Besuch Selenskyjs im Ausland seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine vor fast einem Jahr; im Dezember war er in Washington gewesen.

Textgröße ändern:

Großbritannien will zudem ukrainische Kampfjet-Piloten ausbilden. Nach Angaben der britischen Regierung soll das Vorhaben zur Unterstützung der Ukraine im russischen Angriffskrieg anlässlich von Selenskyjs in London verkündet werden.

Die beiden Spitzenpolitiker würden "einen zweigleisigen Ansatz für die britische Unterstützung der Ukraine erörtern", erklärte London. Neben langfristiger Unterstützung sollte "sofort" verstärkt militärische Ausrüstung geliefert werden, die helfen solle, der russischen Frühjahrsoffensive entgegenzuwirken.

Zudem wolle der britische Regierungschef anbieten, "das britische Ausbildungsangebot für ukrainische Truppen zu verstärken, einschließlich durch die Ausweitung auf Piloten von Kampfflugzeugen, um sicherzustellen, dass die Ukraine ihren Luftraum künftig verteidigen" könne, hieß es.

Selenskyjs Besuch in Großbritannien erfolgt zu einer Zeit, in der er angesichts anhaltender erbitterter Kämpfe in der Ostukraine vom Westen zuletzt immer wieder verstärkte und schnellere Militärhilfen forderte.

Zuvor hieß es aus EU-Kreisen, dass der ukrainische Präsident womöglich am Donnerstag zu einem Gipfeltreffen mit den EU-Staats- und Regierungschefs nach Brüssel reisen könnte. Eine offizielle Bestätigung für einen bevorstehenden Besuch Selenskyjs in Brüssel gab es zunächst nicht.

Großbritannien ist einer der vehementesten Unterstützer der Ukraine im russischen Angriffskrieg. Im vergangenen Jahr stellte London Kiew 2,3 Milliarden Pfund (rund 2,5 Milliarden Euro) an Militärhilfe zur Verfügung - die zweithöchste Summe nach den USA. Die Regierung will die Hilfen auch in diesem Jahr unvermindert beibehalten.

Rishi Sunak war Mitte November in die ukrainische Hauptstadt gereist, wo er Selenskyj die britische Unterstützung zusicherte, "bis die Ukraine gewinnt". Außerdem hatte er zu diesem Zeitpunkt weitere Militärhilfe angekündigt, unter anderem in Form von Flugabwehrkanonen.

Zwar hat er inzwischen der Lieferung von 14 Challenger-2-Panzern zugestimmt, doch bei der Lieferung von Kampfflugzeugen war er bislang zurückhaltend und erklärte in der vergangenen Woche, dass dies "Monate" oder sogar "Jahre" an Ausbildung für die Piloten erfordern würde.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Hape Kerkeling hält Vortrag bei der SPD-Bundestagsfraktion - für Demokratie

Für ihre Klausurtagung holt sich die SPD-Bundestagsfraktion Impulse aus dem Showgeschäft. Der Entertainer Hape Kerkeling werde bei dem Treffen der SPD-Abgeordneten am Donnerstag einen Vortrag zum Thema Demokratie und Toleranz halten, wie Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese den Funke-Zeitungen sagte. Der 61-jährige Kerkeling habe "nicht zuletzt in einer sehr persönlichen Rede in der Gedenkstätte Buchenwald ausgedrückt, wie wichtig ihm ein tolerantes, offenes und zusammenführendes Miteinander ist", sagte Wiese. Kerkelings Appell für den Erhalt der Demokratie habe "großen Widerhall gefunden".

"Kein Fan": Trump froh über Ausreise von Harry und Meghan

US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden über die Ausreise von Prinz Harry und seiner Familie aus den USA gezeigt. "Ich bin froh darüber. Ich war kein Fan", sagte Trump am Mittwoch im Oval Office in Washington. Harry und seine Frau Meghan Markle seien "ungeheuer respektlos gegenüber der Königin und König Charles" gewesen, sagte der Präsident.

Gespräche in der EU über Reform des Auswärtigen Dienstes

Die Europäische Union hat am Mittwoch Gespräche über eine Reform ihres Auswärtigen Dienstes aufgenommen. Deutschland und Frankreich stellten bei einem Treffen der EU-Außenminister im irischen Wicklow bei Dublin ihre Vorschläge vor.

Umfrage vor Berliner Abgeordnetenhauswahl sieht CDU wieder vor Linkspartei

Rund zweieinhalb Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin sieht eine Umfrage die regierende CDU wieder vor der oppositionellen Linken. Die Christdemokraten von Spitzenkandidat Stefan Evers kommen laut der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Rundfunk Berlin-Brandenburg auf 21 Prozent. Die Linkspartei um Spitzenkandidatin Elif Eralp folgt mit 19 Prozent.

Textgröße ändern: